Das CDU-Präsidiumsmitglied Hildegard Müller hat der Schwesterpartei vorgeworfen, ihr Rentenkonzept spalte die Gesellschaft in Familien und Kinderlose.
Müller sagte, ein Bonussystem, wie es die CSU vorschlägt verbessere nicht die Rentenbiografie von Müttern, die Kinder eziehen. Die Sozialpolitikerin sprach sich stattdessen dafür aus, Frauen mehr Versicherungsjahre anzuerkennen. Eltern hätten dann etwas davon, dass sie Kinder erzogen hätten. Ein geringerer Beitrag nützt den Frauen, die zu Hause sind, überhaupt nichts", sagte Müller.
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Viele kinderlose Frauen müssten eine solche Regelung wie im CSU-Konzept vorgesehen als Bestrafung auffassen. Schließlich gebe es viele individuelle Gründe für Kinderlosigkeit, betonte Müller.
Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer verteidigte dagegen das Bonus- Konzept für Familien in der Rentenversicherung. Die Pläne bedeuteten keine Spaltung der Gesellschaft in Familien und Kinderlose, sondern beseitigten eine große Ungerechtigkeit im heutigen Rentenversicherungssystem, sagte Seehofer. Auch das Bundesverfassungsgericht habe diese Ungerechtigkeit festgestellt. Die CSU stellt heute in München ihr Konzept vor.
Laut Seehofer besteht das Konzept aus zwei Hauptpunkten: erstens ein Rentenbonus bei der Beitragszahlung zur Rentenversicherung von 50 Euro pro Kind und zweitens eine so genannte Kinderrente, eine höhere Rente im Alter. Diese Neuerungen glichen einen "groben Nachteil" für Familien aus. Schließlich seien die Kinder von heute die Beitragszahler der Zukunft, betonte der CSU-Vize. Zudem will die CSU am gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren festhalten.
(sueddeutsche.de/dpa/AP)
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