Die israelische Armee hat den französisch-ägyptischen Vorschlag zum Waffenstillstand nach den Worten Nicolas Sarkozys angenommen. Auch in den kommenden Tagen sollen jeden Tag Feuerpausen eingelegt werden.
In der seit elf Tagen andauernden Gaza-Offensive rückt ein Waffenstillstand offenbar immer näher.
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Nach den Worten von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy haben Israel und die Palästinenser-Regierung von Präsident Mahmud Abbas den französisch-ägyptischen Plan für einen Waffenstillstand im Gazastreifen akzeptiert.
Der Präsident sei darüber sehr erfreut und rufe dazu auf, den Plan so schnell wie möglich umzusetzen, hieß es in einer Erklärung seines Büros in Paris. Die Palästinenser-Regierung von Abbas, die nur im Westjordanland Einfluss hat, ist in die Auseinandersetzung um den Gazastreifen allerdings nur indirekt involviert. Über eine Reaktion der im Gazastreifen herrschenden Hamas-Bewegung auf den Plan äußerte sich das französische Präsidialamt nicht.
Am Mittwoch hatten die israelischen Streitkräfte beschlossen, ihre Offensive im Gazastreifen für eine befristete Zeit zu unterbrechen. Auch die Hamas will die Feuerpause einhalten. Der stellvertetende Hamas-Chef Mussa Abu Marsuk sagte im Interview mit dem Nachrichtensender Al-Arabija, falls die israelische Armee ihre Angriffe wirklich jeden Nachmittag für mehrere Stunden einstelle, werde auch die Hamas während dieser Zeit keine Raketen auf Israel abfeuern.
Humanitärer Korridor
Israel plant nach Angaben aus Militärkreisen ab sofort täglich eine dreistündige Kampfpause, um Hilfslieferungen durch einen humanitären Korridor in den umkämpften Gazastreifen zu lassen. "Die Idee ist, dass das israelische Militär ab heute jeden Tag von 13.00 bis 16.00 Uhr in der Gegend von Gaza die Waffen schweigen lässt", sagte ein Vertreter aus Armeekreisen.
Nach Angaben der Palästinenserbehörden im Gazastreifen hat Israel sie über die Feuerpausen informiert. In den Kampfpausen sollten die Geschäfte öffnen und Beerdigungen stattfinden.
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte angekündigt, einen "humanitären Korridor" für den umkämpften Gaza-Streifen zuzulassen.
Bestimmte Zonen in dem Palästinensergebiet sollen für eine begrenzte Zeit geöffnet werden, damit die Bevölkerung Hilfsgüter empfangen kann, teilte Olmerts Büro mit.
Israel bombadiert zehn Tunnel
Zunächst sollen 460.000 Liter Treibstoff in den Gazastreifen geliefert werden. Etwa 80 Lastwagen sollten Hilfsgüter in das Palästinensergebiet bringen. Durch die heftigen Kämpfe ist die Zivilbevölkerung weitgehend von der Versorgung abgeschnitten.
Die israelische Armee setzte am Mittwoch ihre Angriffe im Gaza-Streifen fort. Ein Militärsprecher sagte am Morgen, es seien etwa 40 Ziele angegriffen worden, insbesondere im Norden des Palästinensergebiets. Es seien unter anderem Gebäude der radikal-islamischen Hamas-Organisation, Bunker und Raketen-Abschussrampen beschossen worden. Die Luftwaffe habe auch Gruppen bewaffneter Palästinenser angegriffen.
An der Grenze zu Ägypten seien mehr als zehn Tunnel bombardiert worden, die dem Waffenschmuggel dienten. Dabei sei es zu weiteren Explosionen gekommen, die darauf hindeuteten, dass sich in den unterirdischen Gängen Sprengstoff befand. Bei bewaffneten Kämpfen mit militanten Palästinensern sei ein israelischer Soldat leicht verletzt worden.
Im israelischen Grenzgebiet schlugen unterdessen nach Rundfunkangaben erneut aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Raketen ein.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Observist: "Wenn die ganze lebenserhaltende Infrastruktur des Gazastreifens zum größten Teil zerstört ist, wird sich die Bevölkerung erheben und das Hamas-Regime stürzen. Im Libanon hat diese Rechnung auch nicht funktioniert."
Genau, ganz im Gegenteil: Inzwischen kommen auch aus dem Libanon wieder Raketen.
Gewalt erzeugt Gewalt erzeugt Gewalt, und da ist es egal, wer angefangen hat, nur wer endlich aufhört, ist entscheidend.
Aber sowas geht wohl erst nach der Wahl ...
dww
Observist und xenia20 sind ein gutes Beispiel, wie sehr rechts und links einander ähneln...
Entschuldigung, aber etwas Besseres fällt mir dazu nicht ein. Eigentlich ist es das, was hinter dem Ganzen steckt.
Es ist völlig klar, dass Israel die Raketen aus dem Gaza-Streifen nicht tolerieren kann. Was würden wir tun, wenn wir von unseren Nachbarn beschossen werden. Dabei spielt keine Rolle, ob jemand zu schaden kommt oder nicht.
Das Problem lässt sich nicht militärisch lösen. Es geht nur politisch. Was so besonders pervers an der Lage ist: Es gibt kluge Köpfe auf beiden Seiten, die das wissen und eigentlich auch wissen, dass es nur miteinander geht und nicht gegeneinander. Nur leider bekommen beide kein Gehör. Es führt kein Weg daran vorbei: 1. Gewalt ist kein Mittel in einer zivilisierten Gesellschaft. 2. Die Palästinenser müssen das Existenzrecht Israels anerkennen. 3. Israel muss die Palästinenser anerkennen. 4. Alle müssen auch zum eigenen Nutzen friedlich und freundschaftlich miteinander umgehen.
Sind Sie wirklich an einer objektiven Bewertung der Geschehnisse im Nahen Osten interessiert, oder spricht aus Ihnen der traditionelle Ju:denhass der linken Extremistenszene? Wenn Sie die Terror-Ikone Ensslin als Avatar verwenden, jene RAF-Mörderin und Waffenschwester von Ulrike Meinhof, die über die im Dritten Reich ermordeten Ju:den sagte, diese "starben als das, was sie waren: Geldju:den". Jene Mörderin, die sich von der PLO freipressen ließ, durch die Entführung des Air France Flugs 139 in das Uganda des Schlächters und Hi:tler-Verehrers Idi Amin und an dessen Ende der Mord an 100 jü:dischen Passagieren vorgesehen war. Ju:den, selektiert vom Deutschen RZ-Aktivisten Wilfried Böse - zu dessen Andenken 1991 die RAF lobende Grußworte veröffentlichte.
Das passt zu Ihrem Kommentar, dass Sie "brothers in arms" seien, mit jener xenia20, die sagt "Die Ju:den verbreiten nur Lügen. Ich hoffe, die Hisbollah greift bald ein und zeigt diesem Ju:denpack (sic!) was Sache ist. Wozu brauchen die einen Staat. Die Briten hätten die Exodus einfach versenken müssen damals. Das wäre das richtige Zeichen gewesen."
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