Stützpunkte und 1700 Soldaten: Russland verstärkt seine militärische Präsenz in den abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien. Auch die Gewässer vor Abchasien will es vor Eindringlingen schützen.

Russland verstärkt seine militärische Präsenz in den georgischen Rebellen-Regionen Abchasien und Südossetien. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau unterzeichnete Russland mit den beiden Kaukasus-Gebieten ein Abkommen mit einer Laufzeit von 49 Jahren. Es sieht die Errichtung von Stützpunkten sowie die Stationierung von jeweils 1700 russischen Soldaten vor.

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Will die militärische Präsenz in der georgischen Rebellenregion verstärken: der russische Präsident Dmitrij Medwedjew. (© Foto: AFP)

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Zudem erklärte Russland, es wolle auch die Gewässer vor Abchasien vor Eindringlingen schützen. Alle Schiffe, die sich in dem umstrittenen Schwarzmeer-Gebiet ohne Erlaubnis aufhielten, würden aufgebracht, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax den stellvertretenden Chef der russischen Grenztruppen, Viktor Trufanow. "Wir werden alles tun, um die Sicherheit des russischen Staats und des abchasischen Staats zu gewährleisten."

Damit dürften sich die Spannungen in der Region weiter verschärfen - auch wenn der Chef der Küstenwache, Beso Schengelia, versicherte, niemand werde provoziert. "Wir handeln nur im Rahmen des Gesetzes", sagte er.

Russische Soldaten patrouillieren bereits entlang der Grenzen Abchasiens und Südossetiens, seitdem die Regierung in Moskau nach dem Krieg mit Georgien im August vergangenen Jahres beide Regionen als unabhängig anerkannt hat.

Dem Schritt haben sich bislang nur Venezuela und Nicaragua angeschlossen. Die Regierung in Tiflis hat jüngst betont, die von den Rebellen beanspruchten Gewässer gehörten zu Georgien. Mehrmals fing die georgische Marine bereits Schiffe ab, die sich auf dem Weg nach Abchasien befanden. Die Rebellen drohten deshalb mit der Zerstörung georgischer Schiffe.

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(Reuters/ehr/gba)