Kinder mit Migrationshintergrund sollten ihre Mehrsprachigkeit entfalten können, sagt Grünen-Chef Özdemir - und verlangt mehr Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen.
Grünen-Chef Cem Özdemir hat sich für mehr Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen ausgesprochen. "Deutsch muss für Kinder, die hier leben und aufwachsen, immer die wichtigste Sprache sein", wird er in der Bild-Zeitung zitiert.
Bild vergrößern
Neben Englisch und Französisch sollte an deutschen Schulen auch mehr Türkisch angeboten werden, findet der neue Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir. (© Foto: AP)
Anzeige
Zugleich müsse aber dafür gesorgt werden, dass Kinder mit Migrationshintergrund ihre Mehrsprachigkeit entfalten könnten. Zweisprachigkeit sei in der globalisierten Welt ein großes Plus und ein Potenzial, das stärker genutzt werden müsse.
"Warum soll an deutschen Schulen neben Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch nicht auch mehr Türkisch angeboten werden?" sagte Özdemir. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass möglichst bald ein Muslim oder eine Muslimin in Deutschland ein Ministeramt bekleidet.
Er wünsche sich, dass es völlig unerheblich werde, was für einen Glauben ein Politiker habe. "Wichtig ist doch, wo ein Politiker hin will - nicht, wo er herkommt", sagte Özdemir den Angaben zufolge.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/AP/gal)
Debatte um Militärintervention in Syrien
Der Widerstand gegen die Idee, eine Sprache in grösseren Umfang zu lernen, ist ein bemerkenswertes Phaenomen an sich. Versteht man eine Sprache, versteht man auch di Menschen die sie sprechen. Versteht man sie, steigt die Bedeutung von Erfahrung gegenüber der von Übernommenem. An die Stelle des Redens-mit tritt das Reden-mit. Und diese Erweiterung des eigenen Horizonts, die Furcht davor, dass, was man sich diejenigen, die man nicht kennt oder versteht, könne sich als falsch herausstellen, verunsichert. Man könnte es vergleichen mit der Ablehnung die Augen zu öffnen. Es ist nicht einmal notwendig den Kopf dafür in den Sand zu stecken.
Die Argumentation, die türkische Sprache sei nicht so bedeutend wie englisch oder französisch, beruht auf einer interessanten Wertung. Ich gebe zu, dass Kentnisse der englischen Sprache in unserer Zeit im praktischen Leben kaum verzichtbar sind. Und französisch ist sicherlich nicht nur wegen der raeumlichen Naehe eine interessante Fremdsprache, sondern u.a. auch wegen der jahrhundertelangen Wechselbeziehungen zwischen den Laendern und der daraus folgenden kulturellen Verknüpfungen. Nur - die Geschichte hört halt nicht auf. Und in einem Land, in dem ein durchaus nicht zu vernachlaessigender Anteil der Bevölkerung Verwandschaft in der Türkei und eine teilweise türkische Biografie oder Familie hat, ist es ein kulturelles Problem, wenn diese Bindung nicht in der Ausbildung reflektiert wird. Ebenso ist es für eine Gesellschaft ein eklatantes Defizit, wenn sie ihre eigene Herkunft nicht kennt. Und die heute deutsche Gesellschaft hat eben auch eine türkische Herkunft, eine türkische Geschichte.
Übrigens ist es durchaus interessant, dass die Türkei und Deutschland hier aehnliche Probleme zu haben scheinen. So wie ein Teil der türkischen Politik es für überflüssig haelt, die diversen Sprachen in der Türkei zu pflegen, und damit die Bevölkerung teilweise von ihrer eigenen Kultur entfremdet, so gibt es eben auch in Deutschland beim ein oder anderen die Einstellung, man müsse aussortieren, welche kulturellen und ethnischen Einflüsse dazugehören sollten und in welchen Bereichen man Bildung und Erkenntnis als etwas hinderliches ansehe. Erfolgreich sind solche Strategien selten.
"in meinen Augen"
@Rattencremesuppe
Differenzieren Sie nicht zwischen "rechts" und "konservativ" ?
Ist das für Sie ein und dasselbe ??
Ein "Rechter" ist in Augen ein Wähler einer rechtsextremen Partei, wer die Union wählt, ist konservativ.
Ein Konservativer bewegt sich voll innerhalb des demokratischen Spektrums, er achtet das Grundgesetz und tritt - wie die Wähler der anderen demokratischen Parteien - stets für die freiheitlich-demokratische Grundordnung ein.
Alles, was "extrem" ist, ist in meinen Augen nicht wählbar !!!
@U.T..." .geben Sie's zu, Frieda, beim Mallorca-Urlaub haben Sie nicht catala gelernt...?...:-)
und wieviel Worte catala haben sie so im Urlaub auf der Dienstmädchen-Insel Mallorca (nicht mein Reiseziel gewesen) mitgekriegt ?
Zu einer Sprache gehört etwas mehr als nur die Nennung der Tageszeit unter Voransetzung des Wortes "buonas". Eine Sprache einigermaßen gut sprechen können, ist ein jahrelanges Unterfangen und ständiges Bemühen. Da stellt sich schon die Frage nach der Relation von Aufwand und Ergebnis/Nutzen. Und wenn sie es mit einer Sprache zu tun haben, die weder aus dem germanischen noch aus dem romanischen Stamm kommt und damit ziemlich weit weg von Ihrem Deutsch und Latein (oder Französisch)ist, , dann tun Sie sich immer schwer und besagte Relation mit Aufwand und Ertrag ....
kurz: abstruser Vorschlag, man sollte ihn nicht weiter ernst nehmen.
Ihr Zitat:
"(...) Vielleicht war das ja der Wink mit dem Zaunpfahl sich mit dem Inhalt meiner Aussage zu beschäftigen. Ein Wink den sie wohl offensichtlich nicht verstanden haben.
Aber das ist ja nichts neues, abzulenken wenn man inhaltlich nichts zu sagen hat."
Kann ich getrost an den Absender zurückreichen (und übrigens haben Computer entgegen Ihrem Aberglauben noch kein Bewußtsein).
Wiederum Sie:
"Ein Faktum ist das es bei den Einwanderern in Deutschland massive Probleme gibt die deutsche Sprache zu beherrschen.
Das sie deshalb auch schlecht in der Schule sind, und auch keine Berufschancen haben.
Die einzige Chance die Einwanderer haben ist deutsch zu lernen.
Und das tun sie bereits jetzt nicht.
Sie dann auch noch in der fremden Identität zu bestärken, indem man ihnen die Sprache ihrer Ur Ur Großeltern beibringt, hilft da niemanden und fördert nur Konflikte."
Ja, Sie haben in der Tat inhaltlich nichts zu sagen, denn:
Ötzdemir hat nirgendwo geäußert, ja sicherlich nichteinmal GEDACHT daß Unterricht in Deutscher Sprache abgeschafft oder durch solchen in der türkischen Sprache ersetzt werden soll.
Ferner ist es erwiesen, daß das Erlernen EINER Sprache (hier Türkisch) auch die Befähigung ANDERE Sprachen (Deutsch) schneller und richtiger lernen zu können. Das hängt mit den entsprechenden Gehirnregionen zusammen, die dadurch trainiert werden.
Für mich ist ihre Absage an Ötzdemirs Vorschlag, verbunden mit der Beleidigung, dieser habe "einen Schatten", nichts als dilettantisch getarnte Deutschtümelei.
Daß diese ausgerechnet von jemandem kommt, der selber nicht gerade als Musterschüler der deutschen Grammatik gelten darf ist geradezu klassisch!
Schönen Dank für´s Entertainment! :D
Paging