Während Bundskanzlerin Merkel nicht müde wird, die "Kraftanstrengung" der G-8-Staaten zu loben, halten Entwicklungsexperten die Finanzzusagen für eine Mogelpackung, denn das 60-Milliarden-Programm umfasst längst laufende Projekte.
Die Finanzzusagen der G-8-Staaten an Afrika haben bei internationalen Hilfsorganisationen teils wütende Reaktionen hervorgerufen. Die Erklärung der Staats- und Regierungschefs sei "Augenwischerei" und "Betrug", hieß es am Freitag nach Abschluss des G-8-Gipfels in zahlreichen Stellungnahmen.
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Laut Abschlusskommuniqué will die Gruppe in den nächsten Jahren mindestens 60 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) für die Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose in Afrika bereitstellen. Davon übernehmen die USA 30 Milliarden Dollar, den Rest teilen sich Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und Russland. Bei den Mitteln handelt es sich jedoch nur zum Teil um neues Geld, längst laufende Projekte sind mit eingerechnet.
Die Bundesregierung etwa will nach Informationen der Süddeutschen Zeitung in den Jahren 2008 bis 2015 insgesamt lediglich 800 Millionen Euro zusätzlich für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten in Afrika bereitstellen.
Diese 800 Millionen Euro sollen zudem noch an anderer Stelle von den Entwicklungshilfeausgaben abgezweigt werden. Hilfsorganisationen hatten Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) zunächst noch so verstanden, als sei die Bundesregierung bereit, zusätzlich vier Milliarden Euro zu zahlen.
"Reine Farce"
Da im Gipfel-Kommuniqué kein Zeitraum genannt wird, ist völlig unklar, wann welcher Teil der 60 Milliarden Dollar fließen soll. Entsprechend verärgert reagierten die meisten Hilfsorganisationen. Die Deutsche Welthungerhilfe sprach von einer "Mogelpackung".
Das Kommuniqué beinhalte nur Absichtserklärungen und falle damit in der Verbindlichkeit noch hinter die Ergebnisse des G-8-Gipfels von Gleneagles vor zwei Jahren zurück, sagte der Entwicklungsexperte der Organisation, Ulrich Post. Ähnlich äußerte sich Peter Wahl vom globalisierungskritischen Bündnis Attac. Die Afrika-Aktivisten Bob Geldof und Bono bezeichneten den Gipfel als reine Farce. In dem Afrika-Beschluss würden lediglich alte Versprechungen wiederholt.
Das katholische Hilfswerk Cafod sprach von tiefer Enttäuschung, die Kinderhilfsorganisation World Vision von einem "klaren Wortbruch" der G 8. Bereits die UN haben festgestellt, dass allein für den Kampf gegen Aids pro Jahr 20 Milliarden Dollar benötigt würden.
Der Sprecher der internationalen Allianz Global Call To Action Against Poverty (GCAP), Kumi Naidoo, sagte, die Armen der Welt seien von den Industriestaaten betrogen worden. Kämen die 6000 Aids-Toten pro Tag aus Europa und Nordamerika statt aus Afrika, hätten die G-8-Regierungschef mehr getan, sagte Naidoo.
Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte dagegen die Gipfelergebnisse und sprach von einer "zusätzlichen Kraftanstrengung der G 8". 2010 und 2015 solle jeweils überprüft werden, ob das Hilfsgeld tatsächlich geflossen und auch korrekt verwendet worden seien.
Unterschiede bei der Herangehensweise
Auch Merkel räumte allerdings ein, dass sie heute noch nicht sagen könne, wie angesichts knapper Kassen die Ziele "lückenlos" erreicht werden sollten. Der G-8-Gipfel habe nicht alle Probleme gelöst, aber viel in Bewegung gebracht, sagte Merkel weiter. So gebe es im Klimaschutz nun einen "klaren Verhandlungsauftrag".
Die Staaten hatten sich am Donnerstag geeinigt, bis 2009 ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll auszuhandeln und zudem Ziele für den CO2-Ausstoß vereinbart. Auch die großen Schwellenländer hätten deutlich gemacht, "dass sie sich diesem Prozess verpflichtet fühlen", sagte die Kanzlerin. Im Herangehen gebe es aber nach wie vor Unterschiede.
Die Blockaden Tausender Demonstranten rund um Heiligendamm lösten sich bereits am Vormittag größtenteils auf. In Rostock nahmen Tausende Menschen an einer Abschlusskundgebung teil. Die Lage blieb bis zum Abend ruhig.
(SZ vom 9.6.2007)
was von der propagandandamaschine immer verschwiegen wird:
die hilfsgelder werden meist mit der auflage vergeben : DAVON erstmal die kredite der weltbank zurückzahlen- beim volk kommt so nie was an.
eine bessere "entwicklungshilfe" wäre, den menschen endlich das recht auf konsum ermöglichen- das ist ua. der grund für den" erfolg "der chinesen. europäer könnten sowas besser- aber nein- uns interessieren nur grossprojekte wie staudämme, waffengeschäfte akw, und möglichst viele bodenschätze rauszuholen.
Noch nicht verstanden, jeder Mensch ist seines Glückes Schmied, jedes Land auch. Was die Leute brauchen, ( wir allerdings auch ) sind andere Politiker, weniger Korruption, Geld ist in den Ländern, nur bei den falschen Leuten und das können wir offensichtlich nicht ändern. Außerdem sollten die Medien mehr über unser eigenes Land berichten, in Deutschland leben 12 - 14 % aller Kinder unterhalb der Armutsgrenze, deren grundgesetzlich geregelten Bildungschancen sind nicht gewährleistet, da sich diese Kinder keine Schulbücher, keine Bildungsliteratur, keine Nachhilfe, keinen Computer ohne den nichts mehr läuft, keine Studiengebühren usw. leisten können. Es sit absolut unverantwortlich, wie mit dem Geld Deutscher Steuerzahler umgegangen wird, wenn man nicht einmal in der Lage ist, solche eigenen Probleme erst einmal zu regeln. Welchen dieser Kinder nützen eigentlich solche dämlichen Sprüche, Deutschland ist ein reiches Land, oder es ist genug Geld da. Warum hilft denn dann Deutschen Kindern niemand
Die Bundesrepublik will bis 2015 800 Mio Euro für die Infektionsbekämpfung in Afrika ausgeben.
Rechnen wir jetzt diese Daten hoch.
Arbeitende Bevölkerung Deutschlands: 39,25 Mio (lt. statistischem Bundesamt (http://www.destatis.de/indicators/d/arb410ad.htm).
Nehmen wir an, dass jeder von diesen 39,25 Millionen 10 Euro pro Monat an eine "Kasse für Entwicklungshilfe" spenden würde.
Das macht 380.000.000,00 in Monat und 4.560.000.000,00 im Jahr.
Im Klartext: DIE ARBEITENDE BEVöLKERUNG DEUTSCHLAND WüRDE IN EINEM JAHR FAST DEN SECHSFACHEN BETRAG ZUSAMMENRAFFEN, DEN DIE BUNDESREGIERUNG IN 7 JAHREN BEREITSTELLEN WILL.
Eine ähnliche Hochrechnung gilt für JEDEN ALTEN MITGLIEDSTAAT der EU (die neuen leben noch teilweise in Armut), für Japan und für einen Teil Russlands. Für USA und KANADA vervielfacht sich der erreichbare Betrag.
Die eigentliche Frage lautet jetzt: wer soll sich mehr schämen? Die Regierungsführer mit ihrer Arroganz, die alle im Fernsehen beobachten konnten, oder die arbeitende Bevölkerung mit ihrer Gleichgültigkeit? 10 Euro im Monat sind wirklich nicht die Welt.
Wie es schon heißt... LIVE AND LET DIE!
es ist nicht mit dem überweisen von geld getan.dieses geld ist schon oft verschwunden bevor es überhaupt verteilt werden konnte. es gibt eine andere,sichere hilfe,da wird das geld in form von leistungen für die BEVöLKERUNG erbracht. mein land hat DIESES geld nicht,aber,wir bauen auf direkte leistungen. im bildungssystem,im gesundheitswesen z.b.da kommen dann lehrer um den kindern rechnen und schreiben beizubringen,da kommen ärzte und krankenschwester um vor ort zu behandeln,da kommen ingenieure um brunnen zu bauen,aber KEIN geld was sich irgendwer aneignen kann. diese unterstützung kommt DIREKT an,bei den menschen.
sind nicht nur die Afrikaner, die seit Jahrhunderten als Menschen zweiter Klasse von der "weißen Elite" ausgebeutet und versklavt werden, unsereins hier kann sich auch nicht wehren, dass sich sogenannte Führer der Welt angesichts des drohenden Klimakollapses auf ein Klimaschutzziel im Jahre 2050(!!!) einigen. Die Zeche bezahlt jeder hier ebenfalls mit dem Leben. Diese Machtpsychopathen haben nie das Leben im Auge - nur das Geld, das sie durch Ausbeutung der Erde und der Menschen an sich raffen können.
Das sterbende Afrika kann uns jetzt schon vor Augen führen, wohin wir gehen, wenn wir so weitermachen wie bisher. Die Wüsten und der Hunger bleibt kein Phänomen, das auf diesen Kontinent begrenzt bleibt, wenn wir weiterhin die Natur mit so wenig Achtung ausbeuten und aus einem gesunden Überlebensinstinkt lernen, dass wir unsere Umwelt unbedingt erhalten müssen.
Die Menschen verhalten sich wie ein Krebsgeschwür: Sie vernichten ihre Umgebung durch ihr unmäßiges gefräßiges Wachstum und merken dabei nicht, dass sie sich selbst ihren Nährboden zerstören, von dem sie leben möchten.
Von diesem Gipfel war nichts anderes zu erwarten, als das, was dabei herausgekommen: Scheineinigung für einen Scheinklimaschutz, Scheinzusagen zur Rettung von Afrika, pompös inszeniert mit grandioser Medienpräsenz. Je weniger einer zu bieten hat, desto pompöser muss die Verkleidung sein, damit das Nichts wenigstens nach Etwas aussieht. Und der Mächtige seine Angst verschleiert, dass er als das erkannt wird, was er ist: Klein und unbedeutend, nicht in der Lage, für globale Probleme Lösungen zu finden, sondern eine Zurschaustellung der Macht, die kritischen Stimmen mit Gewalt und Ausgrenzung begegnen muss. Unter Aufwendung von Millionen zur Inszenierung dieses Spektakels der Machtdemonstranz, ohne greifbare Ergebnisse, das ist das Merkel-Deutschland. Siehe DDR, wo die Mächtigen ihre Energien in Schauläufen und Paraden zur Selbstinszenierung der Macht steckten und das Volk vor sich hingedarbt hat.
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