Neulich im Kreml: Bei der Vorstellung seines Kabinetts geht Premier Putin zielstrebig zum alten Stuhl - dem des Präsidenten. Er bemerkt seinen Fehler - doch Staatschef Medwedjew winkt ab.
Russlands früherer Staatschef Wladimir Putin klebt an seinem alten Präsidentensessel.
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Noch in der Umgewöhnungsphase: Russlands Präsident Putin (© Foto: AFP)
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Bei der Vorstellung seines Kabinetts wollte sich der neue Ministerpräsident Putin am Montag im Kreml wie gewohnt auf den Platz des Präsidenten setzen, den er acht Jahre innegehabt hatte.
Sich seines protokollarischen Fehlers bewusstwerdend, sagte er dem neuen Präsidenten Dmitrij Medwedjew "Dies ist nun dein Platz" und bot ihm den Sessel an. "Ach, wo ist der Unterschied?", entgegnete Medwedew und nahm auf dem Sitzmöbel gegenüber Platz, wie die Zeitung Kommersant am Dienstag berichtete.
Der Führungswechsel in Moskau ist mit Unsicherheit behaftet, da nicht klar ist, ob und wie die Machtteilung zwischen Medwedew und Putin funktionieren wird.
Medwedew gilt als enger Vertrauter Putins, der als Ministerpräsident und Chef der regierenden Partei "Einiges Russland" weiterhin großen Einfluss auf die Politik des Landes hat.
(Reuters/mati/odg)
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Immerhin widerlegt der Artikel damit auch die Kritiker, die z. T. geradezu paranoid in jeder Bewegung Putins einen geplanten Schachzug sehen. Er menschelt halt doch ;-)
"Der Führungswechsel in Moskau ist mit Unsicherheit behaftet, da nicht klar ist, ob und wie die Machtteilung zwischen Medwedew und Putin funktionieren wird." Das hört sich ja gleich so dramatisch an. In Wirklichkeit wissen nur die westlichen Journalisten nicht, wie sie sich am besten auf das Tandem einschießen sollen.
Putin hat Russland Russland stabilsiert, den Menschen ein Gefühl von Würde zurückgegeben. vielen geht es ehr wohl besser und sie stehen zu ihm. Medwedew ist mit dem klaren Wunsch angetreten , so weiterzumachen.
das sollten wir hier einfach mal annehmen.
zudem sehr interessant: jemand, der sich nach ein paar Jahren automatisch ''demokratisch'' zurückziehen soll (!), hat ein grösseres Bedürfniss, im sinne der Menschen zu handeln?
die Logik muss mir mal endlich jemdand erklären! es wird doch eher immer klarer, warum wir uns wie die dummen Melkschafe verhalten!
Medwedjew weiß halt ganz genau, dass er unter Ministerpräsident Putin Staatspräsdient sein darf. Deshalb ist die protokollarische Sitzordnung reine Makulatur. Im Westen wird man sich daran gewöhnen müssen, dass Russlands Politik auch in den nächsten acht Jahren weiterhin von Putin bestimmt wird. Und daran anschließend wäre ein "neuer" Staatspräsident Putin mit einem Ministerpräsidenten Medwedjew auch keine Überraschung mehr. Es ist ja nur ein Bäumchen-wechsel-dich-Spiel, aber es ist für die Russen immer noch besser als die chaotische Politik eines Boris Jelzin....