Aus den Reihen der SPD wird der Ruf nach Ex-Chef Franz Müntefering immer lauter - und die Hinweise auf seine Rückkehr verdichten sich.
Die Spekulationen über ein baldiges Comeback des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering auf der bundespolitischen Bühne in Berlin verstärken sich. Der ehemalige Vizekanzler werde im September seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter wieder in vollem Umfang aufnehmen, meldete die Rheinische Post unter Berufung auf die SPD-Bundestagsfraktion.
Franz Müntefering hat sich aus der Politik zurückgezogen, um sich um seine Frau zu kümmern. Steht der SPD-Politiker jetzt vor seinem Comeback? (© Foto: dpa)
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Ein Fraktionssprecher wollte zu dem Bericht allerdings keine Stellung nehmen. Müntefering war am 13. November überraschend von seinen Ämtern als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister der großen Koalition zurückgetreten, um seine schwer krebskranke Frau Ankepetra zu betreuen. Sie starb Ende Juli.
Erst am Donnerstag hatte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärt, Müntefering fehle der SPD. Müntefering sei zunehmend unzufrieden mit der Entwicklung der SPD, berichtete die Zeitung. Mit seiner Rückkehr verbinde sich in Teilen der Sozialdemokratie die Hoffnung auf ein stärkeres Eingreifen des 68-Jährigen bei der Bewältigung der derzeitigen Führungskrise der Partei. Das bestätigt auch ein Bericht der B.Z. Am Sonntag.
Demnach setzen SPD-Spitzenpolitiker von rechts bis links wieder auf Müntefering. Der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend sagte der Zeitung, er sei froh, dass Müntefering wieder nach Berlin komme. "Gerade in diesen für die SPD schwierigen Zeiten können wir einen erfahrenen Fahrensmann wie ihn bestens gebrauchen." Die Entwicklung in Hessen rücke die SPD weiter an den Rand und nicht in die Mitte der Gesellschaft. "Daran können wir vernünftigerweise kein Interesse haben."
Der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, sagte, Müntefering werde "als Urgestein von uns allen geschätzt, er hat viel mit der Seele der Partei zu tun". Zwischen Parteichef Kurt Beck, dem Fraktionsvorsitzenden Peter Struck und ihm werde sich etwas finden, das uns weiter bringt. "Er ist für die Partei eine Integrationsfigur und für viele Wähler einfach unverzichtbar."
Der Innenausschussvorsitzender Sebastian Edathy sagte der B.Z. Am Sonntag: "Franz Müntefering hat selbst angekündigt, als er die Pflege seiner Frau übernommen hat, dass damit nicht sein politischer Ruhestand beginnt." Müntefering könne einen Beitrag dazu leisten, das Stimmungstief der SPD zu überwinden.
Fraktionsvize Fritz Rudolf Körper bezeichnete Müntefering als wichtigen "Eckpfeiler für unsere inhaltliche politische Ausrichtung". Deshalb sei er froh, wenn Müntefering wieder an Deck komme und aktiv in die Politik eingreife.
Der Spiegel meldete derweil, Müntefering sei als Chef der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung im Gespräch. Eine weitere Amtszeit der seit 2003 amtierenden Stiftungschefin Anke Fuchs stoße bei Genossen in der Parteiführung auf Unbehagen. Der früheren Bundestagsabgeordneten werde vorgeworfen, die Stiftung mit zu wenig Schwung zu führen. Als Alternativ-Kandidat für die Wahl im Dezember werde von SPD-Linken der frühere Vize-Kanzler Müntefering ins Gespräch gebracht, wohl auch mit dem Hintergedanken, so ein Comeback des Alt-Genossen auf wichtigeren Positionen in der Partei-Führung zu verhindern.
Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse wird demnach als Kandidat genannt. Er habe intern bereits Interesse bekundet.
