Nach einer Verbalattacke gegen Werder-Spieler Mesut Özil ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen NPD-Pressesprecher Klaus Beier.
Aufgrund der rassistisch motivierten verbalen Angriffe auf den türkischstämmigen deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil von DFB-Pokalsieger Werder Bremen ist NPD-Pressesprecher Klaus Beier von Rechtsanwalt Albert Pfeilsticker aus Oschatz wegen Volksverhetzung angezeigt worden.
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Von NPD-Mitglied als "Plaste-Deutscher" diffamiert: Fußballspieler Mesut Özil. (© Foto: AP)
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Beier hatte am 8. September 2009 in einer Fernsehsendung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) gesagt, Özil sei "ein Plaste-Deutscher, sprich ein Ausweis-Deutscher" und hatte damit bundesweit für Empörung gesorgt.
Für Pfeilsticker stellt "dies die Verwirklichung des Straftatbestandes der Volksverhetzung dar, weil Mesut Özil nur als ein Beispiel der großen Gruppe der eingebürgerten Deutschen angesehen wird und mithin Sinn dieser Äußerungen des Klaus Beier ist, sämtliche Eingebürgerte als 'Plaste-Deutsche' zu brandmarken", heißt es in einer Presseerklärung des Juristen. Pfeilsticker ist CDU-Stadtrat in Oschatz und Mitglied des Kreistages.
"Wir werden den Fall in enger Abstimmung mit Werder Bremen und Mesut Özil juristisch prüfen lassen", hatte bereits DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärt: "Wir sind stolz darauf, dass Mesut Özil deutscher Nationalspieler ist. Dies ist das Zeichen für das Deutschland, das sich der DFB wünscht - ein freies, tolerantes und selbstbewusstes Land, in dem kein Platz für nationalistisches Denken und Rassismus ist, wie es die Wirrköpfe der NPD zu verbreiten versuchen."
Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte mitgeteilt, sobald ein Strafantrag eingehe, werde ein Ermittlungsverfahren gegen Beier eingeleitet.
NPD-Mann Beier war bereits im April vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Hetze gegen den dunkelhäutigen Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela (Borussia Dortmund) zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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(sid/gal/odg)
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Anzeigen kann man Alles. Es folgt die Einstellung durch die Staatsanwaltschaft. Aber man war wieder einmal in der Presse.
Ist doch nichts dran an dem Vorwurf. Der deutsche Fußballbund macht sich nur lächerlich.
Und übrigens auch die SZ, die in ihrem Bemühen, die Meinungs- und Pressefreiheit in den Foren einzuschränken nicht merkt, dass sie an ihrem eigenen Ast sägt.
Was ist das für eine schäbige Freiheit, die man nur sich selbst zubilligt?
Die Deutschen lenken immer ab mit Nebenkriegsschauplätzen, Die sollen doch erst mal die Sklavenarbeiter von BMW und anderer für deren kaputtes Leben bezahlen, Anstatt sich scheinheilig zu echauffieren über so einen Käse, Da laufen Leute wie die Quandts frei durch die Gegend, und haben Containerweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, Und über so etwas wird ein Damokleschwert gebrochen, Das passt aber nicht zusammen irgendwie, Wo ist die Gerechtigkeit?
durch eigenen Entschluss. Er hat sich für Deutschland entscheiden müssen, was ihm vielleicht in seiner Familie, sicher jedoch in der türkischen Öffentlichkeit nicht leicht gemacht worden ist.
Wer Herrn Erdogan in Köln gehört hat, der Assimilation als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" anprangerte, kann sich den Gegenwind für Mesut Özil wohl vorstellen.
Dennoch dürfte es sich von dieser Äußerung kaum angegriffen fühlen, denn von der Abstammung her ist er nun einmal kein Deutscher sondern türkischstämmig.
Die Grundlage seines Deutschseins ist nicht die Herkunft sondern seine Willenserklärung und die Bereitschaft des deutschen Staates, ihn als Staatsbürger aufzunehmen.
Hier ist keine Beleidigung, geschweige denn Volksverhetzung festzustellen, sondern die simple Feststellung einer Tatsache, dass es unterschiedliche Wege in die deutsche Staatsangehörigkeit gibt
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Das kommt davon, wenn man politisch-unkorrekte Gedanken ausspricht, besonders als Pressesprecher einer Partei, die man ohnehin auf dem Kiecker hat. Das er mit seiner Meinung offenbar nicht alleine ist, zeigt, dass in einigen Medien die Kommentarspalten bereits abgschaltet sind bzw. vorsorglich erst gar nicht geöffnet wurden.