Für ihren Widerstand gegen die Pläne Andrea Ypsilantis, sich mit Hilfe der Linken zu Hessens Ministerpräsidentin wählen zu lassen, erntete SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger massive Kritik aus der eigenen Partei. Nach SZ-Informationen gibt es auch drei Monate später noch Versuche, Metzger aus der Landtagsfraktion herauszulösen.
In der hessischen SPD gibt es weiterhin Versuche, die Abgeordnete Dagmar Metzger aus der Landtagsfraktion herauszulösen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist Metzger aus der Spitze des SPD-Landesverbandes angeboten worden, 2009 für den Bundestag zu kandidieren. Nach Angaben aus der Hessen-SPD stellte ihr Norbert Schmitt, Generalsekretär des Landesverbandes, kürzlich in Aussicht, im Wahlkreis Odenwald antreten zu können.
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Hessische Rebellin: Die SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger (© Foto: dpa)
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Die Darmstädter Abgeordnete hatte im März angekündigt, der hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti die Stimme zu verweigern, sollte diese versuchen, sich auch von der Linken zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Seither ruht Ypsilantis Plan, eine von der Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden.
Ohne Metzger verfügen SPD, Grüne und die Linke im Landtag über die Mehrheit von nur einer Stimme. Manche in der Hessen-SPD halten es aus Angst vor weiteren Abweichlern für zu riskant, mit diesem Vorsprung einen neuen Anlauf zu wagen. Über diesen wird in der Partei jedoch intensiv nachgedacht.
Bei der Wahl 2005 hatte im Odenwald die damalige Abgeordnete Erika Ober kandidiert und den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Da sie im nächsten Jahr Landrätin werden will, ist der Wahlkreis frei. Metzger lehnt eine Kandidatur jedoch ab. "Ich kandidiere nicht für den Bundestag. Ich bin gerade erst im Landtag angekommen und will dort auch die gesamte Legislaturperiode bleiben", sagte sie der SZ. "Dafür bin ich ja gewählt worden." Schmitt war am Freitag nicht zu erreichen. Die Hessen-SPD wollte das "Gerücht" nicht kommentieren.
Unklar ist, wie der Landesverband Metzger über die Landesliste hätte absichern wollen. Bei deren Aufstellung werden die beiden Bezirke Hessen-Süd und Hessen-Nord berücksichtigt; zudem das Verhältnis der Geschlechter. Um Metzgers Wahl sicherzustellen, hätte man sie auf der Liste vor prominenten Kandidatinnen wie etwa der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries platzieren müssen.
Nicht klar ist zudem, wie Ypsilanti aus einer Kandidatur Metzgers einen Vorteil hätte ziehen können. Der Bundestag wird erst im Herbst 2009 gewählt. In der Hessen-SPD aber wird überlegt, noch in diesem Jahr einen neuen Anlauf zur Regierungsbildung zu wagen. Sollte es dazu nicht kommen, rechnen dort viele mit Neuwahlen in etwa einem Jahr.
Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Ober sagte der SZ, sie habe "vernommen", dass man Metzger zur Kandidatin habe machen wollen. "Wir brauchen hier aber keine Kandidatin von außen, ganz gleich, welcher Couleur", sagte sie. "Das wäre überhaupt nicht zu vermitteln."
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(SZ vom 31.05.2008/aho)
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Hierzu möchte ich die Meinung des prominenten VW Mobbing Opfers Rainer Beutler hinweisen, die er bereits kurz nach der Hessen Wahl hatte. Er selbst war mit der Unabhängigen Bürgerbewegung (UB jetzt WIR Partei/ WIR Bürgerbewegung) zur Hessen Wahl angetreten und einen Achtungserfolg erreicht. Seinen Beitrag dazu findet man hier:
http://wir-partei.blogspot.com/2008/03/mobbing-auch-bei-der-hessen-spd.html
Nach Löschung meines letzten Beitrages frage ich Sie: Finden Sie, dass es guter journalistischer Stil ist, mit Formulierungen wie "Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung" zu operieren. ohne Namen und Hintergründe zu nennen ? Das bin ich bisher eigentlich nur von der Zeitung mit dem großen B gewöhnt.
..........weil ich ja die Ziele, die Frau Ypsilanti verfolgt, nicht mittragen will.
Also wäre es ehrlicher, aus der Fraktion auszuscheiden und sich entweder einer anderen Fraktion anzuschließen oder aber fraktionslos zu bleiben.
Mein Mandat würde ich auch nicht zurückgeben, zumal der in Aussicht gestellte "vordere Listenplatz" auf der SPD-Liste zur Bundestagswahl ja auch ein Rohrkrepierer sein kann, weil man noch nicht weiß, in welchem Umfang die Linke des SPD-Genossen Stimmen abnimmt.
Da würde ich auch sagen: Der Spatz in der Hand ist mir lieber als der Beck auf dem Dach.
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Das ist also Demokratie auf hessisch! Die Damen und Herren in Hessen haben also immer noch nicht begriffen, was passiert ist und warum ihre Partei bei der Wählergunst im freien Fall ist. Und dies, nicht weil man etwas bewegen will, Unsinn, man ist machtbesessen ohne die Fähigkeiten dazu zu haben. Ich nenne das , mit Verlaub, unheilbare Dummheit und billiges Intrigantentum.
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