Abwehrsysteme auf der Arabischen Halbinsel sollen Iran von Angriffen abschrecken - falls der Streit über das Atom-Programm eskaliert.
Die USA rüsten mit Blick auf eine mögliche Eskalation des Atomstreits mit Iran arabische Verbündete mit modernen Raketenabwehrsystemen aus. In Zusammenarbeit mit den Regierungen mehrerer Golfstaaten wird auch der Schutz von Ölterminals und Häfen sowie anderer wichtiger Einrichtungen verbessert.
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Mobile Batterien mit Patriot-Luftabwehrraketen sollen in arabischen Staaten rund um den Persischen Golf aufgestellt werden. (© Foto: AP)
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Wie die New York Times berichtet, werden in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrein und Kuwait jeweils zwei Batterien mit modernen Patriot-Luftabwehrraketen stationiert, die in der Lage sind, iranische Kurzstreckenraketen abzuschießen. Mit Oman werde noch verhandelt. Das Emirat Abu Dhabi hat zudem THAAD-Abwehrraketen mit noch größerer Reichweite gekauft. Israel und Saudi-Arabien, die engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten, verfügen schon seit längerem über solche Verteidigungssysteme.
Zudem kreuzen nun ständig Zerstörer der US-Marine im Persischen Golf, die mit dem Aegis-Raketenabwehrsystem ausgestattet sind. Neben einem leistungsfähigen Spezialradar haben die Schiffe SM-3-Raketen an Bord, die ballistische Mittelstreckenraketen abfangen können. Für den Einsatz gegen iranische Shahab 3 wären sie aber nicht geeignet.
Amerika will Unterstützung für neue Sanktionsrunde
Außerdem sollen die Radarsysteme der Golfstaaten besser miteinander vernetzt werden. Mit US-Unterstützung verdreifacht Saudi-Arabien die Stärke einer Spezialtruppe des Innenministeriums auf 30.000 Mann, die Häfen, Öl-Anlagen und Wasserentsalzungsanlagen schützen soll.
Hochrangige US-Offiziere sagten, die Stationierung der Raketenabwehrsysteme und der Verkauf weiterer Rüstungsgüter an die Golfstaaten ziele darauf, Iran abzuschrecken. Es sei Teil einer abgesprochenen Strategie, dass der für die Region zuständige Kommandeur, General David Petraeus, die Lieferungen jüngst öffentlich gemacht habe.
Die USA versuchen derzeit, Unterstützung für eine weitere Sanktionsrunde im UN-Sicherheitsrat zu gewinnen und den Druck auf Iran zu erhöhen. Zudem gehe es darum, den arabischen Golfstaaten zu signalisieren, dass die USA sich deren Sicherheit verpflichtet sehen. Diese fühlen sich durch den regionalen Machtanspruch Teherans bedrängt und befürchten, im Falle einer Krise Ziel iranischer Vergeltungsschläge zu werden. Zugleich betonten US-Offiziere den defensiven Charakter der Waffen. Sie wollen vermeiden, dass ein neuer Rüstungswettlauf in der Region einsetzt.
Kein militärischer Alleingang Israels
Als weiteres Ziel nannten sie, die israelische Regierung zu beruhigen. Man wolle einen militärischen Alleingang Israels verhindern. Premier Benjamin Netanjahu hat gedroht, Irans Atomanlagen notfalls anzugreifen. US-Sicherheitsberater James Jones war jüngst zu Gesprächen über den Atomkonflikt mit Iran nach Israel gereist. Er sollte dabei die Haltung der Regierung in Jerusalem ausloten, beriet mit ihr aber auch über die Ausgestaltung möglicher Sanktionen gegen Iran und verdeckte Programme, die gegen Teherans Atomanlagen gerichtet sind.
Bislang sperrt sich von den ständigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat vor allem China dagegen, die Sanktionen gegen Iran zu verschärfen. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Rande der Afghanistan-Konferenz in London vergeblich versucht, ihren chinesischen Kollegen Yang Jiechi umzustimmen. Nun verschärfte sie den Ton gegenüber Peking deutlich und warnte die Regierung vor "diplomatischer Isolation", sollte sie Iran-Sanktionen weiter blockieren.
Das Land deckt einen wachsenden Anteil seines steigenden Energiebedarfs mit iranischem Erdöl und wird als Handelspartner für Teheran immer wichtiger. Clinton forderte Peking nun erstmals öffentlich auf, an die langfristigen Auswirkungen zu denken und Iran nicht wegen kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen zu schützen. Allerdings haben angekündigte amerikanische Waffenlieferungen an Taiwan die Spannungen mit China erheblich verschärft. Sie dürften dazu beitragen, dass China hart bleibt.
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(SZ vom 01.02.2010/lmne)
Protest gegen dritte Startbahn
Iran strebt nach Hegemonie im Nahen Osten.Dies ist sein oberstes strategisches Ziel und wird auch von den arabischen Staaten sehr wohl verstanden - Ausnahme das mit Iran verbündete Syrien.
Die probatesten Mittel zur Geltendmachung und Durchsetzung dieses Hegemonialstrebens sind die ungeheuren Öl- und Gasresourcen,das Nuklearprogramm und die Profilierung als Speerspitze gegen Israel mit einhergehender Patronisierung von Hisbola (Libanon) und Hamas (Gaza).
Nach außen hin können sich die arabischen Staaten wegen der öffentlichen Meinung in ihren Ländern nicht dem iranischen Konfrontationskurs gegen Israel verschließen.
Die arabischen Staaten haben aber das Spiel des Irans durchschaut.Vor ihm fürchten sie sich zu recht,nicht vor Israel,mit dem sie insgeheim gegen die iranischen Ansprüche kooperieren.
Ihr Kommentar gibt typische Allgemeinplätze wieder, wie sie leider permanent zu lesen sind. Ihnen fehlt der genauere Blick auf die echte Situation im Nahen Osten.
1. Israel verweigert die Umsetzung der UN-Resolutionen. Richtig. Die Umsetzung wäre Selbstmord. Interessanterweise gibt es bei den meisten Konflikten zwischen Israel und seinen Nachbarn sehr schnell eine Resolution gegen Israel. Im Sudan kann ein vielfacher Völkermord unbeachtet geschehen. In der Uno geben die (vielen) arabischen/islamischen Länder bei den Resolutionen den Ton an.
2. Wenn Israel die Angriffe nicht fliegen würde, könnte es die eigene Bevölkerung nicht schützen. Sie glauben im Ernst, Israel macht das Spaß oder was?
3. Die Gefahr durch den Iran ist nicht herbeigeredet. Sie ist real. Und in den Händen eines Typen wie Achmadinedschad (NICHT demokratisch legitimiert!) sind die Waffen eine reale Gefahr für jeden, der entweder den nationalen iranischen Interessen, den Interessen der islamischen Revolution, dem Dschihad oder sonstigen fanatischen Verrücktheiten im Wege steht.
4. Eben dieser Ahmadinedschad wird nicht müde, die Zerstörung Israels zu propagieren und zu betreiben. Aber das haben Sie, liebe Barbara23, wahrscheinlich nie zur Kenntnis genommen.
Vielleicht versetzen Sie sich mal in die Lage Israels. Man muss nicht jeden Israeli lieben, aber das Existenzrecht Israels steht außer Frage. Und dass es eines der kultiviertesten Länder des nahen Ostens ist, ebenso.
Die armen Schweine bei dem ganzen Konflikt sind die Palästinenser, das ist keine Frage. Sie waren auch unter arabischer Herrschaft unterdrückt und werden beständig als "Opfer" instrumentalisiert - und lassen sich leider auch intrumentalisieren. Mit der Wahl der Hamas haben sie sich einen Bärendienst erwiesen. Haben Sie übrigens die Art der Machtübernahme im Gaza-Streifen durch die Hamas mal untersucht? Oder die Arbeitsweise der Selbstverwaltung im Westjordanland? Ich möchte jedenfalls kein Palästinenser sein, mit und ohne Israel...
@ querschlaeger: "So werden die Iraner in diesem Falle,den benachbarten Ölländern wie auch den Industrienstaaten ihre Energiepolitik (z.B. Preis,Liefermengen,Tributzahlungen etc.) aufzwingen können und Erstere wie auch Letztere damit knebeln.Darüberhinaus würde sich dann auch niemand mehr wagen,sich dem terroristischen Treiben der verlängerten Arme des Irans,sprich Hizbolla und Hamas entgegenzusetzen.Zu alle dem wird der Iran seine Teufelswaffen überhaupt nicht einsetzen müssen; eine glaubwürdige Drohung reicht völlig aus. "
Es ist immer wieder erstaunlich, was für Hass Textbausteine veröffentlicht werden können! Aber jetzt stellen wir uns nur für einen kurzen Moment vor, irgend Jemand würde diese Textbausteine des isr. Aussenminsiteriums etwas abändern...
