Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Bus und einem Personenwagen in einem Tunnel südlich von Chur in der Ostschweiz sind mehrere Menschen getötet worden. Die Autobahn A 13, die San-Bernardino-Route, wurde gesperrt.

Beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Personenwagen sind am Samstagnachmittag in einem Schweizer Autobahntunnel nach Befürchtungen der Polizei mehrere Menschen ums Leben gekommen.

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Rauch behinderte die Rettungsarbeiten im Viamala-Tunnel der Autobahn A13, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Zunächst seien ein Toter und mehrere Leichtverletzte aus dem Tunnel geborgen worden, hieß es. Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) schickte einen Hubschrauber an den Unglücksort.

Erinnerungen an die Katastrophe 2001

Zum Hergang und zu den Folgen des schweren Unglücks lagen zunächst nur wenige Informationen vor. Laut Polizei ereignete sich der Unfall um 13.15 Uhr auf der Autobahn A13, die von Chur zum San-Bernardino-Tunnel führt. Am Unfall seien ein Personenwagen und ein Reisebus beteiligt gewesen.

Ob sie in dem nicht richtungsgetrennten Tunnel frontal zusammenstießen oder aufeinander auffuhren, war vorerst nicht bekannt. Auch über die Herkunft der beteiligten Fahrzeuge und die Zahl der Insassen lagen keine Informationen vor. Nach der Kollision brach ein Feuer aus. Die Fahrzeuge brannten zum Teil aus.

Die San-Bernardino-Autobahn wurde vorübergehend in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Der Viamala-Tunnel liegt auf dem Gemeindegebiet von Zillis und ist 742 Meter lang. Er wurde im Dezember 1967 in Betrieb genommen.

Das bisher folgenschwerste Unglück in einem Schweizer Autobahntunnel gab es am 24. Oktober 2001, als im Gotthardstraßentunnel nach dem Zusammenstoß zweier Lastwagen bei einer Brandkatastrophe elf Menschen ums Leben kamen. Der schwerste Unfall eines Reisebusses der letzten Jahre in der Schweiz ereignete sich 17. April 2005: Ein Bus stürzte auf der Nordseite des Großen St. Bernhards in die Tiefe und riss zwölf Menschen in den Tod.

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(AP)