Die Bundesregierung wird im kommenden Jahr mehr Geld ausgeben und trotzdem weniger Schulden machen. In drei Jahren will Finanzminister Steinbrück sogar ohne neue Schuldern auskommen.

Der Bundeshaushalt für das Jahr 2009 steht - und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die zusätzlichen Geldwünsche seiner Kabinettskollegen deutlich zusammengestrichen. Insgesamt gibt der Bund im kommenden Jahr 288,4 Milliarden Euro aus, das sind 5,2 Milliarden Euro mehr als in diesem Jahr. Außerdem soll der Bund 10,5 Milliarden Euro an neuen Schulden aufnehmen - ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu diesem Jahr. Für 2008 rechnet Steinbrück laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel mit einer Nettokreditaufnahme von 11,9 Milliarden Euro.

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Hat gut lachen: Finanzminister Steinbrück plant das Jahr 2011 ohne neue Schulden. (© Foto: dpa)

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In drei Jahren soll der Bund wie geplant ohne neue Schulden auskommen. "Wir erreichen 2011 und 2012 jeweils eine Null", sagte Steinbrück. "Und 2012 ist sie tief schwarz, da sie so gut wie ohne Privatisierungserlöse zustande kommt". Der Entwurf des Haushalts 2009 wird am kommenden Mittwoch im Kabinett beraten und verabschiedet.

Wünsche gestrichen

Um die Neuverschuldung weiter zurückzufahren, hat der Finanzminister die finanziellen Wünsche seiner Kabinettskollegen deutlich zusammengestrichen. Steinbrück lobte dabei das kooperative Verhalten der anderen Minister. Deren Mehranforderungen von 7,5 Milliarden Euro drückte er auf insgesamt 2,9 Milliarden Euro. "Damit bin ich sehr zufrieden", sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe seinen Konsolidierungskurs unterstützt.

Vor einigen Wochen hatte Steinbrück noch mehrere Ressortchefs wegen aus seiner Sicht überzogener Etatforderungen scharf kritisiert.

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(sueddeutsche.de/AP/AFP/tob/woja)