Niemand muss in Deutschland verhungern und doch ist Armut allgegenwärtig. Warum der Glaube an die soziale Marktwirtschaft erodiert und die Angst, selbst in Armut abzurutschen, um sich greift.
Der Mann, der die Abfalleimer am Bordeauxplatz in München-Haidhausen durchsucht, hat ein gepflegtes Äußeres: Rasiert, gekämmt, saubere Kleidung. Von seinem Erscheinungsbild würde man nicht darauf schließen, dass er sich gezwungen sieht, im Müll nach Verwertbarem zu suchen.
Die Angst vorm sozialen Abstieg: Das Armutsrisiko der Deutschen ist gestiegen. Der wirtschaftliche Aufschwung kommt bei den Arbeitnehmern nicht an. (© Foto: ddp)
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Der etwa 45-Jährige hat einen Rucksack dabei, in dem leere Pfandflaschen klimpern. Er wird in einigen Abfalleimern fündig und fischt leere Bierflaschen heraus, die er zu den anderen in seinem Rucksack packt. Ein Fall von versteckter Armut?
Diese Szene spielt sich nicht nur täglich im wohlhabenden München ab, sondern in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands, ob im Norden, Westen, Süden oder Osten. Vermutlich hat schon jeder so etwas beobachtet. Ein subjektiv sichtbares Zeichen, dass Armut dazugehört zum Alltag in Deutschland.
Das zeigt auch der am Mittwoch verabschiedete dritte Armutsbericht der Bundesregierung. Er enthält eine Reihe Aufsehen erregender Befunde: Jeder achte Bürger des Landes ist relativ arm. Ohne die Geld- und Sachleistungen des Sozialstaats wäre sogar jeder Vierte betroffen. Die Ungleichverteilung der Einkommen hat zugenommen, das Armutsrisiko steigt. Besonders betroffen: Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Geringqualifizierte, Menschen mit Migrationshintergrund.
Nun sind solche Zahlen mit großer Vorsicht zu genießen. Sie sind in mehrerlei Hinsicht zu relativieren. Im Armutsbericht geht es vor allem um relative Einkommensarmut. Als relativ arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens zur Verfügung hat. Das entspricht 781 Euro pro Monat. Wer dauerhaft ein so niedriges Einkommen hat, hat ein hohes Armutsrisiko. Natürlich ist das keine absolute Armut, die nach einer Definition der Vereinten Nationen vorliegt, wenn ein Mensch mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen muss.
Und doch macht auch die relative Armut, wie sie in Deutschland gibt, den Betroffenen das Leben schwer, weil sie von vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgegrenzt sind, schlicht und einfach, weil sie zu wenig Geld haben.
Der Armutsbericht der Bundesregierung legt den Fokus auf die Stufe, die der Armut vorausgeht: Das Risiko, in Armut abzurutschen, ist hier die zentrale Kategorie. 13 Prozent der Bevölkerung leben in dieser Gefahr. Ohne die Sozialtransfers wären es doppelt so viele, behauptet Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD). Diese Befunde basieren auf einer relativ neuen EU-Befragung namens SILC, die noch keine Aussagen über Entwicklungen macht.
Dazu ist hingegen das Sozio-ökonomische Panel (Soep) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geeignet. Der traurige Befund: Die Armutsrisikoquote für die Gesamtbevölkerung ist um zwei Prozentpunkte gestiegen.
Diese Aussage bezieht sich auf den Berichtszeitraum 2002 bis 2005, in dem die deutsche Konjunktur darbte und die Arbeitslosenzahl bei mehr als fünf Millionen Menschen lag. Dass der daran anschließende wirtschaftliche Aufschwung gar nicht erfasst sein kann, ist einer der Haupteinwände gegen die Aussagekraft des Armutsberichts.
Seitdem ist die Arbeitslosenzahl um 1,5 Millionen gesunken, die Zahl der Erwerbstätigen auf den Rekordwert von 40 Millionen Menschen gestiegen. Bundeskanzlerin Merkel stellte sich in der letzten Haushaltsdebatte im Bundestag hin und behauptete: "Der Aufschwung kommt bei den Menschen an".
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Armutswelle und soziale Ungerechtigkeiten sind keine Randerscheinungen mehr, sondern ein globales Problem. Problem bei der Sache ist, dass Politik & Wirtschaft die Menschen als Problem sieht, dabei mangelt es den Verantwortlichen an Selbstbetrachtung und Einfühlungsvermögen und so sind sie nur am eigenen finanziellem Vermögen interessiert.
Der Turbokapitalismus ist der Untergang der Menschheit und der Menschlichkeit. Scheint so das wir von gefühllosen Maschinen und sozial unkompitenten Herrlichkeiten geführt werden, die Frage ist nur : wohin ?
Die Abwanderung und die Flucht aus dem System der Ungerchtigkeiten hat schon begonnen und wird sich weiter fortführen, wenn nicht eine Poitik der Wahrheit und der am Allgemeinwohl ausgerichteten Wirtschaft gelebt wird.
Ein Volk bricht auseinander und keiner bemerkt es, wie sinnig das wir von einer Kanzlerin in die Irre geführt werden, die den Namen Merkel, fast wie Merken, trägt.
Die Vernachlässigung der Belange zum Volk, kann wohl kaum mit weiteren Steuerlasten und Lasten und Lasten gerechtfertigt werden. Wenn man sich anschaut, was Politiker zu verantworten haben, und die Zeche zahlen die, die selbst die Geknechten sind 10x 100x 1000x 1.000.000x 80.000.000.000x ohne hierfür gefragt zu werden. Lüge und nochmals Lüge als Rechtfertigung erfüllt nicht den Charakter des Vorbildes und daher dienen Politiker & Manager nur noch als "Negativbilder".
