Außenminister: Russlands Ruf kann Schaden nehmen, falls die Fälle Litwinenko und Politkowskaja ungelöst bleiben.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Moskau an Russlands Regierung appelliert, zu einer zügigen Aufklärung des Mordes an dem früheren KGB-Agenten Alexander Litwinenko beizutragen.
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Mit Blick auf die Vergiftung Litwinenkos und den vorausgegangenen Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja sagte Steinmeier, es sei "in Moskau sehr bekannt, dass beide Morde das Potential haben, Russland Schaden zuzufügen".
Die Regierung habe daher selbst ein Interesse daran, die Vorfälle rasch aufzuklären. Litwinenko war im November in einer Klinik in London an einer Vergiftung durch das radioaktive Polonium 210 gestorben. Die regierungskritische Reporterin Politkowskaja war im Oktober in ihrem Wohnhaus erschossen worden.
Treffen mit Putin-Kritiker Kasparow
Steinmeier überbrachte in Moskau unter anderem eine Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an Präsident Wladimir Putin, an der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar teilzunehmen. Am Abend traf sich Steinmeier mit Putin-Kritiker Garri Kasparow.
Der Bundesaußenminister sagte nach einem Gespräch mit Russlands Außenminister Sergei Lawrow, Deutschland und die EU sähen in Russland einen großen und wichtigen Nachbarn. Es sei wichtig, zur Lösung internationaler Konflikte mit Russland "kooperations- und abschlussfähig" zu sein.
Moskau habe "in uns einen kritischen Partner", aber auch einen Partner bei der Modernisierung. Lawrow wies eine alleinige Verantwortung Russlands für den Fall Litwinenko zurück. Die Spur des Poloniums, mit dem Litwinenko ermordet wurde, habe sich "in ganz Europa zerstreut".
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev