Von Thorsten Denkler, Berlin

Der Wechsel an der Spitze des Wirtschaftsministeriums hat in der Union für einigen Wirbel gesorgt. Jetzt erhält zu Guttenberg Rückendeckung.

Georg Nüßlein, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, weist die aufkeimende Kritik aus den Reihen der CDU am neuen Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) scharf zurück.

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Seine Ernennung stieß in der Union nicht nur auf Zustimmung: Der designierte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. (© Foto: ddp)

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Zu Guttenberg sei bereits Unternehmer gewesen, sagte der CSU-Abgeordnete Nüßlein sueddeutsche.de. Zudem sei er bisher "international unterwegs"gewesen. Das könne in dieser globalen Krise nicht von Nachteil sein.

Nüßlein: "Diejenigen, die sich jetzt kritisch äußern hätten sich offenbar selbst gerne in der Position gesehen. Welchen Grund gibt es sonst, die Kompetenz eines Kollegen in Frage zu stellen, der zudem der gleichen politischen Richtung angehört."

Die CDU-Politiker Otto Bernhardt und Andreas Lämmel hatten zu Guttenberg mangelnde wirtschaftspolitische Erfahrung vorgeworfen. Der Union fehle ein Mann wie Friedrich Merz, sagte Bernhardt.

Nüßlein erwidert: "Merz stand nicht zur Verfügung und wäre auch nicht in Frage gekommen."

Zum Vorwurf, es habe für den zurückgetretenen Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zu wenig Rückhalt in der Union gegeben, sagte Nüßlein: "Ich sage das in großer Offenheit: Mangelnder Rückhalt für Glos kam nicht aus der CSU-Landesgruppe. Das kam aus der CDU."

Der Chef der Jungen Union, Philipp Missfelder, geht wie Nüßlein deutlich auf Distanz zu seinen CDU-Kollegen Bernhardt und Lämmel. "Ich halte die Kritik für unberechtigt", sagt er sueddeutsche.de. Zu Guttenberg sei ein "kompetenter, erfahrener Mann". Seine Expertise als Außenpolitiker könne nur hilfreich sein. "In einer globalen Wirtschaft spielt außenpolitische Erfahrung eine größere Rolle als je zuvor."

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(sueddeutsche.de/gdo)