Sri Lanka Dutzende Tote bei Kämpfen

Bei einer neuen Offensive der Armee im Norden Sri Lankas sind nach Militärangaben mindestens 52 Tamilen-Rebellen und 15 Soldaten getötet worden. Weitere 72 Armeeangehörige seien verletzt worden.

Mindestens 52 Tamilen-Rebellen und 15 Soldaten sind bei neuerlichen Auseinandersetzungen in Sri Lanka ums Leben gekommen. Dem Militär zufolge erlitten weitere 72 Soldaten Verletzungen.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Offensive habe zum Ziel, von der nördlichen Halbinsel Jaffna aus auf ein Gebiet im Süden vorzustoßen, das von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) kontrolliert wird. Den Soldaten sei es gelungen, die ersten Verteidigungsstellungen der Rebellen einzunehmen.

Die LTTE-nahe Internetseite Tamilnet meldete ebenfalls heftige Gefechte in der Region. Die Armee habe am frühen Mittwochmorgen zeitgleich mehrere Angriffe begonnen und setze Artillerie ein.

Ein Waffenstillstandsabkommen hatte die Regierung Mitte Januar aufgekündigt. Die Armee versucht nun, die LTTE, die für einen unabhängigen Staat der tamilischen Minderheit kämpft, militärisch zu vernichten. Die Rebellen kontrollieren Teile des Nordens Sri Lankas. Die Halbinsel Jaffna im äußersten Norden ist aber unter Kontrolle der Regierung. Dort leben etwa 400.000 Zivilisten.