Der eine hält die Linkspartei für eine Notlösung, der andere für eine Machtoption: Die SPD-Granden Steinmeier und Müntefering sind sich in der Causa zwar einig - man versteht sie nur nicht.
Am Ende des Jahres 2007 konnte die SPD eine klare Linie für ihren Umgang mit der Linkspartei vorzeigen: Parteichef Kurt Beck hatte dekretiert, dass es im Osten Koalitionen, im Westen aber keinerlei Zusammenarbeit geben könne.
Wie feilschende Gemüsehändler machen Kanzlerkandidat Steinmeier (l.) und SPD-Parteichef Müntefering zur Linkspartei widersprüchliche Angaben. (© Foto: dpa)
Anzeige
Ganz einfach. Der Unterschied zwischen der Linken in den alten und der Linken in den neuen Ländern war freilich schon damals schwer zu vermitteln. Und wenige Wochen später, nach der Wahl in Hessen, löste sich der komplizierte Vorsatz sowieso auf wie ein Stück Würfelzucker im Kaffee - und mit ihm die Autorität des Parteivorsitzenden.
Am Ende des Jahres 2008 hat die SPD nun wieder eine klare Linie für ihren Umgang mit der Linkspartei: Die Landesverbände entscheiden selbst, die Bundes-SPD hält sich raus.
Ganz einfach - abgesehen davon, dass der Parteichef sagt, ein sozialdemokratischer Ministerpräsident mit Hilfe der Linken sei im Zweifel besser als gar kein sozialdemokratischer Ministerpräsident, während der Kanzlerkandidat sagt, die Linkspartei sei nicht in jedem Land regierungsfähig, was natürlich kein Dissens zum Parteichef sei.
Die Linie der SPD 2008 hat also mit der Linie von 2007 etwas gemeinsam: Sie klingt einfach und ist doch sehr verwirrend. Wurde früher zwischen ostdeutschen und westdeutschen Linken differenziert, unterscheidet der Sozialdemokrat, jedenfalls wenn er Steinmeier folgt, jetzt gute und schlechte Linke, ohne allerdings zu sagen, in welchen Ländern nun genau welche sitzen.
Für den Sozialdemokraten, der Müntefering folgt, sind alle Linken gleich, Hauptsache, die SPD regiert. Für Steinmeier ist die Linkspartei also eine Notlösung, für Müntefering ist sie eine Machtoption. Und die SPD behauptet, es gebe zwischen Steinmeier und Müntefering keinen Unterschied.
Damit ähnelt die SPD einem Obst- und Gemüsehändler, der Kokosnüsse als Kartoffeln anpreist oder umgekehrt, nur weil beide irgendwie braun sind. In Wirklichkeit war und ist das Angebot der SPD in Sachen Linkspartei widersprüchlich, in der Spitze der Partei genau so wie an der Basis, in den Ländern genau so wie im Bund, wo Gesine Schwan mit Hilfe der Linken Präsidentin werden soll, Steinmeier aber nicht Kanzler.
2008 war für die SPD im Umgang mit der Linkspartei deshalb ein verlorenes Jahr, genau so wie 2007 und manches Jahr davor. Die SPD hat es in dieser ganzen Zeit nicht geschafft, aus der Debatte mit oder ohne die Linkspartei endlich eine Debatte gegen die Linkspartei zu machen.
In der Finanz- und Wirtschaftskrise setzt die SPD nun darauf, dass gutes Krisenmanagement in der Regierung ihr auch als Partei zugute kommen wird. Das aber ist eine Hoffnung, keine Strategie.
Im nächsten Jahr, wenn sich die Wahlen in Bund und Ländern ballen, wird die SPD sich immer wieder aufs Neue erklären müssen - und ihre feinen Unterschiede zwischen Linken und Linken, von denen man jetzt schon nicht mehr weiß, ob sie die Sozialdemokraten eigentlich selbst noch verstehen.
- Bundestagswahlkampf Steinmeier: Große Koalition sollte Ausnahme bleiben 27.12.2008
- Linke-Chef Lafontaine Oskars Weihnachtsprügel 25.12.2008
- Vor der Bundestagswahl 2009 Alle Parteien verzichten auf Koalitionsaussage 23.12.2008
- Umfrage SPD verharrt im Tief 22.12.2008
- Linkspartei lobt Müntefering "Kurswechsel hin zur Realität" 22.12.2008
(SZ vom 30.12.2008/cag)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
innenstadt "Es ist ein Irrglaube, daß die Masse guter von schlechter Kunst nicht unterscheiden kann. Gute Kunst erkennt man sofort!"
