Der CDU-Politiker hat im Landtag 54 von 69 Stimmen erhalten und ist somit neuer Regierungschef des nördlichsten Bundeslandes. Seine Vorgängerin Heide Simonis wünschte ihm "gutes Gelingen".

CDU und SPD haben im Parlament zusammen. 59 Mandate. Nunmehr kann Peter Harry Carstensen wie geplant eine Koalitionsregierung aus CDU und SPD bilden. Er ist der erste CDU-Regierungschef im Norden seit 1988. Sieben Abgeordnete stimmten gegen den 58-Jährigen, acht enthielten sich. FDP, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband (SSW) haben zusammen zehn Sitze.

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Peter Harry Carstensen nach seiner Wahl (© Foto: ddp)

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Noch am Nachmittag sollen die neuen Minister vereidigt werden. Die SPD übernimmt vier Ministerien, die CDU drei.

Die scheidende Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) hatte zuvor der großen Koalition viel Erfolg gewünscht und zugleich eine positive Bilanz ihrer zwölfjährigen Amtszeit gezogen. "Es waren erfolgreiche Jahre und ich blicke mit Freude darauf zurück", sagte Simonis kurz vor der geplanten Wahl von Peter Harry Carstensen (CDU) zu ihrem Nachfolger.

So habe sich Schleswig-Holstein von einem Agrarland zu einem Hochtechnologieland entwickelt, das sich durch eine lebendige Bürgergesellschaft auszeichne. Ihr falle der Abschied nicht leicht und sie empfinde Wehmut, sagte die 61-Jährige.

Der großen Koalition unter Carstensen wünsche sie "gutes Gelingen für die hochgestecken Ziele". "Mein Herz hängt an diesem Land. Ich würde mich freuen, wenn sein Wohl weiter im Mittelpunkt der Politik stehen wird." Der Kieler Landtagspräsident Martin Kayenburg (CDU) würdigte Simonis als eine der profiliertesten Politikerinnen Deutschlands und als ein Aushängeschild des Landes Schleswig-Holstein.

Vor sechs Wochen war Simonis beim Versuch ihrer Wiederwahl spektakulär gescheitert, weil ihr jemand aus dem Lager von SPD, Grünen und SSW die Stimme verweigerte.

Simonis hat in den vergangenen neun Jahren als Ministerpräsidentin mit einer rot-grünen Koalition das Land regiert. Am Montag hatte die 61-Jährige ihr Landtagsmandat niedergelegt.

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(sueddeutsche.de/dpa/AFP)