Die ganze Konfusion der SPD im Umgang mit Lafontaine und seiner Linken zeigt sich an der Frage der Kooperation: Mal dafür, mal dagegen, im Osten ja, im Westen vielleicht; wenn ein sozialdemokratischer Ministerpräsident gewählt wird, ja, mit einem Linken-Regierungschef nein; bei der Bundespräsidentenwahl ja, bei der Bundestagswahl nein.
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Für welche sinnvollen Dinge hätten die Sozialdemokraten all die Zeit nutzen können, in der sie diesen ausgeklügelten Katalog entwarfen, von dem nicht mal weiß, wie lange er gilt.
Selber schuld, SPD?
Eine gängige Erklärung für Lafontaines Comeback besagt, dass Schröder ihn mit seiner Politik erst als Gegner groß gemacht habe. Richtig daran ist, dass es Lafontaine als Linken-Chef heute ohne die Agenda 2010 nicht gäbe.
Falsch daran ist, dass es dem Land insgesamt heute ohne die Agenda 2010 besser ginge. Wer das Argument zu Ende denkt, Schröder selbst habe seinen Widersacher wieder aus der Versenkung geholt, der sagt auch, es hätte keine Reformpolitik geben dürfen.
Die PDS existierte bereits ohne Lafontaine. Auch die WASG gründete sich ohne ihn. Der ruhelose Privatier machte beide Parteien erst viel später zu seinem Vehikel und die Politik Schröders zur Projektionsfläche für seine persönliche Rache.
Die letzten Jahre trieb er dann nahezu ungehindert die SPD und die große Koalition insgesamt vor sich her und malte von sich und seiner Partei das Bild einer Opposition, die mit Druck von außen mehr erreicht, als ihr als Teil einer Regierung je möglich wäre, was sogar stimmt´.
Und nun die ganz große Krise - und eine bemerkenswerte Entwicklung: Plötzlich wächst die Erwartung in die Politik. Plötzlich ist an den Werkstoren von Opel zu hören, die Regierung werde sich schon was einfallen lassen.
Dieselben Arbeiter hätten vor einigen Monaten vielleicht noch als Kronzeugen gegen die Koalition, ziemlich sicher aber gegen die unsoziale Politik der SPD getaugt. Und jetzt plötzlich sind dieselben Politiker die letzte Hoffnung.
Niemand weiß, ob sie dieser Erwartung gerecht werden. Genau so, wie niemand weiß, wie groß die Krise noch wird, wie viele Fälle Opel noch kommen.
Aber eines wird man auf den Tag genau zehn Jahre nach dem spektakulären Abgang von 1999 schon sagen dürfen, in aller Zuspitzung, die Lafontaine selbst so liebt: ein Glück, dass er nicht regiert.
Man wüsste ja nicht, ob er diesmal bliebe.
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(SZ vom 11.3.2009/bosw/odg)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Woran soll er Schuld haben.Er hat die globale Krise nicht herauf geschworen und hat nicht Lafontaine nicht vor Jahren davor gewarnt,dass es zu einer Krise kommen wird.Doch keiner hörte auf Ihm.Jetzt einfach sagen er hätte Schuld ist nicht gerecht.Was auch in der Vergangenheit geschehen war,schon damals unter Schröder hatte er davor gewarnt.Und doch ist die Agenda 2010 gekommen.Ein Allheilsbringer war es nicht,denn die Menschen,bzw.die Wähler wurden verdummt und in die Armut gezwungen.Die machte die CDU im Jahr 2005 weiter und das mit einer SPD in der großen Koalition.Die Armut in Deutschland ist in den letzten drei Jahren rapide gestiegen und ein Ende ist nicht in Sicht.Jetzt klagt Lafontaine das an,was Oskar Lafontaine schon Jahren mokiert hatte.Hier haben andere Politiker mehr Schuld an dieser Misere,als der Herr Lafontaine von der Linken.Die globale Banken-und Finanzkrise kam aus Amerika und breitete sich dann Weltweit aus.Und damit hat Oskar Lafontaine nichts zu tun.Außerdem hilft es keinen Arbeitnehmer,wenn sich die Kommentatoren das Maul zerreißen.In Anbetracht der Fakten wäre es Hilfreich,wenn sich diese Leute um Lösungen kümmern würden,denn die Regierung schafft keine Tatsachen,sondern nur einen weiteren Debakel. Das sind meine Ansichten und meine Meinung zu diesem Artikel.
Wenn Sie ein wenig von der Geschichte kennen (sollten), dann vergleichen Sie die Franken nicht mit den Baiern!
Wir wurden zwar von knapp über 200 Jahren okupiert, aber deshalb sind wir nicht auf deren (durchschnittlichen) IQ gesunken.
Aber es bleibt dabei : Der Napi von der Saar HAT das Saarland kaputt gemacht. (Ende)
Vergleichen Sie bitte hierzu Hans Werner Sinn (auch Schwach-Sinn genannt), ehem. im Aufsichtsrat der Hypo Vereinsbank, und seine Äußerungen zur HRE. Vielleicht bewirkt das ja einen Impuls im Oberstübchen. Aber bitte nicht erschrecken, wenns funkt.
vertiefen sie nicht die dunkleheit mit ihren psychotherapeutischen ratschlägen für die s p d sonder hören sie auf andre heller :
Sie Poet
benütz die Sprache als ein Federbrett,
spring einen Salto in die Alphabete,
zieh jeden Satz wie eine Flagge hoch.
Sei Poet,
nicht Schaf im Wolfspelz für ein Schattenspiel,
nicht Winterkleid für all die dünnen Phrasen,
die jedermann zu jedermann an jedem Tag erzählt,
Dann kannst Du Gärtner der Träume sein,
hurra!
Und kannst Kalif von Bagdad sein,
hurra!
Mehr will ich nicht von dir,
Mehr will ich nicht von dir,
Sei Poet,
Den innern Erdteil sollst Du projizieren
mit magischen Laternen und mit Spiegeln,
die man für zwei Kometen überall erhält.
Und warum muss ich mich jetzt bis auf Seite 53 wieder muehsam vorarbeiten?
Was fuer ein Schwachsinn, liebe SZ.
Paging