Linke-Fraktionschef Gregor Gysi ist nach Ansicht des Immunitätsausschusses nicht frei von den Vorwürfen informeller Stasi-Mitarbeit. Ein neues Verfahren wird es jedoch nicht geben.
Der Bundestags-Immunitätsausschuss sieht Linke-Fraktionschef Gregor Gysi weiter nicht vom Vorwurf informeller Stasi-Mitarbeit entlastet, leitet aber kein neues Verfahren ein. Das teilte der Ausschussvorsitzende Thomas Strobl (CDU) am Freitag in Berlin mit.
Es gibt keine Anhaltspunkte, die den Linke-Fraktionschef Gysi "von dem Vorwurf der informellen Stasi-Mitarbeit entlasten". (© Foto: ddp)
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Gysi bestreitet eine IM-Tätigkeit. Linksfraktionssprecher Hendrik Thalheim sagte, die Behauptung der Ausschussmehrheit, dass Gysi der Stasi zugearbeitet habe, werde durch Wiederholung nicht richtig.
Im Frühjahr waren Stasi-Vermerke aufgetaucht, die die Debatte über Gysis DDR-Vergangenheit erneut entflammt hatten. Die Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, hatte gesagt, Gysi habe "willentlich und wissentlich" an das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) berichtet.
Der Ausschuss hatte eine Prüfung eingeleitet, ob es ein neues Verfahren gegen Gysi geben sollte, der als Rechtsanwalt in der DDR unter anderem den Dissidenten Robert Havemann verteidigt hatte. Birthler sollte systematisch nach Aktenvermerken über Gysi suchen, die nach 1998 gefunden wurden.
Schon damals hatte der Ausschuss nach einem Verfahren eine IM-Tätigkeit Gysis als erwiesen erklärt. Strobl sagte, das Gremium habe auch die neuen Unterlagen "sorgfältig durchgesehen". Es seien keine Anhaltspunkte enthalten, die Gysi "von dem Vorwurf der informellen Stasi-Mitarbeit entlasten". Damit bleibe es bei der Feststellung von vor zehn Jahren. Auch die Bild-Zeitung berichtete über das Ergebnis des Ausschusses und verwies darauf, dass Gysi Unterlassungsklagen vor Zivilgerichten gewonnen habe.
Thalheim sagte, es werde außer Acht gelassen, dass die Bewertung des Ausschusses vor keinem Gericht Bestand gehabt habe. Es gebe mehrere Verurteilungen von Medien zur Unterlassung von Behauptungen, "die den Eindruck erwecken, Gregor Gysi habe im Fall Havemann wissentlich und willentlich mit der Staatssicherheit der ehemaligen DDR zusammengewirkt".
Nach Ansicht der Parlamentarischen Geschäftsführerin der Linken, Dagmar Enkelmann, wären neue Erkenntnisse innerhalb von zehn Jahren bekanntgeworden. Dem politischen Gegner gehe es nicht darum, entlastendes Material zu finden, sondern Gysi als Person und die Linke als Partei zu treffen.
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(dpa/cag)
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und soll IM gleichzeitig gewesen sein.....
natürlich ist die Geschichte der STASI eine äußerst unappetitliche Angelegenheit, vor allem für jene , deren Charakter von dieser Institution gebrochen worden war..und ihre Machenschaften sind um nichts Tragischer als die der GESTAPO im III.Reich.....
nur eines versteh ich nicht, warum sollte im unseren Rechtssystem Herr Gysi beweisen , dass o.a. Vorwurf nicht stimmt..?? wenn u.a. Frau Birthler selbst nicht die Beweise bringen kann...
Aus meiner Kindheit weis ich noch, dass bei Schlammschlachten die Werfer meist schmutziger waren und von den Erwachsenen zudem noch gestraft wurden.
Verunsicherte Journalisten - Redaktionen scheuen Klarnamen von Stasi-Spitzeln
Spitzel X., Oberst Y., Major Z. - Journalisten, die über Stasi -Verstrickungen berichten, schwärzen Klarnamen, flüchten in Kürzel. Denn in den Redaktionen ist fast 20 Jahre nach dem Mauerfall die Unsicherheit größer denn je. Wer Stasi-Leute klar beim Namen nennt, wird mit juristischen Vorgängen überschüttet. Und deutsche Gerichte urteilen höchst unterschiedlich. Kleinen Verlagen oder Sendern fehlen die Mittel für die schwierigen juristischen Auseinandersetzungen. Zapp über die schwierige Aufarbeitung der DDR- Vergangenheit.
Journalisten im Zwiespalt
Das verunsichert auch Journalisten. Sie anonymisieren IMs manchmal in vorauseilendem Gehorsam, um so möglichen Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Uwe Müller, Redakteur Die Welt: Das ist eine Schere im Kopf, die inzwischen überall eingepflanzt ist und mitunter sind das dann auch in den einzelnen Häusern die Rechtsabteilungen, die Druck ausüben auf die Journalisten. Journalisten im Zwiespalt, zwischen Aufklärung und juristischer Vorsicht.
Klarnamen geben Geschichte ein Gesicht
Wenn selbst Verlage und Sender nicht mutig Zeitgeschichte aufarbeiten und Namen klar benennen, wird es für Privatleute wie Joachim Heinrich schwieriger. Er will trotzdem nicht aufgeben. Will die Namen der ehemaligen Spitzel auch weiterhin nennen, damit auch dieser Teil der DDR-Geschichte ein Gesicht behält. Joachim Heinrich: Ich glaube, dass es deswegen besonders wichtig, Klarnamen zu nennen, weil dadurch das authentische Geschehen innerhalb einer Stadt in bezug auf geschichtliche Prozesse, am deutlichsten gemacht werden kann. Geschehen bedeutet immer, ist das Produkt von handelnden Personen, und handelnde Personen haben einen Namen und ein Gesicht. Fritz Schaarschmidt: Ein Recht auf Vergessen kann man diesen Menschen oder diesen Funktionären nicht zubilligen. Es ist einfach so, dass man bestimmte Sachverhalte, die es sich in der damaligen DDR in 40 Jahren abgespielt haben, nicht vergessen kann. Weder die Täter sollen das vergessen und die Opfer vergessen das schon gar nicht.
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/zappstasiklarnamen100.html
Falls es was gibt, kommt es mit Sicherheit pünktlich eine Woche vor der Bundestagswahl raus. Und seien es nur neue Beschuldigungen, die nicht nachvollziehbar sind - soll der Gysi doch beweisen, dass es nicht stimmt, so funktioniert doch unser Rechtssystem oder?
Ich würd mich ja wegschmeißen, wenn rauskommt, dass Gysi die CDU geschmiert hat, der Schäuble dann die Kohle als illegale Spenden in Lichtenstein gebunkert hat und der Kohl dann als Ehrenmann alle gedeckt hat.
Wieso ruft man auf einmal den Gysi wieder auf den Plan das hat doch bestimmt einen verdächtigen Hintergrund.
Warum nicht mal Die Kanzlerin Merkel ihre Biografie würde mich auch interessieren Gysi ist für meine Begriffe zu oft in den Medien.
Und überhaupt die ehemalige DDR bestand nicht nur aus Gysi Ich denke da gibt es noch größere Kalieber.
Hier stellt sich doch die Frage wer regiert eigentlich zur Zeit das Deutsche Volk abgesehen von Schäuble ?
Wer hat eigentlich Schuld an diesem Dilemma.
Diese Leute haben eben die Gunst der Stunde genutzt und keiner hat sie daran gehindert und nun ist das Geschrei groß.
Paging