Die Einigkeit der Europäer ist gemeinhin nicht die stabilste. Auf dem Sondergipfel zur Kaukasus-Krise zeigt die Europäische Union jedoch außenpolitische Reife.
Die Einigkeit der Europäer ist gemeinhin nicht die stabilste. Aber angesichts des Eskalationspotentials, das in der Krise um Georgien steckt, haben sie sich zusammengerissen. Anstatt dem Impuls nachzugeben, Russland abzustrafen, zeigt die Europäische Union außenpolitische Reife.
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Sie lässt Moskau nicht im Zweifel, was sie von seiner Machtdemonstration im Kaukasus hält und dass es mit seiner Anerkennung der abtrünnigen georgischen Provinzen nicht durchkommt. Zugleich aber halten die Europäer Russland die Tür zu Gesprächen offen.
Warum sich dieser von Paris und Berlin verfochtenen Linie auch die osteuropäischen Mitgliedstaaten anschlossen, brachte der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg lakonisch auf den Punkt: Sanktionen gegen Russland seien nichts anderes als "Selbstbefriedigung". Nun reist der französische Staatschef und gegenwärtige EU-Präsident Nicolas Sarkozy zum überraschend angesetzten Gipfeltreffen mit der russischen Führung. Im Gepäck hat er einen Beschluss, hinter dem die ganze EU steht.
Das ist mehr, als man noch vor Tagen erwarten konnte. Und dass Moskau den Vorschlag Sarkozys zu diesem Gipfel ohne Zögern aufgriff, zeigt, dass die russische Führung Gesprächs- und vielleicht sogar Verständigungsbedarf hat. Einen Fortschritt bei der Deeskalation wird es freilich erst dann geben, wenn Moskau seine Verpflichtungen einhält. Unter hohem politischen Risiko hatte Sarkozy den Waffenstillstandsplan ausgehandelt.
Nun wird er versuchen, die Russen zum Abzug aus jenen Gebieten zu bewegen, in denen sie nichts zu suchen haben. Erst eine erfolgreiche Mission wäre der Beweis dafür, dass europäische Einigkeit zu konkreten Resultaten führt.
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(SZ vom 02.09.2008/dmo)
Youtube-Hit aus USA
(Doch ich bin bluaMauritius.)
nglaublich waen die Nachrichten. Nicht glaubwürdig, und wenn glaublich, dann unglaublich. Was bildet sich Moskau ein, die vom Westen hochgerüsteten Georgier zu entmanteln und auseinander zu nehmen? Das gibt es doch gar nicht, wo doch der Nordatlantikpakt grade davor stand, in den Nordeurasischen Rünstungspakt umbenannt zu werden... #aber nun wird das wohl nichts mit der Moskau schräg angetragenen Rüstungspartnerschaft zum gemeinsamen Reibach aus dem neuen Koreaboúhm, pardon dem Georgienbuhm. Nachdem der Irakkrieg sich ausgebuhmet hat, muss ein neuer Kriegsschauplatz her. Aber Moskau nahm es persönlich. Diese Russen sind noch immer nichrt reif für die Plutokratie. Also so was, nee. -
Um es kurz zumachen:
Das läuft unter: Gelacht, gelocht und unter P, wie Papierkorb, abgelegt.
Der Russe muss vor soviel Ignoranz sicher verzweifeln.
"... Wer hätte das nach dem Getöse der vergangenen Tage (unter eifriger Mithilfe der verdächtig gleichgestimmten Presse ) für möglich gehalten ! "
Da gab es einen.
;-)
Siehe unter sueddeutsche.de
/politik/200/308148/text/?page=5#readcomment
vom 29.08.2008 10:50
Titel: "Es wird politisch selten so zugebissen,"
... Die EU-Polit-Koryphäen wollen mit solchen Wortblasen nur Zeit gewinnen , bis vielleicht eine neue Sau durch's Dorf läuft , auf das sich die Medien stürzen können . Zeit zum Vergessen ...
Am Gängelband (Nasenring passt auch...) der USA hat sich die EU schon genug blamiert , sie will sich nicht auch noch mit "Sanktionen" gegen Russland lächerlich machen .
Ich lach mich krumm. Was wären denn denkbare Sanktionen bei denen Rußland seine Politik ändern würde? Wovon redet denn die EU, wenn sie Sanktionen für später androht. Neimand spricht über die Details. Auch die SZ nicht. Weiß vielleicht ein Mitleser hier was?
Paging