Ein getöteter Soldat, neun Verletzte: Trotz des Anschlags auf die Bundeswehr will Außenminister Steinmeier Afghanistan nicht "in der Steinzeit zurücklassen".
Das letzte Interview geht an Radio Andernach. Bevor Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf dem Flughafen von Masar-i-Scharif die Transall besteigt, steht er dem Reporter des Bundeswehrsenders Rede und Antwort.
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Auf dem Flughafen in Masar-i-Scharif: Außenminister Steinmeier mit Brigadegeneral Jörg Vollmer (rechts), dem ISAF-Regionalkommandeur Nord. (© Foto: ddp)
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Was als mutmachende Geste gedacht war, ist zum Kondolenzbesuch geworden. Anschläge auf die Bundeswehr begleiten den 25-stündigen Aufenthalt Steinmeiers in Afghanistan, ein Soldat kam ums Leben.
In Masar-i-Sharif besucht Steinmeier zwei Soldaten, die einen Anschlag verwundet überlebt haben. "Keiner von ihnen will, dass wir dieses Land in der Steinzeit zurücklassen," sagt Steinmeier.
Der Tod des Soldaten stehe "in Widerspruch zu allem, was die Mehrheit der Afghanen will", hatte der Minister zuvor den versammelten Männern und Frauen des 19. Einsatzkontingents nach einer Schweigeminute im Flughafenhangar gesagt.
Nicht die Soldaten muss er überzeugen, sondern die Deutschen
Nicht sie muss er vom Einsatz überzeugen, das weiß Steinmeier, sondern die Öffentlichkeit zu Hause. Eher an diese gerichtet sagt Steinmeier: "Nie wieder darf Afghanistan Hort des internationalen Terrorismus werden."
Er zählt die Terroranschläge auf, die den Westen in den vergangen Jahren erschüttert haben, nicht nur den 11. September, sondern auch die Anschläge in Madrid oder auf Djerba. Viele Deutsche seien dem Terror zum Opfer gefallen, erklärt der Kanzlerkandidat und es klingt ganz nach einem Satz, den der SPD-Mann Peter Struck einst als Verteidigungsminister gesagt hatte: Die Sicherheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt.
(sueddeutsche.de/liv/bavo)
Szene München
Da liegen Sie aber ganz falsch: Die Bundeswehr sollte vielleicht beim zivilen Aufbau schützend helfen - so steht's auf dem Papier. Das kann Sie aber überhaupt nicht mehr. Sie muss sich selbst einigeln. Und da wo zur Zeit eine Uniform oder ein Militärwagen in der Nähe von Kundus auftaucht, muss man in Deckung gehen. Die Soldaten werden sich hüten sich noch in der Nähe von Zivilisten sehen zu lassen, weil das Risiko für alle viel zu hoch ist. Den anderen Truppen im Süden geht es schon lange so. Es werden zur Zeit nur noch die 'Forts' gehalten. Die Ausnahme ist Kabul. Das wird erst wieder zur Kriegszone werden, wenn das Militär abzieht. Nur um dies zu verhindern ist 'man' eigentlich noch in der Nähe.
Ich empfele allen kritischen Lesern,dass Buch Berlin-Kabul,es handelt vom Leben des Ritters Oskar Niedermeier,ein exelenter Kenner dieser Weltgegend.Er war Abenteurer und Wissentschaftler und Millitaer und er sprach auch die Sprachen dieser Voelker was sehr wichtig ist.
Im Heute Jurnal war gut zu sehen wie die Machtverhaeltnisse dort sind,die Taliban haben die Taktik der ehemaligen Vietkong uebernommen. Die Bevoelkerung wird brutal unterdrueckt und es wird warlos gemordet. So das ein Klima der Angst und des Schreckens entsteht,ein Wiederaufbau ist kaum moeglich,ebensowenig die plitische Stabilitaet. Man sah ja in der Zeit wo die Taliban das Land geschunden haben wo Afghanistan stannt,zurueck zur Steinzeit,es gab keine Rechte oder Freiheiten. Man mag verschiedener Auffassung zum Militaereinsatz dort sein,es ist immer eine schlechte Loesung,nur einen Weg wie das Land zu einer neuen und besseren Zukunft gelangen kann,weiss bis heute keiner. Damit meine ich auch die Leserbriefschreiber,die den Militaereinsatz in bausch und bogen verurteilen.Vieleicht erinnert sich noch ein Leser an die Zeit wo man im Kabuler Fussballstadion die Menschen hinrichtete und Fussballspiele aus religioesen Gruenden verboten waren,dass sind die Tatsachen,nur manche Menschen moechten lieber in Ihrer Privaten Kuschelecke leben,fern jeder Realitaet.
Seh' ich auch so. Was die Mehrheit der Deutschen will, geht effektlos an den Politikern der großen Koalition vorbei. Dass die Deutschen diesen Krieg und die Kriege davor (Balkan) nicht wollen ignoriert man. Man möchte sich nicht abmelden beim Sherriff. Als Hilfspolizist hat man den Zorn aus Washington dann nicht zu fürchten und als drittgrößter Waffenexporteur muss man auch aktiv Werbung treiben.
Jung heute: Wenn man das Vertrauen der Afghanen nicht verlieren wolle, dürfe man sich nicht zurückziehen. Von welchen Afghanen redet der Minister? Doch nur von den Afghanen, die mit den Besetzern gute Geschäfte machen, bis unter die Halskrause korrupt sind und Vertrauen vorgaukeln. Richtig ist, die überwiegende Mehrzahl der Afghanen wollen keine fremden Truppen in ihrem Land.
Paging