Der Finanzminister a.D. wird von seiner Partei im Zuge der Griechenland-Krise wieder ins Rampenlicht geschoben. Steinbrücks Part: das schwarz-gelbe Kabinett blass aussehen zu lassen.
Im theatralischen Repertoire des Parlamentarismus zählt zu den schönsten Inszenierungen der Rückzug auf die hintere Bank. Dem geschlagenen Spitzenpolitiker gibt das nach verlorener Wahl noch einmal Gelegenheit, dem Wähler zu demonstrieren, was er angerichtet hat.
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Vom Minister zum Hinterbänkler zum Kanzlerkandidaten? Peer Steinbrück im Bundestag. (© Foto: dpa)
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Für Helmut Kohl markierte die Zeit als Hinterbänkler den Übergang in den Ruhestand, für Joschka Fischer in den profitableren Teil seines Erwerbslebens. Es gibt noch eine dritte Variante.
Peer Steinbrück, einst Finanzminister sowie Bankenretter und heute einfacher Abgeordneter, macht Anstalten, sie auszuprobieren: die Rückkehr in den aktiven Dienst.
Nach der Bundestagswahl konnte man darüber streiten, ob es eher Steinbrück war, der sich seiner nach links rückenden SPD schämte oder es doch eher die SPD war, welche die Erinnerung an Merkels treuen Finanzminister verdrängte. Das ist vorbei. In Zeiten der Griechenland-Krise besinnt sich die SPD auf ihren alten Rettungsfachmann, schiebt ihn gar ins Rampenlicht.
Zusammen mit Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier durfte er in einem Aufsatz der Bundeskanzlerin die Leviten lesen. Und Parteichef Sigmar Gabriel wollte in einem Interview ausdrücklich nicht ausschließen, dass Steinbrück nächster SPD-Kanzlerkandidat werden könnte. Ihm traue er jedes politische Amt sofort zu.
Bekanntlich traut Gabriel auch sich selbst jedes Amt sofort zu. Die warmen Worte über Steinbrück beweisen nur, dass er in ihm gerade keine ernsthafte Konkurrenz für die Kanzlerkandidatur sieht.
Steinbrücks Part ist es heute schlicht, die Figuren im schwarz-gelben Kabinett blass aussehen zu lassen. Der frühere Finanzminister hatte schon schwierigere Aufgaben zu lösen.
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(SZ vom 03.05.2010/gba)
Reiseknigge: Türkei
Zitat von ucr, 03.05.2010 11:29:28 :
"Lafo als studierten Physiker makroökonomische Kompetenz zuzuschreiben und Steinbrück als studiertem Volkswirt als Dampfplauderer ist ein weiteres Beispielhaft für die ideologische Verblendung und Überheblichkeit der Linken."
Bei diesen glasklaren Zusammenhängen zwischen der Studienrichtung und der fachlichen Kompetenz, stellt sich mir die Frage, was denn eigentlich der Professor Unsinn studiert hat? Insektenkunde?
Das Studium ist in erster Linie eine Sozialisationseinrichtung. Zählen tut, was hinten raus kommt: Der akademische Habitus. Mit Kompetenz hat es oft nur sehr wenig zu tun.
Die Variationen dieser stets mit dünner Faktenlage und reichlich Paranoia unterfütterten Analogien sind ja durchaus sattsam bekannt. Erstaunlich allerdings, dass in Ihrem Gemälde der "Kriegsgewinnler" dann die Schweiz so idyllisch wegkommt. Das ist neu und passt eigentlich nicht in die diesbezügliche Erzähltradition... Gibt's dafür Gründe?
der SPD statt den stark belasteten Steinmeier völlig zurückzuziehen, Steinbrück in dieReihe zu stellen.
Ob das wieder auszubügeln geht, wird sich herausstellen
Da wurde das Ende Steinbrücks szenisch dargestellt. nachdem er Waffengewalt eingesetzt hatte, Kavallerie und Peitsche gegen Nachbarn schickte, brach sein Land und seine partei zusammen. Der Film hieß "Der Untergang".
Oh, hab ich da was verwechselt. Hm - aber seine Partei ist doch untergegangen und seine Einstellung dem Frieden gegenüber habe ich doch auch zutreffend wiedergegeben, oder?
Der Mann, der Waffengewalt (Kavallerie) gegen unsere nachbarn schicken wollte, sie abwertend als Indianer beschimpfte und mit der Peitsche die europäische Nachbarschaft organisieren will, wäre vielleicht geeignet,. mit Verbalausfällen den Dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen, aber ansonsten ist dr so unfriedlich, dass er nicht mal mit der Schweiz in Frieden klarkommt. Und genau deswegen hat er auch gar keine Zeit zur Rückkehr. Nachdem er so martialisch herumgeredet hat, verdient er sein Geld nämlich heute bei einem der schlimmsten Kriegsgewinnler seit eh und je: Beim Rüstungshersteller Krupp-Stahl. So wird sein Kriegsgerede nachträglich belohnt. Und wann immer Afghansitan sich eskaliert, deutsche Waffen zur Tötung deutscher Soldaten oder afghanischer Zivilisten nach Afghanistan exportiert werden, es ist Steinbrück, der davon profitiert. Und so einer soll wieder Einfluss auf die Politik bekommen? Oh nein, der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem sowas kroch! Wehret den Anfängen! Stoppt Steinbrück im Interesse des Friedens in Europa und der Welt.
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