Creatio ex nihilo: Die schönen Tage sind vorbei, aber die künftige schwarz-gelbe Koalition hat es noch nicht gemerkt. Sie will immer noch Geld verteilen, wo keines ist.
Die schwarz-gelbe Koalition hat erste Erfolge erzielt. Sie hat beschlossen, dass die Wirtschaft 2009 nicht um sechs, sondern nur um fünf Prozent geschrumpft ist.
Auf der Suche nach Lösungen: Kanzlerin Merkel und FDP-Chef Westerwelle (© Foto: ddp)
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Und sie hat des Weiteren dekretiert, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr nicht nur um 0,5 Prozent wächst, wie bisher die Prognosen lauteten, sondern um 1,25 Prozent. Das ist ein fürwahr kraftvoller Auftakt.
Die schwarz-gelbe Koalition vertraut der Kraft des Wortes. Sie hat noch nichts getan, aber schon geht es aufwärts. Creatio ex nihilo, nennt das der Lateiner.
Unernsthaftigkeit der Koalitionäre
Man beschließt einfach, dass man Erfolg hat. Nach diesem Muster könnten die Koalitionspartner auch jetzt schon beschließen, dass die schwarz-gelbe Koalition von 2009 bis 2013 ein voller Erfolg gewesen ist.
Aber im Ernst: Was an den Koalitionsverhandlungen auffällt, ist die Unernsthaftigkeit, mit der die Koalitionäre mit der horrenden Verschuldung umgehen. Die Warnungen und Empfehlungen der Finanzexperten werden beiseitegeschoben, die Milliardendefizite ignoriert. Der Vulkan raucht, aber die Koalitonäre tun so, als handele es sich um ein Freudenfeuer für die neue Regierung.
Die neue Regierung wird nicht in einem Palast regieren, sondern in einem Käfig. Wenn für jede neue Schuldenmilliarde aus der vergangenen Legislaturperiode, aus Bankenrettungs- und Konjunkturpaketen, nur ein einziger Gitterstab steht, dann sieht die neue Regierung vor lauter Stäben die Welt nicht mehr.
Im Schuldenkäfig
Gleichwohl tut die neue Koalition so, als könne sie neue Wohltaten verteilen. Diese Regierung wird, um ein bisschen Bewegungsfreiheit zu haben, Stäbe aus dem Schuldenkäfig, in dem sie steckt, herausbrechen müssen. Wie sie das macht, wo sie das macht, an welchen Stäben sie rüttelt und welche sie bricht - das ist eine hochpolitische Frage, das ist die Frage, an der sich das Schicksal der neuen Koalition entscheidet.
Die Koalition redet von Steuersenkungen. Sie wird aber um Steuererhöhungen nicht herumkommen. Die Freiheit der neuen Regierung wird darin bestehen, welche Steuern sie erhöht; sie besteht in der Entscheidung, wer belastet wird.
Alle in gleicher Weise? Mit der Folge, dass es die Ärmeren trifft wie ein Hammerschlag und die Vermögenden nur wie ein Pieks mit der Stecknadel? Welche neuen Steuern erfindet die neue Regierung, welche hebt sie an? Erhöht sie die Einkommenssteuer - oder die Mehrwertsteuer? Spart sie bei der Kultur oder bei der sozialen Sicherung? Spart sie so, dass die Spaltung der Gesellschaft noch größer wird? Das sind die Fragen, die die neue Regierung beantworten muss.
Wenn die Regierung die falschen Stäbe bricht, wird schnell der Stab über ihr gebrochen werden.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/plin)
zitat:" Unsinn. Fragen SIe mal Leute in ihrem Bekanntenkreis, die FDP gewählt haben, warum sie sowas machen und vor allem ob die geglaubt haben, daß die Steuern sinken. Die Antwort wird Sie vielleicht überraschen."
ich höre dann häufig:"der guido ist doch so nett"
zitat:"Merkel und Westerwelle denken sich bestimmt "Hat doch schon einmal funktioniert. Woher kommt denn sonst die ganze Materie im Weltall?!"."
stimmt......was einmal geht, wird ein zweites mal auch klappen!
Die ganze Moderne seit fast exakt 100 Jahren ist auf Pump -also wegen Quandtenfluktuation- entstanden. Da satteln Angie und Guido, ob mit oder ohne gesetzliche Schuldenbremse, nochmal kräftig drauf auf den Schuldenberg. *LOL*
.... ich schätze schwer, die Aussetzung der Schuldenbremse ist das erste Gesetz, was dran glauben muss. Stabilitätspackt ist eh bald pulverisiert.
"schaffung aus dem nichts ist ja quasi so was wie ein perpetuum mobile!" - würde ich jetzt nicht sagen. Merkel und Westerwelle denken sich bestimmt "Hat doch schon einmal funktioniert. Woher kommt denn sonst die ganze Materie im Weltall?!".
nichts genaues weiß weder der Herr Prantl noch sonst jemand von euch, aber der Agitprop überschlägt sich bereits.
Paging