Der Bundesregierung ist bereits 100 Tage nach der Wahl der blaue Brief ins Haus geflattert. In einer Umfrage bekam insbesondere die liberale Ministerriege schlechte Zensuren. Einen Klassenprimus gibt es jedoch auch.
In vielen Bundesländern steht demnächst die Vergabe der Halbjahreszeugnisse an. Während die deutschen Schüler noch auf gute Zensuren hoffen können, müssen sich die Bundesminister knapp hundert Tage nach Amtsbeginn ein schlechtes Zwischenzeugnis abholen.
Nachdenkliche Ministermienen: Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (links), Außenminister Guido Westerwelle (Mitte) und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel bekommen von den Deutschen für ihre bisherige Leistung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. (© Foto: Reuters)
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In einer Erhebung des Emnid-Instituts für Bild am Sonntag schnitten Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch am besten ab. Die schlechtesten Noten erhielten drei FDP-Politiker: "Setzen, sechs!" heißt es demnach für Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, Gesundheitsminister Philipp Rösler und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.
"Ungenügend" für Mehrheit der Minister
Gut vier Monate nach dem Amtsantritt der schwarz-gelben Regierung wurden insgesamt 1.005 Bundesbürger befragt. Von ihnen kamen 65 Prozent zu der Einschätzung, Verteidigungsminister zu Guttenberg habe seine Sache gut gemacht. Trotz der Affäre um den Luftangriff von Kundus gaben dem CSU-Politiker nur 24 Prozent schlechte Noten.
Knapp dahinter folgte Kanzlerin Merkel. Die CDU-Vorsitzende wird von 61 Prozent gut und lediglich von 34 Prozent schlecht bewertet.
Für die Mehrheit der Minister fällt das Urteil aber deutlich schlechter aus. Besonders negativ fiel die Bewertung der FDP-Kabinettsmitglieder aus. Wirtschaftsminister Brüderle kam auf den letzten Platz: Lediglich 21 Prozent beurteilen seine Leistungen als gut, 38 Prozent dagegen als schlecht. Gesundheitsminister Philipp Rösler erhielt von 31 Prozent der Befragten gute und von 47 Prozent schlechte Zensuren. Die Arbeit von Entwicklungshilfeminister Niebel beurteilten 25 Prozent als gut und 27 Prozent als schlecht.
Auch Guido Westerwelle wird mit seinem Arbeitszeugnis wohl weniger zufrieden sein: 41 Prozent der Befragten bewerteten seine Leistung als Bundesaußenminister als gut, 47 Prozent gaben dem FDP-Vorsitzenden jedoch ein "ungenügend".
Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner wies daraufhin, dass Schwarz-Gelb in der aktuellen Sonntagsfrage derzeit zusammen auf etwa 46 Prozent kommt. Die Versetzung von Merkels Mannschaft scheint also ernsthaft gefährdet. Da wird nicht nur die Bundeskanzlerin froh sein, dass sich ihre Regierung nicht schon im Sommer, sondern erst in knapp vier Jahren das Abschlusszeugnis abholen muss.
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(apn/jobr)
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..beim Guido war ich mir von Anfang an sicher, der schafft´s nicht...aber die anderen sind auch total überfordert...wie sang die Joplin...it ´s going down down down down down........
Volker Rockel schreibt:
"Aber ich trage in mir weiterhin die Überzeugung, dass es demokratische Kräfte in allen Parteien gibt, die sich ausschließlich diesem Land und seinen Bürgern verpflichtet fühlen "
Ich sehe keinen einzigen Spitzenpolitiker, der nicht Parteiinteressen über die Interessen Deutschlands und seiner Bürger stellen würde. Ich frage mich ob überhaupt einer im Bundestag sitzt, dessen Interesse zuerst Deutschland gilt.
Wie sagte unser Omma immer?
Von einem Ochsen kann man nur ein Stück Rindfleisch erwarten.
An Maggy Thatcher wird unsere Kanzlerin nie heranreichen.
Von ihr stammt doch der Satz: "Mir ist gleichgültig, wieviel meine Minister reden-solange sie tun, was ich sage."
Für Deutschland gilt eher: Jeder macht, was er will, keiner macht, was er soll. Aber alle machen mit.
Und genauso sehen dann die Umfrageergebnisse aus.
Das Bild am Anfang des Artikels erinnert an die drei Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.
Hier wäre vielleicht angebracht: keine Ahnung, keinen Durchblick, kein Wissen.
Paging