Silke Tesch will offen Kritik üben - und verweigert Andrea Ypsilanti deshalb ihre Stimme.
Silke Tesch fühlt sich innerlich zerrissen: Bei der ersten Probeabstimmung hat sie mit "Ja" gestimmt, heute verweigert sie Andrea Ypsilanti öffentlich die Stimme für die Wahl zur hessischen Ministerpräsidentin. Vielleicht, weil sich die Politikerin in letzter Zeit in der SPD-Fraktion weniger als Kritikerin denn als "Störerin" empfunden hat.
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Die Ähnlichkeit täuscht: Silke Tesch hat vollkommen andere politische Vorstellungen als Andrea Ypsilanti. (© Foto: Reuters)
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"Ich habe im Wahlkampf immer wieder gesagt: Nicht mit der Linken", erklärte Tesch auf der Pressekonferenz - in ihrem Wahlkreis sei sie immer wieder auf diesen "Wortbruch" angesprochen worden.
Tesch wurde 1958 in Dautphetal-Holzhausen an der hessischen Grenze zu Nordrhein-Westfalen geboren. Nach dem Realschulabschluss machte sie eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie unterstützte ihren Mann, als er sich mit einem Handwerksbetrieb selbständig machte, ließ sich zur Industriekauffrau ausbilden und brachte 1981 eine Tochter zur Welt.
Die 50-Jährige, die mit ihren schulterlangen braunen Haaren und der randlosen Brille ein wenig wie Andrea Ypsilanti aussieht, ist seit 1995 SPD-Mitglied. 2003 zog sie über die Landesliste in den Landtag ein, bei der letzten Wahl errang sie knapp das Direktmandat im Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Tesch ist Sprecherin der SPD-Fraktion für Mittelstand, Dienstleistungen und Handwerk sowie Stellvertretende Vorsitzende im Rechtsausschuss.
Die Abweichlerin begründet ihre Entscheidung auch damit, dass ihre Bedenken von der Fraktionsspitze "ignoriert und ausgeblendet" worden seien. Es sei ihr wichtig, offen ihre Meinung zu sagen und nicht in geheimer Wahl gegen Andrea Ypsilanti zu stimmen. Sie sei "nicht jemand, der verdeckt agiert und andere ins offene Messer laufen lässt".
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(sueddeutsche.de/liv/gba)
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Gestern habe ich im Hess. Fernsehen die Pressekonferenz ive gesehen und es ist schon erstaunlich, was nun für Dreckkübel auf den Häuptern dieser 4 entleert werden. Und das Ähnlichkeitsvergleiche angestellt werden, zeugt wirklich von Objektivität. Besonders vor Frau Dr. Everts kann ich nur den Hut ziehen.
Es war abzusehen, wie die Reaktion sein wird. Frau Tesch und Frau Everts wären wohl besser beraten gewesen, hätten sie den "Simonis-Effekt" gewählt.
Wer denkt eigentlich noch daran, daß Frau Ypsilanti ihr Wort gegenüber vielen, vielen SPD-Wählern gebrochen hat?
Jetzt sollte sie sich auch der CDU anschließen.
Jetzt versteht man auch die Sammelaktion von Koch. Für ein paar Flyer hätte auch die klamme Kasse der Hessen CDU noch gereicht.
Die gleiche Brille wie Y. hat sie sich ja schon vor Jahren gekauft.
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