- Müntefering und die SPD Einer mit Autorität 01.08.2008
- Nach langem Leiden Ankepetra Müntefering ist tot 01.08.2008
(AP/bica)
Entschuldige bitte suedle mein Kommentar sollte auch nicht so verstanden werden Muente und durch,die jetzige Situation braucht praktisch die ruhige Hand und mit Demut meine ich
Staerke die Staerke des Aufbruchs und des verzichtens.Ich lasse mich auch gerne belehren wenn man mir 5 Menschen nennt von der SPD die jung sind und den Bundeskanzler stellen wollen??Ich glaube nicht das ein Herr Wowereit oder Gabriel ins
Kanzleramt gehoeren!Sarkozy und Wowereit als Spasskanzler,ich glaube die Lage ist viel zu ernst!Gabriel schafft nicht einmal sein Umweltministerium wie dann Kanzleramt??
Wenn ich mir so die deutsche Mentalitaet vorstelle waere am besten eine CDU/CSU
Alleinregierung Kanzleramt Merkel Vize Glos Verteidigung Beckstein Huber als Pressesprecher der oben genannten.
Dein Kommentar hat meiner Seele gut getan damit es so bleibt
As Lema,bes Lema le Bes Dein Tradycja
Müntefering ist nichts weiter als eine Verstärkung des rechten Flügels der SPD. Doch auch diese Verstärkung reicht nicht aus, die Sozialdemokraten weiterhin zu ducken. Die Zeiten des charismatischen Führungsversprechens eines Basta-Schröders sind vorbei.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein weiterer 2010er die Einigkeit der Partei wiederherstellen sollte. Dazu wären Erfolge nötig, die der Seeheimer Kreis und seine Trabanten aber nur für die privaten Karrieren und nicht für die Partei vorweisen können.
Plötzlich kann einer der "Hingeschmissen" hat, weil man seinen Generalsekretär nicht wählte, die Hoffnungsgestalt werden? Die SPD-Spitze macht Bocksprünge sondergleichen. Warum nicht Platzeck, der ist doch wieder gesund. Soll Müntefering vielleicht vorzeitige Bundestagswahlen organisieren? In Absprache mit Schröder und Köhler?
Beck hat Angst vor Muentefering,es muss heissenBeck macht den Weg frei fuer Muente
es ist fuer die SPD schon lange nach 12Uhr!Die SPD wird nur wieder Tritt fassen wenn das Urgestein Muente einige Stents legt,damit Sie nicht noch verblutet.Muente bestimmt wann er zurueckkommt,dadurch wird die Partei wieder Geschlossenheit zeigen,er gibt der SPD wieder ein Herz!Die Partei wird Ihm ohnen wenn und aber als Kanzlerkanditat mit 95%
fuer 2009 waehlen!Er wird die Dummschwaetzer zum schweigen bringen,damit die wieder
der Partei ordentlich helfen!Nachwuchskraefte aufbauen damit wieder junges Blut in den
Kreislauf kommt! Ehrlichkeit,Durchsetzunsfaehigkeit und Demut so koennte ein neuer Bundeskanzer 2009 aussehen?
Mein Segen hat er Euer Tradycja schoene Woche noch
Was hat Müntefering in den letzten Jahren für die SPD geleistet? Er hat die Agenda-Wende Gerhard Schröders bedingungslos unterstützt und gegenüber der SPD durchgedrückt, er hat die Kanzlerschaft eines Sozialdemokraten um ein Jahr verkürzt und so mit dafür gesorgt, dass es zur Großen Koalition kam; er hat die Rente mit 67 eingeführt und damit Tausende aus der SPD getrieben; er hat die Reklame für die Privatvorsorge perfektioniert; er hat über Heuschrecken geredet und damit den Paravent geschaffen, hinter dem die Heuschrecken mit Steuergeschenken gepflegt werden können und jetzt rufen sie nach ihm. Das kann man Todessehnsucht nennen. Das passt zu Gabriel. NDS
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