Fünf Tage vor der Schleswig-Holstein-Wahl haben sich die Ministerpräsidentin und ihr CDU-Herausforderer live und in Farbe beharkt. Der als steif verschriene Carstensen schnitt dabei erstaunlich gut ab.

Wenn das einzige Fernseh-Duell die schleswig-holsteinische Landtagswahl entscheiden würde, hätte Peter Harry Carstensen wohl bessere Chancen, als ihm die Umfragen verheißen.

Peter Harry Carstensen und Heide Simonis vor Beginn des TV-Duells (© Foto: AP)

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Im NDR-Fernsehen ging der groß gewachsene CDU-Herausforderer am Dienstagabend in die Offensive, wirkte mit Stimme und Statur dominant gegenüber SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis. Sie agierte weniger angriffslustig, Moderatorin Gaby Bauer bekannte nach der 45-minütigen Sendung "Paroli!" ihre Mühe, für gleiche Gesprächsanteile zu sorgen.

Simonis meinte nach dem nur mäßig unterhaltsamen Wortgefecht, sie habe die richtigen Argumente angeführt. Entscheiden müsse jetzt der Wähler. "Ich war sehr zufrieden", sagte Carstensen, der den Begriff des Streitgesprächs wörtlich nahm und Simonis öfter ins Wort fiel. "Ich hätte sogar noch mehr angreifen können und sollen."

Fünf Tage vor der Wahl attackierte der CDU-Spitzenkandidat die rot-grüne Koalition: Im Norden sei die Arbeitslosigkeit noch dramatischer als in anderen Ländern. Simonis hielt dagegen, es seien auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstanden.

Carstensen versprach eisernes Sparen und Bürokratieabbau. Oberstes Ziel sei es, für Wirtschaftswachstum zu sorgen und Arbeitsplätze zu schaffen. Rasch gerieten die Rivalen in Streit über Ursachen für Konjunkturflaute und Arbeitslosigkeit.

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