Einst Super-Sarko, jetzt Enfant terrible: Nicolas Sarkozy will die Roma in Frankreich als Sündenböcke missbrauchen. Damit steht er stellvertretend für Europas mutlose Politiker - zu denen auch Kanzlerin Merkel gehört.
Es ist keine zwei Jahre her, da galt Nicolas Sarkozy als Held in Europa. Er rettete als EU-Ratspräsident, mit deutscher Hilfe, den Reformvertrag von Lissabon. Er vermittelte im Konflikt zwischen Russland und Georgien. Er ließ die Europäische Union ungewohnt rasch in der Weltfinanzkrise reagieren. Seither hat der französische Präsident in den Augen der Öffentlichkeit eine schlimme Metamorphose durchgemacht. Super-Sarko ist zum Enfant terrible geworden und macht in dieser Rolle Silvio Berlusconi Konkurrenz. Der Streit zwischen Brüssel und Paris über den Umgang mit den Roma, der am Donnerstag das EU-Gipfeltreffen störte, illustriert grell den Ansehensverlust Sarkozys. Doch er demonstriert noch mehr: eine Schwindsucht des europäischen Geistes sowie das Erstarken von Populismus und Nationalismus.
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Kein politischer Führer ist in Sicht, der mutig über die nationalen Interessen hinausblickt: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy beim EU-Gipfel in Brüssel. (© AP)
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Nun gerät die EU-Kommission öfters mit Mitgliedsstaaten aneinander. Dabei geht es meist um finanzielle oder technische Probleme, um Subventionen oder die Ausweisung von Naturschutzgebieten. Der Roma-Streit dagegen dreht sich ums Grundsätzliche - um Bürger- und Menschenrechte, die Wertebasis Europas. Damit wird er symbolisch aufgeladen: Die Kommission zieht als Hüterin der EU-Verträge gegen Frankreich, die Heimat der Menschenrechte, ins Feld.
Dies mag erklären, warum einige Akteure die Nerven verloren haben. Am Montag schwadronierte Pierre Lellouche, Frankreich sei "ein großes, souveränes Land", das sich von der Kommission nicht maßregeln lasse. Der Hüter der Verträge sei das französische Volk. Der Mann ist Europa-Staatssekretär. Er sollte wissen, dass es ureigene Aufgabe der Kommission ist, darüber zu wachen, ob das gemeinsame Recht in der Union eingehalten wird. Dazu gehört auch die Frage, ob Paris die Roma im Einklang mit den Regeln der Freizügigkeit behandelt.
Als Nächstes rastete am Dienstag die EU-Justizkommissarin Viviane Reding aus. Sie nannte den Umgang der französischen Behörden mit den Roma plakativ eine "Schande" und verstieg sich zu einem törichten Vergleich mit den Deportationen während des Zweiten Weltkriegs. Anstatt diesen Ausfall kühl zurückzuweisen, giftete am Mittwoch Sarkozy, Luxemburg solle doch die aus Frankreich ausgewiesenen Roma aufnehmen. Sein Motiv: Reding stammt aus Luxemburg. Prompt hielt der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn beleidigt dagegen: Er wisse ja, dass Sarkozy Probleme mit den Luxemburgern habe.
Europas Politiker sind dünnhäutig in diesen Zeiten. Statt Gelassenheit zu demonstrieren und Probleme sachlich zu lösen, bedienen sie nationale Gefühle. Das zeigte sich unlängst auch im Kern der Union, im deutsch-französischen Verhältnis, beim Streit über die Griechenland-Hilfe oder die Konjunkturpolitik.
Kein politischer Führer ist in Sicht, der mutig über die nationalen Interessen hinausblickt und zum Wohl Europas Risiken bei der Wählerschaft zu Hause eingeht. Angela Merkel ist, europapolitisch, leider kein Helmut Kohl. Sarkozy hat seinen Ehrgeiz, Europa positiv zu prägen, offenbar aufgegeben. Impulse geben die beiden der EU derzeit kaum. Stattdessen haben sie es zu verantworten, dass der schwache Kommissionspräsident José Manuel Barroso im Amt bestätigt wurde.
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Debatte über Militäreinsatz in Syrien
lol
Sie haben es immer noch nicht durchdrungen. Hier ein letzter Versuch:
Ich habe zwei Dinge festegestellt:
1.) Sie verallgemeinern hinsichtlich der neagtiven Attribute best. Bevölkerungsgruppen zu stark.
2.) Die Verallgemeinerung best. negativer Attribute auf ganze Attribute auf ganze Bevölkerungsgruppen ist ein wesentliches Kennzeichen von Rassismus.