Eine bedauerliche Tendenz ist das allemal, denn so kann kein Volk der Welt zusammengehalten werden, außer China wird als Modell der Zukunft verkauft.
Versagen heißt ja auch versagen, beides heftet sich Politik & Wirtschaft an, denn unsozial nicht einmal Sozialtarife als Pficht am Volk zu sehen, ist der Gipfel des Versagens. Lebensmittel und Benzin grundsätzlich gering zu versteuern wäre die Pflicht der Grundlagen - Lebensgrundlagen für das ganze Volk.
Eigentlich ist es ganz einfach, aber die Politik & Wirtschaft beschäftigt sich mit dem Grundsatz "einfach kompliziert" und dreht das Karusell immer schneller, das es einem
wirklich immer schlechter und schwindeliger wird und sogar zum K..... reicht.
Versagt der Poitik & Wirtschaft doch mal die Unterstützung, damit man endlich weis was Notstand heißt !!!
Leider ist die politische Landschaft zur Wüste der Interessenlosigkeit verkommen und die Mittel und Unterschicht wird immer mehr in die Ecke gedrängt. Demokratie schaut anders aus und die Begeisterung, die man für eine Persönlichkeit wie Obama empfindet fehlt in Deutschland gänzlich. Wenn Verlogenheit und mangeldes Feingefühl die Leitlinien für die
Politik der Zukunft sein sollen, dann sollte die menschliche Rasse gefühllosen Robotern platzmachen. Angela Merkel hätte alle Möglichkeiten nutzen können, genauso war es mit Gerhard Schröder, außer Ankündigungen und Steuererhöhungen können diese verantwortlichen Staatsfürsten anscheinend nichts. Das moderne Mittelalter hat Einzug gehalten und dieser von oben gesteuerte Virus breitet sich sehr schnell aus. Die moderen Knechtschaft unter Ausbeutung der menschlichen und sonstigen Resourcen ist wohl das
Dümmste was man von der Politik erwarten sollte, aber genau das geschieht !!!
Somit bleibt die Leidensgeschichte des Volkes erhalten, weil es an der geeigneten menschlich kompetenten Persönlichkeit fehlt, um dieses Wahnsinn zu stoppen und die
Motivation und die Problemlösungen in den Vordergrund zu stellen, statt sie durch Manupulation an Fakten, Statistiken etc. zu verschönen und damit zur Verdummung des Volkes beizutragen. Doch dieses gelackte Vorgehen durch Unehrlichkeiten in nahezu allen Bereichen ist nur eine künstlich geschaffene Scheinwelt, die aber über kurz oder lang zerplatzt. Übrig bleibt ein betrogenes und geschundenes Volk, statt die Resourcen zu bündeln und damit die Früchte der kollektiven Motivation zu ernten.
Sollte es einen Obama für Deutschland geben, sollte der sich schnellst möglich auf den Weg machen, weil die Defizite in Deutschland sonst überlaufen und eskalieren werden.
Schade, das Politik die Regeln erfindet, die sie selbst nicht einhält, um es dann wiederum dem Volk anlastet und die Zeche immer beim Volk bezahlt wird, egal wie mans dreht.
Soziale Marktwirtschaft kann man das wohl kaum nennen, aber wenn diese mafiösen Tendenzen von der Politik nicht geahndet werden, sondern unterstützt - herrscht hier eher eine Bushregierung, die Folter und Krieg (auch gegen das eigene Volk) befürwortet und damit die falschen Signale an die ausführenden Organe sendet.
Politik könnte so einfach sein, wenn man sie nicht durch ein Lügengebäude und Augenwischerei verkompliziert und damit das Volk die Parteien nicht mehr ernst nehmen kann. Wahlen sind nur noch ein Verwaltungsakt! Wo ist der deut
seine Visage in die Glotzen hängen und den Bericht wegen der angeblich nicht mehr aktuellen Daten als nicht mehr zutreffend darstellen. Sein dusseliges Statement wurde doch von allen Kanälen gesendet. Wer den Mann und die ihn tragende Partei CDU/CSU nebst ihrer Vorsitzenden noch wählt, hat offensichtlich überhaupt nichts begriffen.
Ich verstehe weiterhin nicht warum viele menschen so vieles mit sich machen lassen. Das Mindestlohngebot in der Gebäudereinigung wird großflächig umgangen, effektiv verdienen die meist weiblichen angestellten unter aller Kanone. Das ist nur möglich weil die Damen im Regelfall einen Zweitverdiener daheim haben und das gemeinsame Gehalt gerade reicht. Allein könnte von so einem Job niemand leben trotzdem finden sich tausende Menschen bereit für Hungerlöhne zu arbeiten.
Ähnlich schizophren ist die Post-Mindestlohndebatte: Der Regierung wird vorgeworfen das die Pin Ag pleite ist, gleichzeitig aber beweint man die niedrigen Löhne mit denen die Angestellten leben mussten was denn nun?
Ich bin ja grundsätzlich eher für weniger Staat, aber der das der Mensch/Angtestellte entweder zu arm dran oder zu dumm ist um für einen halbwegs erträglichen Lohn einzustehen würde ich die Einführung eines Branchenübergreifenden Mindestlohns für alle nur begrüßen dann aber ohne Schlupflöcher (Siehe Gebäudereinigung)
@Tom60: Jaja, die liebe alte DDR da wars viel besser! Für ihren Volksaufstand haben die Genossen auch 40 Jahre Unterdrückung gebraucht... dahaben wir als gemeinsames Volk nun noch ein paar Jahrzehnte gut um uns gegen die bösen Reichen aufzulehnen.
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