Rücktritte, Skandale und SkandälchenWas die Piraten bremst

Erst ging's hoch nach oben - dann steil bergab. Die Piraten haben ein aufregendes Jahr hinter sich. Auf die überraschenden Wahlsiege bei mehreren Landtagswahlen folgten Rücktritte, interne Querelen und Erschöpfung. Was den Piraten am meisten zu schaffen macht.

Rücktritte, Skandale und Skandälchen – Erschöpfte Ehrenamtliche

Erst ging's hoch nach oben - dann steil bergab. Die Piraten haben ein aufreibendes Jahr hinter sich. Auf die überraschenden Wahlsiege bei mehreren Landtagswahlen folgten Rücktritte, interne Querelen und Erschöpfung. Was den Piraten am meisten zu schaffen macht - ein Überblick.

Eines der größten Probleme der Piratenpartei ist das liebe Geld. Die Partei ist chronisch pleite, ihre Vertreter arbeiten ehrenamtlich. Dass seit den überraschenden Wahlerfolgen aus dem Ehrenamt oft ein Vollzeitjob geworden ist, steht nicht jeder durch. Die äußerst beliebte politische Geschäftsführerin Marina Weisband trat beim vergangenen Parteitag nicht mehr an, weil sie sich auf ihr Studium konzentrieren wollte. Der ehemalige Schatzmeister der Partei, Rene Brosig, warnte vor einem Kollaps. Der Berliner Landeschef Gerhard Anger gab Anfang des Jahres aus Erschöpfung seinen Posten ab. Inzwischen hat er ihn allerdings wieder inne - denn mit seinem Nachfolger Hartmut Semken lief es nicht allzu gut. Doch dazu später mehr.

Bild: dapd 22. November 2012, 16:032012-11-22 16:03:33 © Süddeutsche.de/gba