Bei der heutigen Sitzung ihrer eigenen Fraktion sind die vier hessischen SPD-Abweichler nicht erwünscht - stattdessen sprachen sie im Fernsehen noch einmal Klartext.
In den eigenen Reihen sind Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Carmen Everts und Silke Tesch nicht mehr willkommen: Die hessische SPD-Landtagsfraktion trifft sich heute ohne die vier Abweichler zu ihrer wöchentlichen Sitzung. Brieflich waren die Abgeordneten am Montag gebeten worden, dem Treffen fernzubleiben - eigentlich wollten diese die Sitzung zu klärenden Gesprächen nutzen. Nun fügen sie sich der Ausladung, wie sie erklärten.
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Seit einer Woche im Zentrum der Aufmerksamkeit: Tesch, Walter, Everts und Metzger (von links) (© Foto: dpa (Archiv))
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Stattdessen nutzten sie das Fernsehen, um noch einmal ihre Sicht des Hessen-Debakels darzulegen. Eng beeinander sitzend konnte man am Montagabend die vier Abweichler im Studio von ARD-Talkmaster Reinhold Beckmann beobachten.
Der frühere hessische SPD-Vize Jürgen Walter nutzte die Gelegenheit erneut, um den Verbleib Andrea Ypsilantis an der Spitze des SPD-Landesverbands und der Landtagsfraktion zu kritisieren. Sie mache es damit dem neuen Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel schwer, bis zur Neuwahl des Landtags aus ihrem "Windschatten" zu treten, sagte Walter.
"Es hätte die Chancen von Thorsten Schäfer-Gümbel und damit der SPD erhöht, wenn sie mindestens eins der beiden Ämter aufgegeben hätte." Walter rechnet nach eigenen Worten damit, sein Landtagsmandat zu verlieren.
Der frühere stellvertretende SPD-Landesvorsitzende warf Ypsilanti erneut vor, sich früh auf eine von der Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung versteift zu haben. Der innerparteiliche Diskussionsprozess sei nicht ergebnisoffen gewesen.
Walter und drei Fraktionskolleginnen hatten wegen ihrer Bedenken gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken in der vergangenen Woche die Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin und damit eine Regierungsübernahme ihrer Partei verhindert.
"Lasse mich nicht kaufen"
In der Sendung beschuldigten sie Ypsilanti wie bereits in der vergangenen Woche, ihre wiederholten Einwände und Warnungen missachtet zu haben. Ypsilanti habe "durchregieren" wollen, sagte die Landtagsabgeordnete Carmen Everts. Sie habe auf die Abhängigkeit der Abgeordneten von ihrem Mandat spekuliert: "Das ist etwas, was mich fassungslos gemacht hat."
Ihre Kollegin Silke Tesch erklärte, sie habe "gebetsmühlenartig" in jeder Fraktionssitzung vorgetragen, welche Probleme sie bei einer Zusammenarbeit mit der Linken sehe. Etwa eine Woche vor dem Wahltermin habe Ypsilanti ihr den Posten einer Landtagsvizepräsidentin in Aussicht gestellt. Sie lasse sich aber nicht "kaufen".
Die Abgeordnete Dagmar Metzger, die sich schon im März Ypsilantis Vorhaben verweigert hatte, verglich die Stimmung bei einer damaligen Parteiratssitzung mit einem Tribunal.
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat unterdessen den Vorwurf zurückgewiesen, der neue hessische SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl sei ein Strohmann Ypsilantis. Im TV-Sender Phoenix sagte er, Ypsilanti sei "nicht mehr Ministerpräsidenten-Kandidatin, das ist Thorsten Schäfer-Gümbel."
In Thüringen sieht man die Zeichen
Dieser trete an, um zu gewinnen. "Das wird schwer, aber wir unterstützen ihn dabei", so Heil weiter. Er sei sicher, dass - egal wie die Wahl ausgehe - Schäfer-Gümbel eine wesentliche Rolle in der hessischen SPD spielen werde. "Das ist jemand, der hat viel Zukunft und viele Ideen. Er hat einen eigenen Kopf, er ist niemandes Strohmann", so der SPD-Generalsekretär. Er glaube, dass Schäfer-Gümbel "jemand ist, der durchaus das Zeug hat, die SPD in einen kräftigen Wahlkampf zu führen."
In Thüringen scheint man derweil aus dem hessischen Drama lernen zu wollen: Dort will sich die SPD vor der Landtagswahl 2009 vorab ausdrücklich nicht auf eine Koalition festlegen. "Wir schließen im Moment gar keine Koalitionsoption aus", sagte der thüringische Parteivorsitzende Christoph Matschie im Deutschlandfunk.
Bedingung für ein rot-rotes Bündnis in Erfurt sei aber, dass die SPD den Ministerpräsidenten stelle. Matschie bezeichnete es als Fehler, dass die hessischen Sozialdemokraten eine Koalition mit der Linkspartei vor der Landtagswahl ausgeschlossen hätten.
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(dpa/ots/ihe/gdo)
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Aha, so spricht also ein Politiker ohne eigenes Profil in der SZ und im Suedcafé.
Sie müssen es ja wissen.
