Statt des Parteiausschlusses hat sich die Bochumer SPD lediglich zu einer Rüge für Wolfgang Clement entschlossen. Doch auch dagegen will der Ex-WIrtschaftsminister jetzt vorgehen.
Wolfgang Clement wird im Parteiordnungsverfahren gegen die Rüge der Schiedskommission im SPD-Unterbezirk Bochum Widerspruch einlegen: "Mir wird hier das Recht auf freie Meinungsäußerung verwehrt. Das ist nicht zu akzeptieren", sagte Clement der Süddeutschen Zeitung.
Glück gehabt: Wolfgang Clement darf in der SPD bleiben. (© Foto: dpa)
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Die Schiedskommission hatte den früheren Bundesminister erwartungsgemäß gerügt, da er gegen "die innerparteiliche Solidarität" verstoßen habe. "Ich werde Berufung vor der Landesschiedskommission einlegen", so Clement. Dabei werde er auch "Otto Schily zu Rate ziehen." Er gehe davon aus, so Clement weiter, "dass die Rüge dort aufgehoben wird".
Auch ein Sprecher des Ortsvereins Bochum-Hamme, der Clements Ausschluss gefordert hatte, kündigte an, gegen die Entscheidung beim Landesschiedsgericht vorzugehen.
Das Gremium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass eine Rüge gegen eine so herausragende Persönlichkeit bislang einzigartig in der SPD, aber unbedingt nötig gewesen sei. Das Gremium sei zu der Einschätzung gekommen, dass sich die Aussagen Clements auf das Wahlergebnis in Hessen ausgewirkt hätten.
Clement, der 2005 aus der Bundespolitik ausgeschieden war und unter anderem bei RWE im Aufsichtsrat sitzt, hatte in der Endphase des hessischen Wahlkampfes die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wegen ihrer Energiepolitik indirekt als nicht wählbar bezeichnet. Führende SPD-Politiker wie Fraktionschef Peter Struck hatten daraufhin Clement den Parteiaustritt nahegelegt und auch einen Ausschluss ins Gespräch gebracht.
Auf Antrag von acht Ortsvereinen und zweier Unterbezirke hatte die SPD ein Parteiordnungsverfahren gegen den 67-Jährigen eingeleitet, das nach den Statuten als härteste Maßnahme den Parteiausschluss vorsieht. Clement war 1970 in die Bochumer SPD eingetreten.
(Reuters/AP/cag)
Freundschaft zwischen den Geschlechtern
sind vor allem die Positionen und der auf demokratische Kultur und auf innerparteilichen Pluralismus verzichtende Führungsstil dieser linksradikalen Ypsilanti. Gerade in Hessen ist zu erleben, dass dieser nach links verrutschten SPD die Wähler der Mitte inzwischen schlicht egal sind.
CLEMENT IST EIN VERSA...R manche würden auch einfach Loser sagen. Wahlen gewinnen konnte er nur als er unter Rau noch in der 2. Reihe zu finden war. Als MP von NRW hat er der SPD ein minus von 4 % eingebracht, um dann nach seinem Wechsel in den Bund mit seiner tollen Arbeitsmarkt und Wirtschaftspolitik seinen Nachfolger und Parteigenossen STeinbrück ebenfalls die Opposition einzubrocken. Man stelle sich vor Schröder wäre 2005 nicht mehr angetreten. Clement hätte vermutlich der SPD schon damals satte 25% eingebracht...
(Fast der gleiche Wortlaut wie vorhin) sagen Sie mir bitte wenn hier was zensurfähig ist.
Sie haben einen eigenartigen Sinn für Realität, wenn Sie Ypsilanti die Schuld an der verlorenen BTWahl 2005 geben. Das haben Schröder, Clement und Co. ganz allein geschafft, sie haben letztlich der Linken massiv Auftrieb verschafft, mit einer Position die in der SPD von vornherein massiv umstritten war. Ypsilanti die Schuld zu geben ist einfach abenteuerlicher Unsinn!
Es tut wohl weh.
Wieso wurde mein Kommentar gelöscht, ich habe niemanden beleidigt und nur Fakten aufgezählt. mein zweiter kOmmentar wurde gar nicht erst eingestellt. Zensur??
Paging