Das impliziert keineswegs zwingend, dass Ihre Verallgemeinerungen rassistisch Motiviert sind. Hierfür kann es andere Gründe geben. Bsp: Es gibt Menschen die hinsichtlich verwendeteter Kategorien aufgrund bestimmter Entwicklungsdefizite stark eingeschränkt sind. Für diese gibt es oft zur Beurteilung von Beobachtungen nur ein oder zwei Kategorien. Eine Beobachtung können diese Menschen nur als A oder B einordnen. Diese Heuristik zieht sich dort meist über allemöglichen Bereiche von Beobachtungen. Eine verallgemeinerung von negativen Attributen auf ganze Ethnien wäre bei diesen Menschen möglicherweise nicht rassistisch sondern strukturell bedingt. Auch andere Gründe für sind denkbar. Verstanden?
Eine valideres Urteil wäre mir dagegen möglich wenn ich sie gut kennen würde. Würde ich zum Beispiel beobachten, dass Sie regelmässig nicht zu Verallgemeinerungen neigen, imspeziellen Falle negativer Attribute aber häufig auf ganze Etnien verallgemeinern, dann müsste ich annehmen, dass diese Verallgemeinerungen mit hoher Wahrscheinlichkeit rassistisch motiviert sein könnten.
Sie sehen also: da ich Sie nicht kenne ist Ihre Unterstellung per se absurd.
Von Ihnen erwarte ich in Zukunt allerdings schon, dass Sie in der "interpretation" meiner Aussagen etwas präziser werden.
Vielen Dank :-)
""Sie schliessen von Isalmisten auf alle Muslime, sie schliessen von kriminellen Roma auf alle Roma ""
Sie haben sich total verrannt, denn von den integrierten, GG-treuen, ausländischen Mitbürgern ist hier überhaupt nicht die Rede..
Sie verstehen überhaupt um was es den Patrioten hier geht. Gutmenschen haben vermutlich Scheuklappen, die alles Negative für unser Land ausblenden.
schreibt: "Halten Sie sich bloss an den einfach formulierten Text"
Ich habe nie behauptet, dass Ihre Texte anderes formuliert wären als das - einfach.
Zitat: "Ich glaube, ich bin aufgrund meiner Ausbildung durchaus dazu befähigt, Texte zu interpretieren."
lol - wohl kaum wie hier von Ihnen belegt. Subjektive Interpretationen werden Ihnen da kaum weiterhelfen. Halten Sie sich bloss an den einfach formulierten Text, dann haben Sie alle Inhalte sauber abstrahiert. Ich mag es nämlich gar nicht, wenn man in meine Formulierungen Dinge subjektiv hinein interpretiert. Nicht weil ich Ihnen das nicht zugestehen würde, sondern vielmehr weil es die Kommunikation ungemein erschwert und zuweilen sogar ganz unmöglich macht.
Zitat: "So kann man all Ihre Beiträge bezeichnen."
Na Sie eben gerade nicht. Denn Sie haben ja viele davon ganz offensichtlich gar nicht gelesen. Sonst hätten Sie folgendes zur Kenntnis nehmen können:
Basis jeder Form von Zuwanderung ist selbstverständlich die vollumfängliche Anerkennung unserer Verfassung. Kulturelle oder Religiöse Adaptation nur insofern wie die Anerkennung der Verfassung dies zwingend erfordert. Darüber hinaus selbstverständlich nicht. Einwanderer die hierzu nicht bereit sind sollten wir hier auch nicht weiter dulden. Das gilt selbstverständlich und insbesondere für Islamisten. Hinreichende Deutschkenntnisse sind selbstverständlich erforderlich. Eine Kenntnis von Kunst, Kultur und Geschichte nicht.
Nie bestritten. Nie ein Geheimnis draus gemacht. Sie allerdings schliessen von einigen Beiträgen auf Alle. Und genau diesen Fehler machen Sie und Ihre Gesinnungsgenossen bei geneigten Themen grundsätzlich. Sie schliessen von Isalmisten auf alle Muslime, sie schliessen von kriminellen Roma auf alle Roma und so zieht sich diese Pflege von Vorurteilen durch Ihr ganzes Leben. Und dann kommen Leute wie ploxy oder Sie daher und fabulieren was davon, dass Sie die Realität zweifelsfrei erkennen könnten. Wie man an dem Beispiel Ihres Vorwurfes mir gegenüber schön erkennen kann ist dies unzutreffend :-)
Was allerdings nicht hinnehmbar ist, sind Einstellungen die grundlegend für Rassismus sind. Jene also die mit Formulierungen beginnen wie "die Moslems" , "der Islam", "die Roma" immer dann wenn es um negative Attribute geht. Und hier müssen Sie und alle anderen dann ansetzen: lernen Sie zu differenzieren, dann kann man Ihre Ansichten ernst nehmen und niemand wird auf den Gedanken kommen sie mit Rassismus o.ä. in Verbindung zu bringen.
Und jetzt widme ich mich ausschliesslich meiner Familie.
Paging