Zum Beginn des Superwahljahres attackiert SPD-Generalsekretär Hubertus Heil die Union. CDU-Chefin Merkel verhalte sich in der Krise "ideenlos".
Die SPD verschärft den Ton gegenüber den Koalitionspartnern CDU und CSU. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil attackierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Politik in der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise scharf. "Eigene Ideen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise hat sie offenbar nicht", sagte er der in Hannover erscheinenden Neuen Presse.
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SPD-Generalsekretär Hubertus Heil (© Foto: dpa)
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"Frau Merkel hat ja schon oft ihr politisches Verhalten mehr auf die öffentliche Wirkung als an ihrer Überzeugung ausgerichtet. Das trägt Züge opportunistischen Verhaltens."Heil kritisierte auch Merkels Umgang mit der CSU und deren Vorsitzenden Horst Seehofer.
"Offensichtlich ist Frau Merkel nicht in der Lage, Führungsverantwortung wahrzunehmen, wenn es gilt, das irrlichternde Verhalten von Herrn Seehofer in den Griff zu bekommen."
Grüne: Merkel schlechte Krisenmanagerin
In der Passauer Neuen Presse griff Heil Seehofer wegen seiner Forderung nach schnellen Steuersenkungen auch direkt an. Er verglich ihn dabei erneut mit Linksparteichef Oskar Lafontaine. Beide forderten Dinge, "die letztendlich die Handlungsfähigkeit des Staates gefährden und den Staat noch weiter in die Schuldenfalle treiben würden", sagte Heil.
"Beide sind politische Spieler und Verantwortungsflüchtlinge. Beide passen nicht in eine Zeit, in der eine Politik der Verantwortung und des Augenmaßes gefragt sind."
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast warf Merkel schlechtes Krisenmanagement vor. "Wir erleben gerade einen eklatanten Mangel an Führung", sagte sie der Berliner Zeitung. "Wir rauschen auf eine schwere Wirtschaftskrise zu, aber niemand hat das Steuer in der Hand."
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bekäftigte unterdessen die CSU-Forderung nach Steuersenkungen. "Mein Vorschlag, die Lohn- und Einkommensteuer zu senken, verbindet das kurzfristig Notwendige mit dem langfristig Sinnvollen", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Sie stärkt im konjunkturell bestmöglichen Zeitpunkt die Binnennachfrage und ist zugleich strukturell überfällig."
Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) wies die Kritik zurück, dass Steuerentlastungen nicht schnell genug wirkten. "Wenn wir die Steuern senken, ist das Geld zwei Monate nach Verabschiedung des Gesetzes bei den Menschen", sagte er der Zeitung.
(dpa/odg)
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Man muss Hubertus Heil nicht unbedingt lieben. Das geht ja schon grundsätzlich nicht bei Generalsekrtären. Aber hier hat Hubertrus Heil Recht! In allen Punkten!!!
Von Heil (SPD) hätte ich solche starken Worte gegen den Partner CDU(Merkel) nicht erwartet.
Aber wie schon gesagt Deutschland ist im Wahljahr darum sollte man diesen opportunistischen Worten von Heil keine Bedeutung geben.
Diese Zwangsehe scheint der SPD aber gefallen zu haben denn wenn es nach Steinbrück und Steinmeier geht wird dies nach der Wahl fortgesetzt.
Also Herr Heil nicht so weit aus dem Fenster hängen vielleicht brauchen Sie noch den Partner bei 15%nach der Wahl.:))
... denn Merkel ist doch nur noch damit beschäftigt, ihren Finger in den Wind zu halten, und mit der wechselnden politischen Windrichtung auch ihre Meinung zu verändern. Sowas nennt man eben Opportunismus.- Einfach nur profillos, diese Frau !!!
Seitdem wieder Münte das Sagen bei der SPD hat, hat Heil nix mehr zu melden !
Denn Münte hat seinen eigenen Mann installiert !
Nun - ich dachte Heil wäre weg vom Fenster - indem er irgendein Quatsch verzapft,
will der demosntrieren, daß er noch da ist und was zu sagen hat !
Man kann zur SPD stehen wie man will, aber im Moment fehlt jegliches Profil und daran sind eben vor allem die mehr als schwachen Personen schuld. Ob das in diesem Fall Heil ist oder noch einige Ligen darunter die Bundesdrogenbeauftragte Frau Bätzing, um die z.Zt. gößten Schwätzer zu nennen. Die SPD sollte wirklich mehr auf Qualität achten bei der Auswahl ihrer öffentlichen Repräsentanten.
Paging