Aber erstens habe ich der SPD nichts unterstellt und zweitens den Otto Wels zitiert gehabt, und der war nun einmal einer der großen und mutigen Vorsitzenden gewesen dieser großen und auch verdienten Partei in Deutschland mit einer großen Tradition auch der Freiheit, aber die Frau Ypsilanti hat mit Otto Wels wenig zu tun, in der Nachfolge Otto Wels sehe ich mehr die Frau Dagmar Metzger stehend, die hier von Anfang an einen höchst respektablen Kurs gehalten hat, sie verdient den Respekt, der einer freien Abgeordneten des Hessischen Landtags gebührt.Denn die Hessische Landesverfassung HV sagt dazu ganz eindeutig:
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IV. Der Landtag
Artikel 75
Der Landtag besteht aus den vom Volke gewählten Abgeordneten.
Wählbar sind die Stimmberechtigten, die das einundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben.[...]
Artikel 76
Jedermann ist die Möglichkeit zu sichern, in den Landtag gewählt zu werden und sein Mandat ungehindert und ohne Nachteil auszuüben.
Das Nähere regelt das Gesetz.
Artikel 77
Die Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes.
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Noch weitere Fragen dazu, werter @ Politiker, falls Sie jetzt aber etwas mehr wissen als vorher, dann wäre auch allen geholfen.Beste Wünsche dann auch noch für Ihre weiter Karriere als Politiker, aller Anfang ist bekanntlich schwer, aber es gibt auch Trost:
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben"
aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse, leider kein gebürtiger Hesse, trotzdem später dann noch Nobelpreisträger der Literatur geworden.
Leben Sie also...... wohl
selbstaendig
Werter User, Deine Kommentare sind nicht gut recherchiert und zeugen von einem
nicht ausgeprägten Wissen und können. Wen Sie der SPD Meinungsstark und Faktenschwach unterstellen, was ist dann erst die CDU ,bühende Gärten im Osten.
Sicher fehlt Ihnen diesbezüglich das nötige Wissen. Schade !!!!
in Deutschland leider, @ Donata.
Lagerdenken - Lagerwahlkampf.
Man sollte die Dinge so einfach sehen und erklären wollen, wie möglich, aber nicht noch einfacher.
Denn etwas Substanz ist nötig immer noch dabei und nicht nur reine polemische Parolen ohne Fakten.
Meinungsstark und Faktenschwach, das alte Lied.
Und das Unterschieben von unehrenhaften Motiven den anderen.
Otto Wels im Reichstag am 23. März 1933 dazu beim Ermächtigungsgesetz:
"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre aber nicht!"
selbstaendig
Na, da habe ich aber Glück gehabt, überhaupt noch Antwort erhalten zu haben. Spass muss sein. Was Sie aber zu "Respekt" sagen, ist - man sehe es mir nach - hoffentlich falsch verstanden worden. Losgelöst von der Einschätzung von politischen "Leistungen" einer Person:
- bei Ihnen dürfen also Menschen, die wie Sie sagen "ungenügend (6))" leisten, keinen Respekt erwarten? Das ist aber dann ein sehr schwieriger Menschenumgang.
Wo ich Sie nicht missverstehe, denn aus Ihrer politischen Neigung machen Sie ja keinen Hehl:
- ein politischer Gegner erfährt von Ihnen also keinen Respekt. Das möchte ich gerade dann so stehenlassen.
- ein politischer Gegner wird für seine freie Meinung von Ihnen verworfen. Oh lala.
Zum guten Schluss: Zu Ihrer Feststellung im letzten Absatz Ihres Kommentares:
"Was Ihre sonstigen Anweisungen betrifft, sofern sie Substanz haben so kann ich diesen mangels Dürftigkeit nicht folgen. " Tja, dieser überlegenen Formulierung samten ihres Inhaltes, kann ich in der Tat nicht folgen. Was es nicht Ihr Goethe?, du gleichst dem Geiste, den du begreifst ..
Meine Werteste, ganz herzlichst bedanke ich mich für die so fulminante Stellungnahme auf meinen Kommentar vom Vortage.
Leider ist dieser von Ihnen erstellte, sicherlich recht sorgfältig, Kommentar recht diffus, denn er verliert sich irgendwie ins Ungewisse.
Mein Frauenbild, das Sie so nett in Frage stellen, ist recht einfach geprägt, es sind Menschen mit denen ich auf Augenhöhe lebe. Ich beurteile, nicht verurteile wie das so gerne gemacht wird, die Frauen gerne nach ihren Taten und Handlungen, die letztendlich zu Respekt, gegenüber ihrer Person, durch mich erlangen. Achtung haben Frauen allemal, eben weil sie meiner Spezies, Mensch, angehören.
Nun heißt das im Falle Merkel und Schavan, dass ich vor diesen Frauen keinen Respekt habe, was übrigengens auf für einen Herrn Tiefensee gilt, um den Proporz zu wahren, denn die Leistung der vor genannten würde ich als sehr, sehr, dürftig einordnen und würde sie als ungenügend ( 6 ) beurteilen.
Was aber nun Frau Ypsilanti anbetrifft, so hat diese Frau meinen ungeteilten Respekt, ich würde ihr in jeder Beziehung als Führungskraft meine Referenz erweisen.
Was Ihre sonstigen Anweisungen betrifft, sofern sie Substanz haben so kann ich diesen mangels Dürftigkeit nicht folgen.
Paging