SPD-Generalsekretär Heil wirft Kanzlerin Merkel Profillosigkeit vor, Parteichef Müntefering verrät, mit welchem Thema die SPD künftig punkten will.
Die SPD hat nach der Wahlniederlage in Hessen die Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen. "Frau Merkel steht für programmatischen Nebel. Sie ist nicht in der Lage, unserem Land die notwendige Orientierung für das kommende Jahrzehnt zu geben, sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil dem Hamburger Abendblatt.
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Seit Ende 2005 SPD-Generalsekretär: Hubertus Heil (© Foto: dpa)
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Der Generalsekretär warf der Union Profillosigkeit vor und betonte: "Bei Frau Merkel ist es ja so: Jeder glaubt sie zu kennen, aber keiner weiß wirklich, wofür sie steht."
In der Bundesregierung gebe Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) "den Takt vor", sagte Heil. Er sei froh, "dass angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage auch Sozialdemokraten wie (Finanzminister) Peer Steinbrück und (Arbeitsminister) Olaf Scholz Verantwortung tragen. Allein mit (Wirtschaftsminister Michael) Glos und Merkel wäre diese Krise nicht zu bewältigen."
Müntefering: Kein Spielraum für weitere Steuersenkungen
Heil zeigte sich zuversichtlich, dass der SPD ein erfolgreiches Superwahljahr bevorstehe. "Ich habe das Gefühl, 2009 ist viel drin für die Sozialdemokratie, zumal derzeit alle Parteien angesichts der Finanzkrise sozialdemokratisch reden", sagte er. "Wir haben alle Chancen, bei allen Wahlen in diesem Jahr stärker abzuschneiden als beim letzten Mal."
Die Bundestagswahl sei völlig offen, betonte Heil. "Wir haben das Potenzial, stärkste Fraktion im Bundestag zu werden und Frank-Walter Steinmeier zum Bundeskanzler zu wählen."
SPD-Chef Franz Müntefering erteilte neuen Forderungen nach weitgehenden Steuersenkungen eine Absage. "Der Spielraum ist ausgereizt mit dem, was wir im Konjunkturpaket II machen", sagte Müntefering der Hannoverschen Neuen Presse.
Zwar werde es sicher auch in der nächsten Legislaturperiode wieder eine Steuerreform geben, "ich sehe aber keinen Spielraum mehr für allgemeine Steuersenkungen". Wer dies gleichwohl verspreche, "betreibt Augenwischerei", kritisierte der SPD-Chef und meinte damit indirekt die FDP. "Der Staat wird - gerade angesichts der Wirtschaftskrise - nicht dauerhaft verzichten können".
Müntefering kündigte an, die SPD wolle im bevorstehenden Bundestagswahlkampf das Ziel einer solidarischen Gesellschaft zum Schwerpunkt machen. "Wir wollen organisierte Solidarität, gerade unter den Bedingungen der Finanzkrise", hob er hervor.
Die SPD werde in ihrem Regierungsprogramm "beantworten, wie wir Wohlstand in Deutschland auf hohem Niveau, sozial gerecht, ökologisch vernünftig und dauerhaft erhalten", kündigte Müntefering an.
(dpa/AP/odg)
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Herr Heil säße ja an der richtigen Stelle, um Vorreiter für Prinzipien zu werden. Nur bei der CDU wird er die Prinzipien nicht finden, die aus seiner Partei wieder ein echte SPD werden lassen. Hat ihm das noch keiner verraten? In der CDU-Zentrale wird über seine Vorwürfe sicher herzlich gelacht. Das soll ja wenigstens gesund sein.
..aber er wirkt schon recht arrogant! Niebel ist fuer meinen Geschmack auch ok (er sagt halt die falschen Sachen), aber Pofalla finde ich so ekelhaft, der koennte sogar das Richtige sagen und es huelfe ihm nicht.
Haben Sie die Bonner Runde am Sonntag gesehen?
Bei Vergleichen mit Pofalla, Niebel und Guttenberg schneidet Hubertus Heil eindeutig am Besten ab. Oder findet jemand einen von den Erstgenannten besser?
...kaempft man sich durch die Schaumberge. Aber manchmal ist es ja auch echt witzig, wenn sie zB Andersdenkenden "Geifernder Hass gegen Andersdenkende" vorwirft.
Seien sie also ein bisschen nachsichtig!
Aber so kennt man sie auf der ganzen Welt.
Paging