In Somalia sind zwei ausländische UN-Mitarbeiter verschleppt worden. Die Hintergründe sind noch unklar.
Bewaffnete Milizionäre hätten zwei Mitarbeiter der Welternährungsorganisation FAO auf dem Weg in die Stadt Buale im Süden des Landes überfallen, sagte der örtliche Bezirkskommissar Ibrahim Noleye am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir glauben, dass sie als Geiseln genommen wurden."
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In die Gegend des Überfalls seien Sicherheitskräfte geschickt worden. Örtliche Stammesführer bestätigten die Entführung. Zur Nationalität der UN-Mitarbeiter wurden zunächst keine Angaben gemacht. Das UN-Büro in der kenianischen Hauptstadt Nairobi teilte mit, es gehe den Berichten über den Vorfall nach.
Vor anderthalb Monaten war der deutsche Entwicklungshelfer Daniel Bronkal im Norden Somalias entführt worden. Der Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe war bereits einen Tag später von örtlichen Sicherheitskräften befreit worden. Ende Januar waren drei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bei einem Bombenanschlag im Südwesten Somalias ums Leben gekommen. Die Organisation zog daraufhin ihr Personal aus dem Land ab, in dem seit 1991 Bürgerkrieg herrscht.
Tote bei Kämpfen
Erst am Wochenende waren bei Kämpfen während des Besuchs des äthiopischen Außenministers Seyoun Mesfin in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mindestens zehn Menschen getötet worden. Islamische Rebellen hätten den Präsidentenpalast mit schwerem Geschütz beschossen, berichteten Augenzeugen.
Als die Sicherheitskräfte des Palastes das Feuer erwidert hätten, seien zahlreiche Zivilisten auf einem nahe gelegenen Markt getötet worden. Ob es auch im Palast Opfer gab, war zunächst nicht bekannt. Eine Anwohnerin berichtete, sie habe Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen. Im Präsidentenpalast seien mindestens vier Geschosse eingeschlagen.
Mesfin hielt sich zu Gesprächen mit dem somalischen Präsidenten Abdulahi Jusuf in Mogadischu auf. Äthiopien hatte Anfang vergangenen Jahres den Sturz der in Somalia herrschenden Union der islamischen Gerichte militärisch unterstützt und hat dort weiterhin Truppen stationiert.
Der somalischen Übergangsregierung ist es bisher nicht gelungen, für Stabilität in dem von Chaos und anhaltender Gewalt geprägten Land am Horn von Afrika zu sorgen.
(AP/dpa/plin)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev