Während Gelowicz eifrig erzählt, schaut Bundesanwalt Volker Brinkmann, der Veteran der drei Ankläger, mit Genugtuung drein, und Richter Breidling befeuchtet den Finger, um eine Seite umzublättern. Sein Gesichtsausdruck lässt ahnen, dass sich der Zeuge bei seiner Einlassung an die Vernehmungen hält und nichts Wichtiges verschweigt. In seiner langen Laufbahn hat es Breidling schon mit vielen Wirrköpfen zu tun gehabt, die sich als Bauern in einem größeren Spiel wähnten. Da waren die merkwürdigen Vertreter der Antiimperialistischen Zellen, die Fanatiker der kurdischen PKK, der "Kalif von Köln".

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Immer war Breidling Herr des Verfahrens, aber manchmal war es schon sehr nervig. In einem Prozess fühlte er sich in ein "berufliches Straflager" versetzt. Wenn der Begriff stimmt, muss der Montag in Düsseldorf wegen der schrecklichen Schilderungen des Angeklagten Gelowicz für ihn so etwas wie ein Wohlfühltag gewesen sein. So einen Hauptangeklagten hat er noch nicht erlebt. Der redet und redet und erzählt seine Geschichte. Und das Beste - die anderen wollen in den kommenden Wochen ähnlich detailliert auspacken.

Aber zuerst ist der Schwabe an der Reihe: Also, die Teilnahme am Dschihad in Tschetschenien wäre für ihn auch in Ordnung gewesen. Aber irgendwie hat das nicht geklappt. Dann ist er mit Yilmaz mit einem Billigflug nach Teheran geflogen, um sich von Schleusern weiterbringen zu lassen. Als wäre er ein Reiseschriftsteller, beschreibt der Angeklagte seine Touren in Pick-Ups und Bussen an die Front.

Irgendwie sind die kampfbereiten Männer dann nach Waziristan gelangt. Verkürzt gesagt: Die jungen Männer sind nach manchen Wirren in einem sehr kleinen Terrorlager im pakistanischen Nord-Waziristan gelandet, das Fanatiker der Islamischen Dschihad Union (IJU) leiteten. Pakistanische Taliban und diverse Mudschaheddin sollen sie dorthin begleitet haben.

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