Großer Erfolg für die spanischen Behörden: Bei einer Razzia sind in der Nacht Mitglieder eines der aktivsten Kommandos der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden.

Mit einem großangelegten Einsatz ist der spanischen Polizei in der Nacht zum Dienstag ein schwerer Schlag gegen die baskische Untergrundorganisation ETA gelungen. Der Einsatz habe gegen drei Uhr morgens begonnen, berichtete das spanische Fernsehen. Das besonders aktive ETA-Kommando "Biskaya" sei dabei zerschlagen worden.

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Seit Jahrzehnten kämpft die ETA für ein unabhängiges Baskenland - den spanischen Behörden ist nun ein schwerer Schlag gegen sie gelungen. (© Foto: AP)

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Bei der Aktion wurden mindestens acht Verdächtige festgenommen. Unter ihnen sei auch der mutmaßliche Kommandochef Arkaitz Goikoetxea, einer der meistgesuchten Terroristen der ETA, wie die spanischen Behörden in Bilbao mitteilten. Der 27-Jährige war seit 2003 auf der Flucht.

Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA stufen die ETA als Terrororganisation ein. Im Juni 2007 kündigte die ETA eine gut ein Jahr zuvor vereinbarte Waffenruhe auf.

Das ETA-Kommando "Biskaya" gilt als eines der aktivsten der Organisation. Es wird für einen großen Teil der Anschläge der vergangenen Jahre verantwortlich gemacht, darunter für einen Autobombenanschlag auf eine Polizeikaserne, bei der im Mai ein Polizist getötet wurde.

Erst am Sonntag waren in beliebten Urlaubsorten in Nordspanien mehrere Bomben explodiert. Die Behörden schrieben die Anschläge, bei denen nur Sachschaden entstand und eine Frau verletzt wurde, der ETA zu. Zunächst detonierte am frühen Morgen ein Sprengsatz vor einer Bank in der Stadt Getxo. In Laredo detonierte kurz nach Mittag ein Sprengsatz an der Strandpromenade, in Noja zwei Bomben am Strand und eine auf einem Golfplatz.

Laredo und Noja sind beliebte Badeorte, in Getxo leben viele Unternehmer. Im Sommer werden die Küstegemeinden vor allem von spanischen Touristen besucht. Am Sonntag waren die Strände jedoch wegen regnerischen Wetters weitgehend leer. Mit den jüngsten Anschlägen will die ETA offenbar den für Spanien sehr wichtigen Tourismus schwächen.

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(dpa/AFP/ihe/gdo)