Ein als Mörder verurteilte Somalier wird beschuldigt, der Sauerland-Gruppe sechs Sprengzünder beschafft zu haben. Zuvor hatte er mit einem V-Mann drei Georgier getötet.

Ein mittlerweile als dreifacher Mörder verurteilter Somalier soll der Sauerland-Gruppe sechs der bei ihnen gefundenen Sprengzünder beschafft haben. Das geht nach Informationen des SWR aus einem Ermittlungsbericht des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Der 27-Jährige habe Monate nach der Übergabe der Zünder an den mutmaßlichen Rädelsführer Fritz Gelowicz zusammen mit einem V-Mann des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz drei georgische Autohändler ermordet. Er sitzt deswegen eine lebenslange Haftstrafe ab.

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Der Ermittlungsbericht des BKA werde an diesem Dienstag in den Prozess gegen die vier Angeklagten der Sauerlandgruppe eingeführt. Der Somalier Ahmed H. soll die vier serbischen Übungszünder und zwei kommerziellen bulgarischen Sprengzünder von Mevlüt K. bekommen haben, einem Türken aus Ludwigshafen, der seit 2002 als Islamist gilt und auch Verbindungen zu Geheimdiensten haben soll.

Pikant für die rheinland-pfälzische Polizei sei die Nachgeschichte der Zünderübergabe: Vier Monate nach der Festnahme der Sauerlandgruppe ermordete Ahmed H. im Januar 2008 im Rhein-Neckar-Raum drei georgische Autohändler und raubte ihnen 12.000 Euro. Als Mittäter wurde ein irakischer V-Mann des LKA Rheinland-Pfalz ausgemacht und verurteilt.

Der spielsüchtige V-Mann täuschte die Beamten und benutzte zur Ermordung der Georgier ein Auto, dass das Landeskriminalamt ihm gegeben hatte. Gegen Ahmed H. laufe zudem noch ein Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts wegen der Zünderbeschaffung.

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(dpa/af)