--
und darum ist die geschichte auch voll von beispielen bedeutender künstler , die zu lebzeiten alles andere als berühmt waren und erst nach ihrem tod bekanntheit erlangten.
das betrifft auch schriftsteller, musiker etc..
@innenstadt
sie schreiben:
"Gerade Konzeptkunst hat ja wenig mit Nachdenken zu tun, nunja der Name suggeriert etwas anderes.
Konzeptkunst ist ja wohl etwas anderes, als einfach ein Konzept für ein Kunstwerk zu haben.
Das Konzept ist doch eher eine unausgereifte Idee, welche in eine Form gepresst wurde.
Zu Medienkunst kann ich leider nicht viel sagen, weil es ja kein Stilbegriff ist. Es klingt modern, sagt aber nichts über Kunst, außer dem, das es mit/auf neuen Medien geschiet.
Zur Medienkunst, für die ich mal ernsthaft interessierte, kann ich nur sagen, daß sie die Erwartung nicht erfüllte, die ich mir damals durch die neuen Medien erhoffte. "....
--
bei all dem was sie schreiben ,sehe ich leider keine greifbaren aussagen.
für mich sind das alles nur allgemeinpätze...
---
innenstadt: " Zur KHM und ZKM kann ich sagen, daß es Jahre gebraucht hat, bis die Künstler begannen das Medium an sich auch zu nutzen.
"
---
die entwicklung der medienkunst entwickelte sich parallel zur technik. ...in den anfängen hatte auch nicht jeder einen leistungsstarken rechner , geschweige denn internetanschluß...
die ars electronica gibt es immerhin schon seit ende der siebziger jahre, damals war es auch nicht so leicht möglich an die entsprechenden programme zu kommen... zb 3d programme wie softimage , alias wavefront power animator, die anfang der 90er zu den profiprogrammen zählten, konnte man sich nicht so einfach wie heut mal eben im internet runterladen... ähnlich sahs mit den professionellen audioprogrammen aus wie cubase, pro tools, sounddesigner etc... und um seine videos zu schneiden gab's auch kein after effects und kein final cut pro , da mußte man früher noch schön alles am mischpult per hand bearbeiten...das war alles mit immensen kosten verbunden .
das ist heute um ein vielfaches leichter geworden, so dass zb auch die teilnehmerzahl am wettbewerb der ars elelctronica von einigen wenigen auf einige 1000 gestiegen ist, allein dieses jahr haben mehr als 4000 künstler daran teilgenommen.
aber trotzdem ändert das alles nicht an der tatsache, dass die masse mit ihren ansichten immer jahrzehnte zurück ist.
und ich denke, das habe ich am beispiel kunst auch ausreichend dargelegt.
aber trotzdem ändert das alles nicht an der tatsache, dass die masse mit ihren ansichten immer jahrzehnte zurück ist.
und ich denke, das habe ich am beispiel kunst auch ausreichend dargelegt.
1. Sowohl SPD als auch CDU gehen mit den Linken, wobei es keine Rolle spielt auf welcher Ebene man mit einander geht.
2. Beide Parteien verteufeln die Linke,benutzen diese jedoch wenn es um den Machterhalt geht.
3. Der einfache Wähler kann dieses Verhalten,welches wie vor beschrieben nicht nachvollziehen, ja nimmt dies auch als verlogen wahr.
4. Alle gewählten Parteien sind koalitionsfähig, übrigens auch die Rechten, da durch Wahl demokratisch legitimiert.
Aus diesem Grunde braucht keine Partei darzulegen, inwieweit sie mit einer anderen Partei gehen oder nicht gehen will. Es macht einfach keinen Sinn, zumal die Positionen von einem auf dem anderen Tag grundlegend ändern können.
Die Linkspartei selber ist eine einwandfreie demokratische Partei innerhalb des politischen Spektrums der BRD.
Liebe Kinder, könnt ihr mal bitte wieder zum Thema kommen?
Herrje, wo sind nur die Moderatoren, wenn man sie mal braucht??
Paging