Die deutsche Politik muss alles tun, um Macht und Glaubwürdigkeit zurückzuerlangen. Das wird nur klappen, wenn Regierung und Opposition nicht taktieren - sondern gemeinsam agieren.
Es gibt in der Politik wie im normalen Leben unterschiedliche Zeiten. Es gibt Zeiten, da plätschert alles dahin. Dann gibt es Zeiten, in denen wird es ein bisschen spannender und aufregender.
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Sparen in Europa - Sparen in Deutschland. Drei Sparschweine vor dem Bundestag. (© Foto: dpa)
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Und dann gibt es - sehr selten - Zeiten, in denen geht es um viel, wenn nicht um alles. Genau darauf steuert die deutsche Politik in dieser Woche zu. Sie muss alles tun, um verlorene Glaubwürdigkeit und verlorene Macht zurückzuerlangen.
Das heißt: Regierung und Opposition müssen inmitten milliardenschwerer Euro-Rettungsaktionen den Beleg erbringen, dass sie im Duell mit den Spekulanten an den Finanzmärkten nicht nur reagieren, sondern auch handeln.
Die schwarz-gelbe Koalition muss es also, anders als bei der vorläufigen Griechenland-Rettung, in dieser Woche schaffen, nicht nur neue Bürgschaften durchs Parlament zu bringen, sondern dafür auch eine breite, parteiübergreifende Mehrheit zu gewinnen. Und die Opposition sollte nicht mit Tricks und Taktik, sondern mit Vernunft reagieren.
Man muss kein Anhänger großer Koalitionen sein, um zu erkennen: Ohne mehr Gemeinsamkeiten beim Kampf gegen die Euro-Krise und die Finanzmärkte werden alle Parteien in größte Schwierigkeiten geraten, weil sie den Deutschen sehr bald erklären müssen, wo überall gespart wird.
Das steht ebenfalls allen Parteien bevor: die schärfste Debatte seit Jahrzehnten um die richtigen politischen Prioritäten. In der CDU ist sie in vollem Gange, aber auch die anderen Parteien werden nicht verschont bleiben.
Der Druck durch die Schuldenbremse wird dabei fast alle Parteien zu etwas zwingen, was sie seit Jahren vermieden haben: Sie müssen Wertentscheidungen fällen und so ihr wahres Gesicht zeigen.
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(SZ vom 17.05.2010/ehr/odg)
Führungsstreit der Linken
Wenn sie die Politik komplett abschaffen, werden sie irgendwann sehr genau wissen, wozu es die gab. schneller als Sie denken. Und als Ersatz können sie dann mal goldene Türklinken polieren kommen, für Lau, bei Ackermann und Co. So viel menschenverachtung und Dummschwafel wie in den Vorstandsetagen deutscher Großunternehmen werden sie in keinem Parlament der Republik finden. Und wenn der Machtgewinn dieser Herrschaften weiter zunehmen sollte, dann werden Sie das auch hautnah erleben dürfen..
nachher 18:00 Phönix
Hauptsache billig, zeigt in einer guten Dokumentation, Gemüse in Spanien, Computer in China und Kleider in Bangladesh, daß unser Wohlstand auf der Versklavung von Wanderarbeitern gegründet ist.
Lidl und Co wären ohne das Elend der Produzenten nicht denkbar.
Daß wir dadurch unsere Arbeit velieren und dieser Wohlstand nicht nachhaltig ist, zeigt sich jetzt.
Schuldenmachen einfach verbieten - bei ohnehin unterfinanzierten staatlichen Aufgaben und viel zu niedrigen Einnahmen? Ein Witz! Das erinnert an das Titanic-Poster "Waldsterben verboten - gez. die Bundesregierung".
Die Schuldenbremse ist ein Schildbürgerstreich, siehe //tinyurl.com/34dqr3s
Der Button "Zum Artikel" in der Fotostrecke "Roland Koch: Der mit dem Feuer spielt" fuehrt faelschlicherweise hierher.
Nicht das erste mal dass ein solcher Fehler auftritt.
"Eventmanagerin von Ackermann und Co."
Sehr hübsch!
Paging