Doch er wirkt angespannt, stützt die Hände aufs Rednerpult, wippt auf den Zehenspitzen, wölbt die Lippen. Was er Merkel voraus habe, wird er gefragt. Die Antwort ist lang: "Das müsste sich doch gegenwärtig schon herausgeschält haben. Sie kennen mich doch schon seit einer Reihe von Jahren, und Sie wissen, dass ich in der Politik der Bundesregierung seit elf Jahren tätig bin.
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Da gab es Krisen und Unwetter, in denen mein Beitrag erkennbar war, mit Augenmaß und Vernunft. Ich habe meinen Beitrag geleistet, dieses Land modern aufzustellen, und das will ich auch in Zukunft tun, und deshalb halte ich mich für dieses Amt für geeignet."
Dazu muss man sagen, dass der Vizekanzler nicht zu den Menschen gehört, die öffentlich Wind um sich machen. Manche in der SPD bedauern das, aber so ist er eben, der Frank-Walter. Doch der Kandidat hat sich verändert, seit September, als er vom Außenminister zum Herausforderer wurde.
Er wirkt selbstbewusst, kann inzwischen auch kürzere Sätze sprechen, soll bei SPD-Runden beim Thema Innen- und Wirtschaftspolitik das Wort führen. Die, die ihn oft erleben, sagen, er reagiere auch nicht mehr so oft beleidigt. Steinmeier, das muss man wissen, hat einen Hang zum Übelnehmen, immer dann, wenn er sich unterschätzt, ungerecht behandelt oder übergangenen fühlt, sei es von Kollegen, Journalisten oder der Kanzlerin.
Keiner sagt etwas Gemeines
Mit seiner bisherigen Kandidaten-Bilanz kann Steinmeier durchaus zufrieden sein. Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung trägt seine Handschrift, die Gewerkschaften sind nach dem jahrelangen Hader offenkundig wieder etwas besser auf die Sozialdemokraten zu sprechen. Kein Genosse sagt etwas wirklich Gemeines über ihn, Rechte und Linke in der Partei liegen sich nicht mehr ständig in den Haaren, ein Erfolg auch Steinmeiers, der immer wieder um das Vertrauen von Kritikern wirbt.
Den wortstarken Energie-Experten Hermann Scheer ließ er am Samstag im Vorstand bei einer Kontroverse über die Energiepolitik gewähren, sprach dann noch einmal unter vier Augen mit ihm vor der Saaltür. Diese Geduld hätte Gerhard Schröder nicht gezeigt. Der zollte übrigens bei seiner Geburtstagsfeier am Samstagabend in Hannover seinem einstigen Kanzleramtschef Lob: Er, Schröder, habe schon ganz früh erkannt, dass Steinmeier das Zeug zum Kanzlerkandidaten habe.
Er schuftet
Doch all diese Errungenschaften zahlen sich bislang nicht aus, weder für Steinmeier, noch für die Partei. In Umfragen liegt die SPD bei jenen 24 Prozent, die sie unter dem früheren Vorsitzenden Kurt Beck erreichte. Auf der Beliebtheitsliste führt derzeit Merkel mit gut 50 Prozent Zustimmung, Steinmeier erreicht nicht einmal die Hälfte davon. Solche Zahlen bedrücken, auch wenn Steinmeier das nicht zugeben würde. Er schuftet.
"Er arbeitet viel, kompetent, hochkonzentriert, aber manchmal fast verbissen", sagt ein führender Sozialdemokrat. Äußerlich ruhig sei er, ticke nicht aus, tobe nie. "Wenn er rast, dann nach innen, in sich selbst." Respekt genießt er, der Kandidat. Doch die Zweifel bleiben, selbst bei Wohlmeinenden. Sie wünschen sich, Steinmeier träte endlich einmal heraus aus dem Schatten der Kanzlerin, zeige der SPD und der deutschen Welt, was eine politische Harke ist. "Wir warten auf den großen Moment, sagt einer, der es wirklich gut meint, "auf den Bringer."
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(SZ vom 20.04.2009)
Stockender Kita-Ausbau
Um Himmels Willen bloß nicht SPD!
Ich dachte schon da spricht Herr Schröder. Hört sich fast genau so geschwollen an.
Was wir von dem bekommen haben ist nicht gerade Sozial. Agenda 20 Blödsinn können Die Parteifunktionäre mal schön bei sich anwenden. Von wegen Steuern rauf. Noch eine Erhöhung und ich werde mich im Laden satt essen.
Man sollte eine heißen Draht zur Wirtschaft haben und nicht nur eine kalte Gaspipeline.
"Wenn Du mich einmal betrügst, ist es Deine Schuld; betrügst Du mich zweimal, liegt die Schuld bei mir". (Anaxagoras, griechischer Philosoph)
Dementsprechend wird die SPD auf meine Stimme in Zukunft leider verzichten müssen. Wenn sich diese Partei in der Opposition "läutern" wird und Steinmeier und seine Kumpanen in die Wirtschaft entsorgt werden, dann werde ich das wohlwollend zur Kenntnis nehmen - meine Stimme bekommt trotzdem die Linke !
Ich habe heute morgen den Herrn Müntefering im Deutschlandfunk die Steuerpläne verteidigen gehört. Mein Gott, hat der Mann gestammelt. Fast mit jeder - noch nicht einmal besonders investigativen - Frage hat der Reporter ihn aus dem Gleis geworfen.
Etwas mehr Vorbereitung darf man vom Herrn Vorsitzenden schon erwarten. Allerdings ist es auch schwer, Nichts gut zu verkaufen.
Als stolzes Schiff lief die sPD 1875 vom Stapel. Unter wechselnden Mannschaften hatte es viele Stürme auf hoher See gemeistert und kehrte stets wohlbehalten zurück. Diesmal sollte es anders kommmen.Es war keine gute Mannschaft, die 2005 an
Bord kam. Sie rekrutierte sich aus Halsabschneidern, Betrügern, Freibeutern, Gauklern und sonstigem windigen Gelichter. Der Kapitän, ein alter Haudegen,
war schon vor geraumer Zeit am politischen Schwachsinn erkrankt. Der zweite Nautische Offizier war derart kurzsichtig, daß er es nicht einmal schaffte, mit dem
Sextanten das Tagesgestirn anzupeilen. So kam es denn, daß man eines Tages den politischen Kurs verlor. Die Winde drehten und so drehte auch der Kurs. Dichter Nebel
stieg empor. Der Aufprall auf den Felsen war so heftig, daß er das Schiff zertrümmer- te. Die Besatzung wurde in die aufgepeitschten Wogen des Wahlkampfes geschleudert. Dort warteten schon die Wähler und andere Seeungeheuer.
Einige versuchten vergeblich, sich an ihrem politischen Treibgut festzuhalten. Kapitän Müntefering glaubte schon, eine rettende weiße Boje entdeckt zu haben und strampelte darauf zu. Die Enttäuschung war groß, als er in der weißen Boje den zweiten Nautischen Offizier, Steinmeier, erkannte, der wie ein Korken auf den Wahlkampfwogen auf und ab tanzte. Halt gab es keinen, das Ufer war zu weit und so soffen alle ab. Einzig der räudige Schiffshund überlebte, er soll erst vor
kurzem nach Rußland verbracht worden sein.
Dieses Programm ist purer Etikettenschwindel und das Papier nicht wert.Handeln und Reden ( Progranm) dieser Partei klafften in der Vergangenheit soweit auseinander,dass unter idesem Personal jede Glaubwürdigkeit verloren ist.
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