Von Nico Fried

Trotz aller Durchhalteparolen kommt die SPD aus dem Umfragetief nicht heraus. Parteichef Beck schneidet sogar schlechter ab als Oskar Lafontaine.

Für Hubertus Heil war es eine Woche, die nicht zu den besten in seiner Zeit als SPD-Generalsekretär gehören dürfte. Am Montag zog er sich mit der Präsentation einer etwas undurchsichtigen Organisationsstruktur für den Wahlkampf 2009 parteiintern viel Unmut zu. In den Tagen darauf durfte der 35-Jährige in den Zeitungen lesen, dass es Zweifel an seiner Befähigung al s Wahlkampfchef der Sozialdemokraten gibt. Und am Freitag wartete mal wieder die undankbarste Aufgabe auf ihn, die einem SPD-Politiker derzeit zufallen kann: Hubertus Heil musste Optimismus verbreiten.

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(© Grafik: SZ-Grafik)

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Die SPD sei gewillt, sich "aus dem Keller herauszukämpfen", formulierte Heil. Auf dem Zukunftskonvent in Nürnberg am vergangenen Samstag sei unter den Genossen zu spüren gewesen, "dass es nach vorne gehen soll". Alle Flügel der Partei hätten "den Ernst der Lage erkannt". Solche oder ähnliche Parolen verbreiten führende Sozialdemokraten zwar schon seit langem, bislang allerdings ging es immer weiter in die Gegenrichtung. Die jüngsten Umfragen von zwei Meinungsforschungsinstituten waren in dieser Hinsicht überaus deutlich.

Auf 20 Prozent war die SPD nach Erhebungen des Meinungsinstituts Forsa abgerutscht. In der ARD lag sie mit 24 Prozent zwar noch darüber, aber doch unübersehbar in einem für die Sozialdemokraten erschreckenden Abwärtstrend. Es gebe ja einige, die schon das Totenglöckchen läuteten, analysierte Heil durchaus zutreffend. Er aber freue sich schon auf deren Gesichter, wenn am Wahltag abgerechnet werde.

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