Zwei Jahre nach dem Mord an der Reporterin Anna Politkowkaja ist in Russland erneut ein oppositioneller Journalist getötet worden. Er starb durch die Polizei - angeblich ein Versehen.
Einen unbestrittenen Fakt gibt es: Magomed Jewlojew lebt nicht mehr. Über die Umstände, die zu seinem Tod führten, gibt es allerdings zwei Versionen, die unterschiedlich klingen.
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Sein Anwalt Kaloi Achilgow erzählt einer westlichen Nachrichtenagentur diese Variante: Magomed Jewlojew, Betreiber einer regierungs-kritischen Onlinedienst ingushetiya.ru in Inguschetien, kam auf dem Flughafen von Nasran an.
Dort wurde er schon erwartet: Polizisten hätten ihn in Empfang genommen und seien mit ihm weggefahren. "Während der Fahrt wurde er in die Schläfe geschossen. Sie warfen ihn an einem Krankenhaus aus dem Auto", sagte der Jurist. Der Journalist sei auf dem Operationstisch gestorben.
Die offizielle Version klingt anders: Nach Darstellung der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau wollte die Polizei Jewlojew zu einer Vernehmung bringen. Es habe sich um Kriminalermittlungen gehandelt.
Während der Fahrt sei es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Die Rede war von einem Handgemenge. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete, der Journalist sei versehentlich erschossen worden, und die Staatsanwaltschaft habe ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.
Ankunft mit dem Präsidenten
Ludmila Alexejewa von der Moskauer Helsinki-Gruppe sprach von einem "enormen Verlust". Alexander Tscherkassow von der Organisation Memorial sagte, der Schuldige müsse zur Verantwortung gezogen werden.
Ein russisches Gericht hatte im Juni angeordnet, die Internetseite zu schließen, da sie "extremistische" Ansichten verbreite. Erst vor kurzem hatte die ingushetiya.ru-Chefredakteurin Rosa Malsagowa erklärt, sie habe Russland verlassen und wolle in Westeuropa um politisches Asyl bitten.
Die Internetzeitung hatte vor allem den inguschetischen Präsidenten Murat Sjasikow mehrfach kritisiert.
Vielleicht kann der Politiker auch zur Klärung des Todesfalles Jewlojew beitragen. Nach Informationen des Rundfunksender Moskauer Echo war er zusammen mit dem "Unfallopfer" Jewlojew auf den Flughafen angekommen.
(Reuters/dpa/odg)
UN-Tourismusorganisation
Sami Al-Haj, Kameramann des Senders Al Dschasira wird seit dem 13. Juni 2002 ohne Anklage in Guantánamo festgehalten
8. April 2003, 2 (!) US Präzsionsbomben treffen "zufällig" das Büro des arabischen Senders Al Dschasira. Dabei wird der Reporter Tarik Ajoubi getötet.
2001 das Büro von Al Dschasira in Kabul wird bombardiert.
Seit dem 7 August 2004 ist auf Anweisung der Allawi Regierung das Irakische Büro von Al Dschasira geschlossen.
Merke, Russen die Journalisten erschiessen und Medien behindern sind böse. Amerikaner und Ihre Schergen die Journalisten zerbomben, foltern und Medien behindern sind unsere Freunde.
scheinbar hat der Herr die russiche sicherheit bedroht und zusätzlich Inguschetien vom Reich des Tigerjägers abtrennen wollen. Da kann der russiche Staat nicht einfach zuschauen, schließlich sind Leben und Unversehrtheit der Inguscheten in Gefahr gewesen.
Das nun das Forumpersonal nicht gerade in Beileidsbekundungen ausbricht hängt mit an hundertprozentiger Sicherheit daran, dass der "kritische Journalist" im neukapitalistischen Russland nicht mehr mit dem Dissidenten der Breschnew-Ära gleichzusetzen ist, also in das selbe menschenrechtswärmende Wohlfühllicht. Im meinungs- und pressefreien Russland des Mitteleuropäers Putin, sind alle "kritischen Journalisten" als willfähriges Werkzeug der CIA und anderer dunkler Piratennester der Neuzeit zu betrachten. Das unterscheidet jene von den damaligen. So einfach ist das.
Das Meinungsprostitution mit dem beliebigen Austausch von Nachrichten, Nachrichtenüberbringern und -deutern beginnt, sollte jeder bedenken. Politkowskaja und andere bemängelten seit Jahren die Zustände in Russland, insbesondere der Umgamg mit der Gewalt, egal ob diese vom Staat ausgeht oder nicht. Das ist chick, solange das eigene Weltbild nicht ins Wanken gerät.
Jewlojew hat Zjazikov recht oft Leben schwer gemacht, vor allem wegen Vorgehen der Polizei innerhalb von Ingushetien. Innerhalb Ingushetien gab es schon Demonstrationen gg. Zjazikov, der von Putin auf diesen Posten gehievt wurde.
Vor kurzem gab es sogar Petition an die Adresse von Medvedev, Zjazikov abzusetzen und statt ihn den ehemlagen Regionführer Auschev wierder einzustellen.
Und jetzt nach diesen Fall werden vor allem von fundamentalistischen Opposition wieder Rufe nach der Unabhängigkeit laut, die schon in 1990er zu Konflikten geführt haben.
Puuh.
"Was folgert man daraus? Viele Menschen sind auf einem Auge blind; die Frage ist nur: Auf welchem?"
Da sich rechts und links ja immer weiter annähern, bzw bals nicht mehr zu unterscheiden sind, würde ich sagen: auf beiden Augen.
komisch ,dass sich noch niemand aus der Pro- Rußland Fraktion gemeldet hat.
Aber wahrscheinlich fällt denen noch ein Grund ein, warum diese hinrichtung gerechtfertigt war.
Ich finde es herrlich zu sehen, dass die USA machen können, was sie wollen. Der Grund: ganz einfach. Da sie ja eh für alles Schlechte in der Welt verantwortlich sind, auch wenn sie nichts mit der Sache zu tun haben, ist es eh egal, ob sie tatsächlich verantwortlich sind. Ich weiß nicht, ob manche Leute je bemerkt haben, dass nicht nur die USA skrupellos ihre Interessen verfolgen. Ich denke da an China in Tibet oder bei den Uiguren oder Russland in Tschetschenien. Wieso gab es da eigentlich keine Proteste für die massakrierte Zivilbevölkerung???
Was folgert man daraus? Viele Menschen sind auf einem Auge blind; die Frage ist nur: Auf welchem?
Paging