Das Gehalt von Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong wird drastisch gekürzt - um mehr als ein Drittel. Ähnlich ergeht es seinen Ministern. Grund für Mitleid besteht jedoch nicht. Mit umgerechnet 1,3 Millionen Euro Jahresverdienst bleibt Lee der bestbezahlte Regierungschef der Welt.
Gehaltskürzungen um mehr als ein Drittel - da würde wohl ein Großteil der Arbeitnehmer in den Dauerstreik treten. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong hingegen verzichtet freiwillig auf 36 Prozent seines Gehalts. Doch bei genauerem Hinsehen ist die Geste nicht ganz so generös wie sie zunächst erscheint. Denn auch nach der Kürzung bleibt Lee mit umgerechnet 1,3 Millionen Euro der mit Abstand bestbezahlte Regierungschef der Welt.
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Singapurs Miniserpräsident Lee Hsien Loong, hier auf einem Bild vom G-20-Gipfel in Cannes, bekommt weniger Gehalt auf sein Konto überwiesen. Die Kürzung erfolgt rückwirkend zum 21. Mai 2011. (© dpa)
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Lee hatte die Kürzungen im vergangenen Jahr bei der Parlamentswahl versprochen, als er sich wachsender Kritik aus der Bevölkerung ausgesetzt sah. Der Stimmanteil seiner Volksaktionspartei (PAP), die Singapur seit der Unabhängigkeit von Malaysia 1965 regiert, war damals auf ein historisches Tief von 60 Prozent gefallen. Der wichtige Finanzplatz Singapur zahlt seinen öffentlichen Bediensteten hohe Gehälter, um Spitzenkräfte anzuziehen und Korruption vorzubeugen. Jedoch wächst in Singapur die Einkommenskluft. In dem Stadtstaat steigen die Kosten für Wohnungen und öffentlichen Nahverkehr.
Zur Überprüfung der Gehälter von Spitzenpolitikern war im vergangenen Jahr eine Kommission eingesetzt worden, die am Mittwoch ihre Vorschläge für Kürzungen vorlegte. Die Kommission schlug auch für Minister eine Lohnkürzung von 37 Prozent vor - sie sollen künftig mindestens 660.000 Euro im Jahr verdienen. Das ist immer noch deutlich mehr als US-Präsident Barack Obama - sein Jahresgehalt beträgt umgerechnet gut 300.000 Euro.
Am härtesten trifft es jedoch den im Wesentlichen auf Repräsentationspflichten beschränkten Präsidenten Singapurs. Er bekommt mit 1,54 Millionen Singapur-Dollar, umgerechnet etwa 800.000 Euro, nur noch die Hälfte seines bisherigen Gehalts. Zum Vergleich: Der deutsche Bundespräsident bezieht 199.000 Euro jährlich, die Kanzlerin bekommt 226.000 Euro.
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(Süddeutsche.de/AFP/rtr/sks)
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Das geht ohne weiteres denn durch die Korruption und den Bakschisch Geldern ist ein Gehalt entbehrlich. Und für ihre Leistungen sind die sowieso überbezahlt. Und der Präsident eines Zwergstaates wie Singapur ist auch mit 400 tausend Euro noch super dran. Ein Hartz4ler bekommt ja nur 4000 im Jahr. Und der tut auch nicht weniger als so ein Präsident. Und verbraucht weniger. Jetzt sollte man nur noch an die Beamtenpensionen rangehen. Die sind total aus dem Ruder gelaufen. Bei uns ginge so etwas nicht weil die Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit der Politiker und Beamten quasi in Stein gemeißelt ist und sie mit Gott auf einer Stufe stehen. Unser Bundesgerichtshof steht sogar noch eine Stufe höher. Zumindest sehen die sich so. Und wer bitte sollte so eine Kommission denn anschieben wollen bei uns? Nein bei uns nicht. Unsere Ordnung wäre in Gefahr. Der Staat würde zerfallen. Unsre geniale Führung mit ihren Konzepten würden uns ins schon sehr fehlen. Allerdings wäre es schon amüsant in den Blogs das Heulen und Zähneknirschen der Privilegierten lesen zu können.
Aber was verdienen sie denn nebenher, unsre werten Politiker und wie schauts mit der tatsache aus, dass sie eifrig fuer die jeweilige Klientel arbeiten, bei der sie nach der Abgeordnetenzeit ihre "Broetchen" verdienen?