Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution zur nuklearen Abrüstung angenommen - einstimmig. Die Entschließung war von US-Präsident Obama eingebracht worden.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Donnerstag einstimmig eine Resolution verabschiedet, die als Ziel die Abschaffung aller Atomwaffen ausgibt. Die Entscheidung ging auf eine Initiative von Barack Obama zurück, der als erster US-Präsident eine Sicherheitsrats-Sitzung leitete. Obama nannte die Resolution historisch. "Die Fähigkeit des Menschen zu töten" müsse eingegrenzt werden, sagte er.
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Der UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über die Resolution 1887 (© Foto: AFP)
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Auch die Regierungschefs der anderen im Sicherheitsrat vertretenen Nationen - darunter China, Frankreich, Großbritannien und Russland, die dem Gremium wie die USA ständig und mit Vetorecht angehören und allesamt selbst Atomwaffen-Staaten sind - nahmen an der Sitzung teil. In der Resolution erklärt der Sicherheitsrat "eine Welt ohne Atomwaffen" zu seinem primären Ziel.
Er ruft die Staatengemeinschaft auf, größere Anstrengungen gegen eine Weiterverbreitung von Nuklearwaffen, gegen die "Risiken von Atomterrorismus" und für die Abrüstung zu unternehmen. Obama sieht die Resolution als eine Bestätigung für seine Prager Rede, in der er im April seine Vision einer Welt ohne Atomwaffen formuliert hatte.
Die nukleare Abrüstung wird international von zwei Verträgen geregelt, dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) und dem Teststoppvertrag (CTBT). Beide waren zuletzt durch das Desinteresse der Nuklearmächte geschwächt worden. Insbesondere die USA hatten unter Obamas Vorgänger George W. Bush andere Prioritäten gesetzt. Die neue Regierung hat eine Kehrtwende eingeleitet. Sie betrachtet den NPT als zentrales Instrument der Abrüstung. Die Resolution ruft die Unterzeichner zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen auf.
Strikte Kontrolle
Dazu gehört, dass die Atomwaffenstaaten ihre Arsenale reduzieren. Atomar bewaffnete Staaten, die den NPT nicht unterschrieben haben - gemeint sind Indien, Israel und Pakistan -, werden zum Beitritt aufgerufen. Ferner ruft die Resolution die Atommächte zu Verhandlungen über einen Abrüstungsvertrag auf, dessen Bestimmungen "unter strikter internationaler Kontrolle" stehen sollen. Im April will Obama die Nuklearmächte zu einem Gipfel einladen, um weitere Schritte zu beraten.
Obama unterstrich seine Entschlossenheit, die Abrüstung voranzubringen, indem er versprach, den Teststoppvertrag CTBT zu ratifizieren, der die Zündung von Kernwaffen zu Versuchszwecken verbietet. Neun Nationen verhindern bisher, dass der CTBT in Kraft tritt: China, Indien, Pakistan, Ägypten, Indonesien, Iran, Israel, Nordkorea - und die USA. Die Amerikaner haben das Abkommen zwar 1996 unterzeichnet, der US-Senat hat es aber bis heute nicht ratifiziert. Obama will nun einen neuen Anlauf unternehmen. Dadurch würde der Druck auf die andere Staaten steigen, den CTBT ebenfalls zu ratifizieren.
Allerdings ist fraglich, ob sich Obama mit seiner Initiative im Washingtoner Senat durchsetzen kann, da er auf Stimmen der Opposition angewiesen ist. Viele Republikaner und Anhängern der Bush-Regierung halten wenig von Obamas Vision einer kernwaffenfreien Welt. "Das wird nicht passieren, das ist reine Phantasie", sagte Eliot Cohen, unter Bush Chefberater im Außenministerium, kürzlich der Süddeutschen Zeitung.
Das Weiße Haus hingegen sieht sich auf dem richtigen Weg, auch weil die bilateralen Atom-Abrüstungsgespräche mit Russland in New York neue Impulse erhielten. Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew hatte in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung gesagt, er sei zuversichtlich, dass bis Dezember ein neues Abkommen mit den USA vorliegen könne. Er und Obama stimmten darin überein, dass es um eine überprüfbare und unumkehrbare Verringerung von Atomwaffen gehen müsse.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/AFP/dpa/aho)
Reiseknigge: Türkei
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Die SZ hat auch "vergessen" über ein anderes Thema zu berichten: der Iran hat die Unterstützung von 118 der 150 Mitgliedstaaten der IAEO für eine Resolution gewonnen, die zum Ziel hat, Angriffe auf Atomanlagen zu verbieten. Direkt gerichtet ist diese Nation natürlich gegen die selbsternannten Weltgendarmen USA und Israel.
Ich weiss nicht, ist es Arroganz oder Ignoranz, die dazu führt das unsere "neutralen,glaubwürdigen" (Gruss an die Foristin nachdenkliche! :-) Medien immer noch so grossmäulig davon reden, dass sich der Iran ausserhalb der Völkergemeinschaft befinden soll. Wenn man mal genauer hinschaut, sieht man, dass WIR diejenigen sind, die grundsätzlich gegen die Mehrheit der Länder dieses Planeten agieren. WIR sind die Abweichler und die Pariahs.
"VIENNA Iran, whose nuclear facilities are under threat of possible Israeli military strikes, has enlisted the support of more than 100 nonaligned nations in its push for a ban on such attacks, according to documents shared with The Associated Press.
The 118-nation Nonaligned Movement backs Tehran in a letter submitted to the International Atomic Energy Agency endorsing Iran's plan to submit a resolution on the topic when IAEA nations meet next month.
While Iran says the language of any resolution will be kept general, the move is clearly directed against Israel and to a lesser extent the U.S. Both nations Israel more overtly have not ruled out an attack as a last resort if the international community fails to persuade Tehran to freeze its nuclear activities." AP
"Sie spiegele die gemeinsame Verpflichtung wider, eine Welt ohne Atomwaffen anzustreben."
Der Ideengeber ist der vielfach verfemte Präsident des Irans, Ahmadinedschad. Vor ca. 2 Jahren forderte vor der UN eine Welt ohne Atomwaffen. Die Ursache war die Unterstellung des Westens, dass der Iran den Besitz von Atomwaffen anstrebe. Dies bestritt er und meinte in der Vollversammlung der UN bei seinem letzten Auftritt, dass die Staaten, die dem Iran vorwerfen würden, Atombomben zu bauen, selbst ihre Atombomben abschaffen sollten. Daraufhin entbrannte auch in der SZ eine Diskussion über Atomwaffen, in deren Verlauf sich herausstellte, dass auch die Bundesrepublik nach wie vor über von den USA gelieferte Atomwaffen verfügt. Darüber war das deutsche Volk jahrzehntelang nicht informiert worden. Wie es auch über andere Tatsachen des Kalten Krieges von der eigenen Regierung und den Medien vorsätzlich falsch informiert wurde. Früher dachte man, im Kriegsfall ist die Wahrheit das erste Opfer. Heute weiss man, dass die Wahrheit unter der Herrschaft der USA auch in Friedenzeiten geopfert wird. Von den angeblich "deutschen" Regierungen. "Wir haben schließlich was besseres zu tun, als uns um Atomwaffen in Deutschland zu kümmern". So Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder. Bei der Frau Merkel weiss ich nicht recht. Die weiss ja auch nichts aus ihrer eigenen Vergangenheit, weil sie nichts davon wissen darf. Alles geschreddert.
Es ist wahr. Der Friedensfürst Obama schmückt sich mit fremden Federn.
"Sie spiegele die gemeinsame Verpflichtung wider, eine Welt ohne Atomwaffen anzustreben."