Trotz scharfer Kritik an den Anti-Terror-Vorschlägen des Bundesinnenministers will der SPD-Fraktionschef über Schäubles Ideen mit der Union sprechen. Von der Kanzlerin forderte Struck, Schäuble "an die Kandare" zu nehmen.

Über die vorbeugende Festsetzung potenzieller Gefährder "wird man reden können", sagte Struck am Montagabend in der ARD. Er kritisierte aber, dass Schäuble lediglich Ideen äußere, aber keine konkreten Gesetzesvorschläge unterbreite.

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Dessen Vorschlag, die Handy- und Internetnutzung durch solche Gefährder zu unterbinden, hielt Struck für nicht praktikabel. Dennoch werde die Koalition "auch darüber reden".

Grundsätzlich gingen ihm aber Schäubles Vorschläge viel zu weit, sagte Struck. Es gehe Schäuble um mehr Sicherheit und weniger Freiheit. Diesen Weg werde die SPD aber nicht mitgehen.

Struck verlangte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut, sie solle ihren Innenminister "mehr an die Kandare nehmen". "Die Führungskraft der Bundeskanzlerin ist gefordert", sagte Struck.

Er fühle sich durch den Vorschlag für das gezielte Töten von Terroristen an Amokläufer erinnert, sagte Struck. Dieser Vorschlag des Innenministers sei "absolut inakzeptabel".

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(dpa)