Die Bürger sind, datentechnisch gesehen, schon heute recht entblößt. Vor Nacktscannern müssen sie sich weniger fürchten als vor der Informationsgier der Sicherheitsdienste.
Vermutlich werden in Deutschland in diesem, vielleicht erst im nächsten Jahr Flugpassagiere mit Hilfe von Körperscannern durchleuchtet. Die öffentliche Empörung über Verletzungen der Intimsphäre dürfte dann verklungen sein. Jedenfalls dann, wenn die neuen Geräte keine Nacktbilder liefern, sondern lediglich graphische Darstellungen des Körpers. Weder die Gesichter, nicht einmal das Geschlecht der Reisenden seien erkennbar, verheißt die Industrie. Wenn sie ihr Versprechen hält und die Scanner auch für Vielflieger keine gesundheitliche Belastungen bringen, wäre gegen diese Technik nichts einzuwenden, zumindest nicht aus moralisch-ethischer Sicht.
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Nach dem vereitelten Terroranschlag von Detroit ist die Körperscanner-Debatte in vollem Gange. (© Foto: ddp)
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Ob die Geräte den internationalen Terrorismus tatsächlich eingrenzen können, darf aber bezweifelt werden. Denn potentielle Attentäter und Terror-Gruppen werden nach neuen Wegen suchen, um Waffen und Sprengstoff an Bord einer Maschine zu schmuggeln. Die Erfahrung spricht dafür, dass sie diese Wege auch finden werden. Und wie wollen wir in Zukunft Züge und U-Bahnen vor Anschlägen schützen? Kein Mensch wird ernsthaft vorschlagen wollen, jeden Pendler im morgendlichen Berufsverkehr durch eine Strahlen-Schleuse zu lotsen.
Die Debatte über die Körperscanner lenkt zudem ab von der eigentlichen Gefahr des Anti-Terror-Kampfes - der Datensammelwut der Sicherheitsbehörden nämlich. Nach dem gescheiterten Anschlag auf das US-Flugzeug an Weihnachten gibt es den Ruf, noch mehr Material weltweit auszutauschen. Die Bürger sind, datentechnisch gesehen, schon jetzt ziemlich entblößt. Vor Nacktscannern jedenfalls müssen sie sich weniger fürchten als vor der Informationsgier der Sicherheitsdienste.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 04.01.2010/mel)
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Laut Medienberichten war der Attentäter in einigen Dateien gespeichert und somit auch bekannt. Er hätte die Maschine niemals betreten dürfen. Daß er das trotzdem konnte lag ganz einfach an der Schlampigkeit der Sicherheitsbehörden.
Und was nützt der Einsatz von Nackscannern wenn der am Bildschirm sitzende Beamte seine Brille zu Hause vergessen hat? Genau: Gar nichts.
Ich male mir gerade aus, was man mit einem solchen Scanner für tolle Spielchen produzieren könnte, ich meine jetzt damit die Passagiere - nicht das Sicherheitspersonal oder das Innenministerium. Was kann man da nicht alles für Botschaften über den Scanner geben, so als harmlose Passagierien - das könnte so richtig lustig werden.
Ich selbst brauche dieses Verkehrsmittel ja nicht zu meinem Glück, aber unter diesen Gesichtspunkten könnte ich mich vielleicht mal wieder zu einem Flug hinreissen lassen.
nach solchen Anschlagsversuchen eine Analyse, wie es dazu kommen konnte. In diesem Fall war es in erster Linie weniger die Sicherheit am Flughafen als die mangelhafte Auswertung der Daten durch die Informationsdienste. Das wäre ja auch mal eine Idee für das deutsche Innenministerium, mehr hinreichend geschultes Personal einzustellen, statt immer mehr Technik und immer mehr Daten mit immer weniger Personal bewältigen zu wollen.
"Hallo Bürger Du warst nicht wachsam denn der Wahnsinn einer hand voll Kleingeister hat Dich total im Griff. "
Die deutschen brauchen nicht belehrt werden , ob sie wachsam sind oder nicht.
In Deutschland ist es jedem erlaubt zu auswandern wenn es im hier nicht gefällt.
Wir haben im Land ein terroristen Problem , deshalb muss gehandelt werden, mit Besserwisser die sich gegen jeder Initiative sperren können wir das Problem nicht lösen.
Kann man das Ding nicht noch miniatirisieren und ein wenig billiger machen. Wäre sicher ein Wahnsinnsgeschäft, als Teenager hätte ich mir sowas gewünscht.
Paging