Die Bild-Zeitung behauptet, Gerhard Schröder habe in zwei Jahren mehr als 500.000 Euro Spesen gemacht - der Ex-Kanzler widerspricht entschieden.
Es gab einmal eine Zeit, in der Gerhard Schröder "Bild, BamS und Glotze" zu entscheidenden Faktoren des medialen Polit-Betriebs kürte. Doch die Tage, in denen der frühere Bundeskanzler die Springer-Blätter zur Imagebildung schätzte, sind längst vorbei.
Regierte von 1998 bis 2005 als Bundeskanzler die Republik: Gerhard Schröder (© Foto: dpa)
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Nun kabbelt sich der Sozialdemokrat wieder mal mit Bild, diesmal geht es um einen Bericht über Spesen im Bundeskanzleramt. Das Thema ist aktuell, nachdem der Steuerzahler ein Essen im April 2008 begleicht, dass Schröders Amtsnachfolgerin Angela Merkel (CDU) dem von ihr einst hochgeschätzten Deutsche-Bank-Chef Josef ("Joe") Ackermann ausrichtete.
Mit dabei bei der Ackermann-Party war die Verlegerin Friede Springer, deren Boulevardblatt Bild den Altkanzler auf die Palme bringt. Das Populärmedium berichtete exklusiv über hohe Spesen, die Schröder angeblich in der Vergangenheit gemacht habe. Der SPD-Politiker prüft rechtliche Schritte. Er habe zur Vorbereitung Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) gebeten, seinem Anwalt Michael Nesselhauf Einsicht in die angeblichen Bewirtungsspesen zu geben, teilte Schröder in einer Erklärung mit, die sueddeutsche.de vorliegt.
Es handele sich bei der Darstellung des Blattes, so Schröder, um einen offenkundig tendenziösen Bericht. "Selbstverständlich habe ich nicht in zwei Jahren 533.000 Euro Spesen gemacht", wie die Zeitung behaupte, betonte der Kanzler außer Dienst.
Bei den zitierten Zahlen handele es sich um Ausgaben aus dem Bundeshaushalt (Einzelplan 04) mit der Zweckbestimmung "Außergewöhnlicher Aufwand aus dienstlicher Veranlassung in besonderen Fällen (Zur Verfügung der Bundeskanzlerin/des Bundeskanzler)".
Aus diesen Mitteln dürften auch Ausgaben für "die Bewirtung mit Erfrischungen" bei Besprechungen im Kanzleramt geleistet werden. Dies gelte nicht nur für den Regierungschef, sondern auch für Ausgaben bei repräsentativen Verpflichtungen etwa des Kanzleramtsministers und anderer Angehöriger des Kanzleramts.
Deutlich höhere Ausgaben unter Merkel
Nach Angaben des Altkanzlers betrugen die Ausgaben dafür laut den Haushaltsplänen in den letzten Jahren seiner Regierungszeit wie folgt: 2003 waren es 279.000 Euro, 2004 insgesamt 314.000 Euro und 2005 waren es 242.000 Euro.
Unter seiner Nachfolgerin Angela Merkel (CDU) wurde nach diesen von Schröder vorgelegten Zahlen der Soll-Ansatz für diesen Repräsentations-Topf deutlich erhöht. Er stieg danach für 2008 auf 340.000 Euro. Diese Summe sei auch für das laufende Jahr 2009 im Etat veranschlagt.
Die Bild-Zeitung hatte unter Berufung auf eine ihr vorliegende Spesenliste Schröders berichtet, für die Bewirtung von Gästen seien 2004 und 2005 insgesamt 533.000 Euro angefallen. Die pro Kopf teuersten Spesen habe es bei Auslandsreisen Schröders gegeben.
So seien laut Bild insgesamt 6150,32 Euro am 19. Januar 2004 für eine Bewirtung von 19 Personen aus dem Kanzleretat ausgegeben worden - als sich Schröder in Äthiopien aufgehalten habe. Im Mai 2005 seien für die Bewirtung von drei Gästen in der Türkei Spesen von 1059 Euro angefallen.
Springers Massenzeitung listete auch penibel auf, dass beim Posten Geschenke Uhren für 455 Euro oder kurz vor der Wahl 2005 mehrere Füllfederhalter inklusive Gravur und Tintengläser für 1317 Euro fällig waren.
Wie schreibt der Bild-Kommentator aktuell so schön: "Wahlkrampf statt Wahlkampf".
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(sueddeutsche.de/dpa/odg)
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Leider hasst Du mich falsch verstanden,ich will gar nicht auf einer Party von Dir kommen. Wenn ich die Wahl haette,wurde ich lieber im Kanzleramt feiern als bei Dir. Das es bei der FDP Wahlpartys lauwarmes Bier und gelbe Kaesebroetchen gibt wusste ich nicht. Ich war nie auf diesen Partys,mit den Gido und Co. Regierungschef Weltweit geben Feiern und Veranstaltungen,nur in Deutschland ist das gleich ein Skandal,solche Feiern gab sogar der Ex SED Chef Erich Honecker in Ostbelin, im Palast der Republik.
Ich wies gestern darauf hin, dass die Springer-Presse hier ein typisches Ablenkungsmanöver fährt, und dass sie Manipulation betreibt, dass Frau Springer ihre Duzfreundin Merkel gern aus der Schusslinie nimmt.
Der Moderator war der Meinung dass man dies löschen muss. Warum ist mir noch immer ein Rätsel. Schreibt doch heute selbst Herr Denkler, dass Bild Wahlkampf macht.
Hallo dietel40: So unterschiedlich kann die Empfindung von Leistung sein. Rot/Grün wäre mir Heut noch am liebsten, allerdings ohne Schröder, Steinmeier, Clement und ähnlichen Abtrünnigen. Zum Thema Grün, wäre die Partei nicht gegründet worden könnte man Heut noch seinen Filme im Rhein entwickeln, Nahrungsmittel wären aus 100% Sägemehl und Geschmacksverstärkern und auf der Strasse könnte man sich nur noch mit Atemmaske laufen. Da sie wahrscheinlich die Union oder die FDP wählen wundert mich der zur Zeit scheinheilige grüne Anstrich dieser Parteien. Scheinheilig ist das richtige Wort für eine "christliche" Partei. Sollten sie Arbeitnehmer sein wünsche ich ihnen nach September eine schnellstmögliche Kündigung mit all den Folgen die daraus entstehen. Sind sie über 50 Jahre alt, dann rentiert sich das Ärger so richtig wenn sie noch die eine oder andere Lebensversicherung oder sonstige Einnahmen haben. Viel Spass, ich wünsche ihnen alles erdenkliche was sie anderen wahrscheinlich als Faulheit vorwerfen.
Nachdem das geld weg bzw. verbraucht ist, braucht doch keiner mehr zu jammern. Darauf hinweisen kann die BILD durchaus. Schröder braucht sich auch nicht rechtfertigen. Der Wähler ist an diesem Dilemma selbst schuld. Er wählt und wählt, mancher gar nicht, immer das Vorgegebene. Am besten wäre es natürlich gewesen uns wäre die Ära Rot/Grün, vor allem die Letzteren und Schröder erspart geblieben.
Im übrigen sind die 500.000 im Vergleich zu dem sozialen Kahlschlag, den dieser Mann eingeleitet hat eher Petitessen.
Paging