Der Immunitätsausschuss des Bundestages will die neuen Vorwürfe gegen Gregor Gysi genauer unter die Lupe nehmen. Ein Gespräch mit der Stasiunterlagen-Beauftragten Marianne Birthler soll mehr Klarheit bringen.
Die jüngsten Stasi-Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der Linke-Fraktion, Gregor Gysi, sollen weiter untersucht werden.
Stasiunterlagen-Beauftragte Marianne Birthler soll ihre Vorwürfe gegen gegen Gregor Gysi erläutern. (© Foto: ddp)
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Der Immunitätsausschuss des Bundestags will auf seiner nächsten Sitzung in der kommenden Woche die Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, befragen. Auf Anfrage der dpa sagte der Ausschussvorsitzende Thomas Strobl (CDU) am Donnerstag in Berlin, das Gremium wolle die neuen und jetzt zugänglichen Unterlagen einsehen und sie sich von der Behörde erläutern lassen.
Geprüft werden solle, ob es konkrete Anhaltspunkte gegen Gysi gäbe und ob ein neues Verfahren gegen den Fraktionsvorsitzenden Sinn mache. In diesem Stadium sei das aber noch kein neues Verfahren, sagte Strobl. Eine Tätigkeit Gysis als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für die DDR-Staatssicherheit sei bereits vor zehn Jahren in einem ersten Verfahren im Bundestag als erwiesen festgestellt worden, ergänzte er.
Birthler wies in den in Dortmund erscheinenden Ruhr Nachrichten Rücktrittsforderungen von den Linken zurück. "Was soll ich da sagen? Diese Äußerungen einschließlich der Rücktrittsforderungen erzählen mehr über Herrn Gysi und Herrn Lafontaine als über mich und die Arbeit meiner Behörde", sagte sie. Linke-Parteichef Oskar Lafontaine hatte den Rückzug der Bundesbeauftragten gefordert.
Die frühere DDR-Oppositionelle und Ex-CDU-Abgeordnete Vera Lengsfeld hat eine klare Stellungnahme von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zu den Stasi-Vorwürfen gegen Gysi gefordert.
Bei erwiesener Stasi-Tätigkeit müsse der Bundestagspräsident den Betreffenden zur Niederlegung des Mandats auffordern, sagte sie der Thüringer Allgemeinen. Nach neuerlichen Vorwürfen war Gysi am Mittwoch im Bundestag zum Rücktritt aufgefordert worden. Er soll als Anwalt in der DDR Mandanten an die Staatssicherheit verraten haben. Gysi hat die Vorwürfe jetzt und in der Vergangenheit stets energisch bestritten.
Birthler bekräftigte in dem Zeitungsbericht ihre Vorwürfe gegen Gysi. "Wenn wir Zweifel daran hätten, dürften wir die Unterlagen nicht als IM-Unterlagen herausgeben", sagte sie. Sie verwies dabei auf Papiere, die belegen sollen, dass Gysi der DDR-Staatssicherheit Berichte über seinen Mandanten Robert Havemann hat zukommen lassen.
Die Linkspartei sieht sich nach Darstellung ihres Co-Vorsitzenden Lothar Bisky durch die erneuten Vorwürfe gegen Gysi nicht beschädigt. "Die Vorwürfe sind eine Erfindung des Bundestages und der Birthler-Behörde", sagte er im Rundfunksender MDR-Info.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), plädierte für eine offene politische Debatte zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Mitglieder der Partei Die Linke seien immer wieder beteiligt gewesen, wenn Stasi-Vorwürfe geleugnet worden seien, sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler im Deutschlandfunk. Dass Gysi nicht nur ein "dumm funktionierendes Rädchen im Getriebe" gewesen sei, sei völlig klar.
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(dpa/cag/dgr)
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Wenn Gysi Merkel das Reden beibringt, darf er dafür einen Monat als beliebtester Politiker geführt werden. Entlohnung muss sein.
In diesem Sinne, mit sozialistischen Gruß.
dann sind Gysi und Merkel quasi Kollegen gewesen. Oder kann bzw. darf man das so nicht nennen?
Ich habe mal irgendwo einen Brief von Merkel an den Staatsratsvorsitzenden gesehen, in welchem sie in besten DDR Sprech die DDR als DIE Republik bezeichnete. Die haben sich ja in der DDR gegenseitig schön geredet.
Und sind wir doch mal ehrlich, Gysi ist der bessere Redner, der kommt halt besser rüber.
Aber deshalb so einen Bohei zu machen, ist doch nicht angemessen.
Ein Vorschlag zur Güte. Gysi gibt Merkel Nachhilfe in der freien Rede. Und gut ist.
Wie vergleichbar doch alles ist.
Bei meiner Suche und Recherche im Internet:
http://forum.politik.de/forum/archive/index.php/t-127845.html
Ohne Worte!
Die Telekom leidet auch unter der Arebit der Stasi-Mitarveiter, wied er Budnestag. Aber anders als der Budnestag holt sie sich zur Aufklärung Proiis. Ein Ex-Bundesrichter. Strafrechtler mit forensicher Erfahrung. Nicht Kirchentagsbesucher als Ermittler.
"Telekom holt sich Ex-Bundesrichter als Skandalaufklärer
Jetzt will die Telekom in dem beispiellosen Spitzelskandal auch selbst ermitteln: Konzernchef René Obermann hat den ehemaligen Bundesrichter Gerhard Schäfer zum Chefaufklärer ernannt. Der Datenschutzexperte soll auch ein neues Sicherheitskonzept entwickeln."
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556793,00.html
Wir dürfen gespnnt sein, wieviel Jahrzente sich der Budneestag noch einen Haufen Dilettanten leistet, die mehr beim Mielke-Akten vorlesen vernebeln als aufklären.
"Bonusmeilen ??!! Es ging um eventuelle Straftaten vor 1989."
Echt, um Straftaten ging es? Steht in dem Artikel gar nichts von drin. Steht wahrscheinlich nur in den Stasi-Akten die wir nicht sehen dürfen. In dem Artiekl hier ging es lediglich um die Tätigkeit fdes Herrn Gysi ür den Geheimdienstes Stasi - neudeutsch Mielke-Behrörde, deren Akten von der Birtler-Behrörde verwaltet und dem Bundestag vorgelsen werden. Meines Wissens ging es bei Heerrn Gysi um die Frage, ob er für die Stasi tätig war. Das war in der DDR keine Straftat. In der BRD dürfen Sie auch ganz legal für den Verfassungsschutz arbeiten. Machen ganz viele NPD-Anhänger auf Staatskosten, so dass die CDU meint, ein NPD-Verbotsverfahren mache keinen Sinn, weil man Staatsbedienstete und NPD-Anhänger nicht mehr auseinanderbekommt.
Die Bonusmeilenaffäre war ein Besipiel dafür, wie der Herr Gysi handelt, wenn er unrechtes getan hat und erwischt wird. Auch ohne Lufthansa- oder Telekom-Akten.
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