Aerial photo from Kyodo News shows Japan's national flag on one of a group of disputed islands known as Senkaku in Japan and Diaoyu in China, in the East China Sea
Von Barbara Galaktionow

Eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer sorgt seit Monaten für harte Worte und deutliche Drohgesten zwischen China und Japan. Was für Außenstehende bizarr wirkt, ist kein Einzelfall: Auch in anderen Teilen der Welt wird um dünn besiedelte Territorien erbittert gestritten. Eine Auswahl.

Japan richtet harsche Worte an China, chinesische Kriegsschiffe dringen in japanische Hoheitsgewässer ein, Japan entsendet Kampfflugzeuge und auch chinesische Kampfjets sollen in der Region gesichtet worden sein: Seit die Regierung in Tokio im September 2012 den Kauf von drei der japanisch Senkaku genannten Inseln verkündet hat, ist der Konflikt um die unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer voll entbrannt. Der Streit um die Inseln, die in China Diaoyu genannt werden, führte auch zu massiven Protesten chinesischer Bürger.

Die Inselgruppe liegt in einem strategisch wichtigen Gebiet, zudem werden auf dem Meeresboden Öl- und Gasvorkommen vermutet. Vier der fünf Inseln waren bislang in japanischen Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Daneben gibt es drei Felsenriffe. Neben China beansprucht auch Taiwan das Archipel. Im August 2012 hatten japanische Nationalisten Flaggen auf einer der Inseln gehisst (Foto), um den Anspruch ihres Landes darauf zu bekräftigen.

Bild: REUTERS

23. Januar 2013, 12:33 2013-01-23 12:33:00  © Süddeutsche.de/joku

zur Startseite