SPD-Chef Kurt Beck hat laut einer Umfrage bei den Wählern massiv an Zustimmung verloren, nur noch 19 Prozent sind mit ihm zufrieden. Doch auch die Union sackt ab.

SPD-Chef Kurt Beck hat einer Umfrage zufolge in der Wählergunst insgesamt und vor allem bei SPD-Anhängern massiv an Zustimmung verloren. Nach der am Wochenende vom Spiegel veröffentlichen Quartalsumfrage von TNS Forschung erklärten sich nur noch 19 Prozent aller Befragten mit der Arbeit des Parteivorsitzenden zufrieden. Im Januar seien es noch 34 Prozent gewesen, hieß es. Unter den SPD-Wählern erhalte Beck lediglich noch bei 36 Prozent Zustimmung - nach 62 Prozent im Januar.

SPD-Chef Kurt Beck, Umfragetief

Nur noch 19 Prozent sind mit der Arbeit von Kurt Beck zufrieden. (© Foto: ddp)

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Hingegen seien gut die Hälfte aller Wähler und 64 Prozent der SPD-Anhänger mit der Arbeit von Außenminister und Vize-Kanzler Frank-Walter Steinmeier zufrieden. Knapp zwei Drittel aller Deutschen wünschten dementsprechend eine wichtige Rolle für Steinmeier, nur 30 Prozent taten das für Beck. Auch in der Sonntagsfrage fällt die SPD weiter ab.

Allerdings büßt auch der Koalitionspartner CDU/CSU deutlich an Zustimmung ein, während die kleinen Parteien hinzugewinnen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union demnach auf 35 Prozent, was einen Rückgang um vier Punkte zur vorigen Umfrage bedeutet. Die SPD sackt auf 27 Prozent (minus zwei Punkte) ab.

Drittstärkste Kraft ist die Linkspartei, die um zwei Punkte auf 13 Prozent zulegte. Auch der Wunsch-Koalitionspartner der Union, die FDP legte zu. Mit plus vier Punkten kommen die Liberalen derzeit auf zwölf Prozent, was aber nicht für eine Mehrheit mit der Union ausreicht.

Die Grünen verbesserten sich demnach um einen Punkt auf zehn Prozent. Damit liegt das linke Lager bei insgesamt 50 Prozent.

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(Reuters/dpa/sonn)