Das Zauberwort heißt Innovation und soll Deutschlands Wohlstand sichern und die Republik auf Zukunftskurs bringen. Deshalb hat Bundeskanzler Gerhard Schröder mit den Spitzen aus Wirtschaft und Wissenschaft eine engere Kooperation zur Förderung von Innovationen vereinbart.
Konkret forderte Schröder ein neues Forschungsklima in Deutschland. "Wir müssen zuerst über die Chancen und dann erst über die Risiken sprechen", sagte Schröder nach einem Treffen mit Spitzen aus Wirtschaft und Wissenschaft in der ARD. "Da ist eine neue Balance vonnöten", meinte der Kanzler.
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Schröder und die Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter riefen gemeinsam eine Initiative "Partner für Innovation" ins Leben. Ziel ist es, die Erneuerung in Deutschland zu stärken, Hemmnisse abzubauen und neues Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Landes zu wecken.
"Ziel ist die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen sowie die Erschließung von Zukunftsmärkten, die ein enges Zusammenwirken von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfordern", sagte ein Regierungssprecher.
Der Kanzler hatte in der vergangenen Woche angekündigt, das Thema Innovation in diesem Jahr zum politischen Schwerpunkt machen zu wollen.
Besser als die Wettbewerber
Bundeskanzler Gerhard Schröder zog nach dem Treffen eine positive Bilanz: Es sei eine "Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und dem Staat." Sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft hätten gesagt, "ihr seid auf dem richtigen Weg".
Ziel der Innovationen sei, den Wohlstand in Deutschland zu sichern, sagte der Kanzler weiter. "Das gelingt uns nur, wenn wir besser sind als unsere Wettbewerber auf den Märkten der Welt."
Das ginge nur über die Schaffung neuer Produkte, die wiederum ein Ergebnis von Entwicklung und Forschung seien, "also ... das, was man Innovation nennt". Über Geld sei bei diesem ersten Termin "aus guten Gründen" nicht gesprochen worden, so Schröder. "Wir haben darüber geredet, ... was stört uns eigentlich." So müsste man beispielsweise davon abkommen, immer erst die Risiken anstelle der Chancen zu diskutieren.
An dem Gespräch im Kanzleramt nahmen auch die Minister Joschka Fischer (Auswärtiges), Wolfgang Clement (Wirtschaft) und Edelgard Bulmahn (Bildung) teil.
Aus der Wirtschaft waren unter anderen die Vorstandschefs von Siemens und Telekom, Heinrich von Pierer und Kai-Uwe Ricke, vertreten. Aus dem Forschungsbereich waren die Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft und der Berliner Humboldt-Universität, Hans-Jörg Bullinger und Jürgen Mlynek, eingeladen.
Ende März will sich die Runde das nächste Mal treffen.
In der vergangenen Woche hatte die SPD-Spitze ein Strategiepapier zum Thema Innovation beschlossen, das unter anderem die Erhöhung der Forschungsausgaben von 2,5 auf drei Prozent des Bruttosozialprodukts bis 2010 und die Schaffung von Elite-Universitäten vorsieht.
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(AP/dpa)
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