Wie sieht denn die Wirklichkeit aus? Welches Land ist nun in der REgion eine Besatz8ungsmacht? Welches Land, lässt immer wieder Bombenangriffe fliegen? Welches Land greift sogar UN Einrichtungen an???
Israel ist der einzige Staat Weltweit der jede Insepektion seines verstrahlten Uraltreaktor verweigert!! Das Israel den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben hat muss ja nicht extra betont werden. Israel weigert sich ja auch seit Jahrzehnten UN Resolutionen zu erfüllen! Stattdessen wird die UNO dann immer wieder als irrelevant bezeichnet...
Seit Jahrzehnten wird von Israel nur immer von einem Friedensprozess schwadroniert und währenddessen werden die eigenen Zusagen gebrochen. (Roadmap -- Annapolies...) Und nach der neusten "Friedensinitiative" betont Israel wieder: "Die Palästinenser sind nicht das Problem - das Iran Problem ist vorrangig und muss zuerst gelöst werden..."
Während all dieser "Friedensprozesse" wird natürlich weiter in den eroberten Gebieten "gesiedelt" und natürlich brauchen diese "Siedlungen" ein "natürliches Wachstum" und natürlich "Sicherheitszonen" und noch mehr Strassen die sich weit durch das Land schlängeln... (Ach ja, dass all diese Siedlungen völkerrechtswidrig sind sollte ja bekannt sein.)
Kein Wunder, dass bei all diesen Bauvorhaben dass Isr. Innenministerium immer mehr die "Gefahr durch den Iran" betexten lässt! Es soll einfach abgelenkt werden - auch von den inneren Problemen!
Die ausschließliche Beschäftigung mit Spekulationen über Angriffe und Kriege verdeckt den Kern : Für Irans regionales Hegemoniestreben reicht ein glaubwürdiges Drohpotenzial - Nuklearwaffen und Raketenträger - aus, um sich die Nachbarn und auch andere gefügig zu machen,ohne daß diese dann je zum Einsatz kommen.
So werden die Iraner in diesem Falle,den benachbarten Ölländern wie auch den Industrienstaaten ihre Energiepolitik (z.B. Preis,Liefermengen,Tributzahlungen etc.) aufzwingen können und Erstere wie auch Letztere damit knebeln.Darüberhinaus würde sich dann auch niemand mehr wagen,sich dem terroristischen Treiben der verlängerten Arme des Irans,sprich Hizbolla und Hamas entgegenzusetzen.Zu alle dem wird der Iran seine Teufelswaffen überhaupt nicht einsetzen müssen; eine glaubwürdige Drohung reicht völlig aus.
Auch wenn in diesem Forum praktisch einhellig das brutale Mullah-Regime als Friedensengel gesehen wird,ist Fakt,daß sich dessen Nachbarn von diesem äußerst bedroht fühlen.Auch wenn sich die europäischen Salon-Strategen ,ach, so sehr überlegen dünken,können sie mit ihren Sandkasten-Spielchen nicht die reale Existenzangst von Irans Anrainern nehmen. Dagegen kann die US- Aufrüstung ,die in erster Linie als Absichtserklärung verstanden werden will, dies im Ansatz durchaus.
Barack Obama nur eine Marionette?
Ist der Krieg gegen den Iran schon abgemachte Sache?
Zbigniew Brzeziński diesen Namen sollte man sich einprägen.
Hat zwar ein hohes Alter aber sehr Aktiv derzeit ist er auch als außenpolitischer Berater des US-Präsidenten Barack Obama tätig.
Seit 2006 tritt Brzeziński als Kritiker der US-Politik gegenüber dem Atomprogramm des Iran und im Irakkrieg hervor. Brzeziński ist der Meinung, dass die Strategie der USA gescheitert ist. Anfang 2007 warnte er davor, die USA würden einen Vorwand suchen, um gegen den Iran einen Krieg zu initiieren.
Von ihm soll auch der Begriff des Tittytainment stammen, welcher besagt, dass in Zukunft 80 Prozent der - dann arbeitslosen - Weltbevölkerung durch eine moderne Form von Brot und Spielen bei Laune gehalten werden müssen.
Sehr interessant!
Der Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski
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